Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ich

5 Worte zu...

1. Beschreibe Dich in 5 Worten.
unvergleichlich, unabhängig, unbeirrbar, unbeeinflusst (oftmals), unbegreiflich (manchmal) - Natürlich bin ich nicht nur UN-, aber mir war gerade danach, mein Anderssein zu betonen ;). Sind ja auch an sich positive UN-s. Es ist halt nicht alles so, wie es aussieht.

2. 5 Worte zum heutigen Tag.
ausgeschlafen, häuslich, überraschend, satt, informativ.

3. 5 Worte zum letzten Urlaub.
lange her, Polen, eindrucksvoll, vielseitig, bewegend.

4. 5 Worte zu einem Thema das dich beschäftigt.
hoffnungsvoll, ungewiss, Möglichkeiten nutzen, Motivation.

5. 5 Worte zum heutigen Wetter.
angenehm warm, sonnig, mit einigen Wolken.

entdeckt bei None.

Karin 28.06.2006, 23.31 | (0/0) Kommentare | PL

Ich weiß, was ich will und bin

Ich weiß, was ich will. Genauso, wie ich auch weiß, was ich nicht will. Und dann auch meine Beweggründe dafür habe, warum ich eine Entscheidung so und nicht anders fälle. Denn ich habe sie dann auch reiflich abgewogen, nach Für und Wider. Warum sollte ich von meinem Weg abweichen bzw. von dem, was ich nach diesen gründlichen Überlegungen für mich für am besten halte, bloß weil irgendjemand anderer Meinung ist oder sich dann in seiner Hilfsbereitschaft gekränkt fühlt.

Um eines klarzustellen: Ich bin für jede Hilfe, jeden Tipp und jeden Hinweis dankbar, nehme Ratschläge zur Kenntnis und gebe dafür auch gern zu gegebener Zeit etwas zurück. Beziehungsweise: Ist das, was ich schon gegeben habe, etwa nichts?

Aber ich bin nicht verpflichtet, aus jedem Tipp, der gegeben wurde, auch eine Konsequenz zu ziehen. Ich entscheide jeweils, was ich für mich daraus mache, und bin darüber auch keine Rechenschaft schuldig. Trotzdem versuche ich, meine Argumente zu erklären, auch wenn sie nicht verstanden oder kleingeredet werden. Obwohl sie nicht klein sind.

Denn ich weiß selbst, was gut für mich ist. Wer, der mich nicht näher kennt, könnte es wagen, sich darüber ein Urteil zu bilden?

Positiv hingegen ist auch, wenn einem hin und wieder ein Spiegel vorgehalten wird. Wie man von anderen, oder zumindest einigen - möglicherweise denen, die einen nicht so gut kennen oder die sich in dem einen oder anderen Punkt von einem unterscheiden - gesehen wird. Das ist oftmals auch sehr lehrreich. Dabei sollte es mir eigentlich egal sein, was andere von mir denken. Bis zu einem gewissen Grad ist es ja auch. Aber da ich jemand bin, der mit den Menschen auskommen möchte, ist irgendwann auch der Grad erreicht, wo ich einen Kompromiss mit diesem Prinzip schließen muss. Es wäre ja sonst auch zu meinem eigenen Nachteil.

Ja, ich gebe es zu: ich besitze eine gesunde Portion Egoismus. Doch eben nur so viel, wie nötig ist, damit ich zufrieden sein und vielleicht auch irgendwann glücklich sein kann. Ist das so unbegreiflich? Bin ich deswegen ein Monster? Weil ich in Bezug auf mein Schicksal nicht immer nur Kompromisse eingehen will, sondern ein Leben leben möchte, das zu mir passt? Zukunftsperspektiven, in denen ich mich wiederfinde, und nicht einfach irgendwas, bloß um irgendwas in der Hand zu haben, ohne dass es mich glücklich machen kann? Ich bin ja schon flexibel, offen für vieles, bin realistisch und selektiere nicht zu sehr die Möglichkeiten. Aber ich habe auch meine Vorstellungen, in welchen Schuhen ich gehen könnte und welche auf Dauer nur drücken würden. Erfolgreich kann ich letztlich nur in jenen sein, in denen ich mich auch wohlfühlen würde. Es würde dem Schuhverkäufer ja genausowenig dienlich sein, wenn ich dauernd nur reklamieren würde, weil ich das falsche Laufwerk trage. Das wäre einfach unproduktiv.

Ich denke also bei meinen Erwägungen, Schlussfolgerungen und Handlungen durchaus nicht nur an mich, sondern beziehe das Gesamtbild mit ein und sehe, was es für alle Seiten bringen würde, wenn ich mich so oder so entscheide. Manchmal gehen die Entscheidungen schnell, manchmal weniger. Aber immer steckt ein Hintergrund dahinter. Das sollte zumindest beachtet werden, bevor man seine eigenen Ansichten dazu kundtut. Dann kann man solche Entscheidungen, die ohnehin nur den Entscheidenden betreffen, auch besser akzeptieren. Und unterschätzt diesen auch nicht so schnell.

Karin 26.06.2006, 03.10 | (0/0) Kommentare | PL

Grausam

Aachen. Die dauerhafte Unterbringung eines Drohbrief-Schreibers in einem psychiatrichen Krankenhaus hat jetzt die 8. große Strafkammer des Landgerichts Aachen angeordnet. der 50 jahre alte Maschinenbauingenieur hatte diversen Rechtsanwälten Briefe zugeschickt, in denen er sie aufforderte, angeblich ihm zustehende Beträge von zusammengerechnet einer Million Euro an ihn zu zahlen. Zur Einschüchterung legte er Kopien eines Zeitungsartikels über die bestialische Ermordung eines Scheidungsanwaltes und seiner Familie aus Overath bei mit dem Hinweis, »solche Dinge geschähen wegen weitaus geringerer Beträge«. In das an »seinen« Scheidungsrichter adressierte Kuvert hatte er Fäkalien gestopft und angekündigt, er werde den Richter lynchen und umbringen lassen, wenn die Zeit reif sei.
Vor Gericht gab des psychisch kranke Mann alles zu, zeigte allerdings keine Schuldeinsicht. Der Rechtsstaat und die Organe der Rechtspflege hätten ihn im Zuge seines Scheidungsverfahrens gekränkt und abgezockt. Laut Sachverständigengutachten ist der Mann mit einem IQ von 146 überdurchschnittlich intelligent, aber er leidet unter einer unheilbaren schizophrenen Psychose mit »fanatisch-querulatorischen Zügen«. In seinem Verfolgungswahn sehe er sich im »Zentrum einer Verschwörung der behörden und der Justiz«. 1992 hatte der mann einen Aachener Rechtsanwalt mit einem Hockeyschläger niedergeknüppelt. Auch heute noch sei eine nicht unerhebliche Gefahr von ihm auszugehen, befand die 8. große Strafkammer.

Artikel aus: Super Sonntag vom 25.06.2006.


Dazu muss ich nix mehr hinzufügen, außer dass es mich erschüttert hat. Es ist mir immer noch unbegreiflich und wird es wohl immer bleiben, dass selbst angeblich intelligente Menschen so krank sein können. Das folgende Zitat erhält so eine sehr traurige, sogar beklemmende, Bedeutung:

Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit,
dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
Arthur Schopenhauer


Aber erklären tut auch dies nichts. Und als Genie würde ich diese Art von Kranken auch niemals bezeichnen. Nicht, nachdem der Wahnsinn gesiegt hat.

Und die wichtigsten Fragen bleiben wie immer offen: Wie, warum und wodurch wird jemand so? Was ist der Ursprung? Wie kann man sich derart vom Menschen, als der man geboren wurde, entfernen? So vom Leben frustriert kann doch keiner mit auch nur einem Fünkchen Verstand sein. Was bitte hat dieses letzte Fückchen einst vor langer Zeit zum Erlöschen gebracht?

Doch auch ohne diese Fragezeichen wäre es mir unverständlich. Man kann sich als normal funktionierendes, gutmütiges menschliches Wesen eben nicht in solche Furcht einflößenden Monsterkreaturen, an denen jede Intelligenz so vergeudet ist, hineinversetzen. Denn:

Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit,
dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
Arthur Schopenhauer

Karin 25.06.2006, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Ein schöner Trost...

...als Vorsorge für Fälle, wo man sich mal wieder so fühlt. ;)

Keiner ist so verrückt,
dass er nicht noch einen Verrückteren findet,
der ihn versteht.

Friedrich Nietzsche

Aber das mit dem Verstehen gefällt mir am besten daran.

Karin 25.06.2006, 07.14 | (0/0) Kommentare | PL

Stolz und Stolz

Wenn jemand stolz auf sich selbst ist, wirkt es meist wie Blasphemie und ausgekochter Narzissmus.
Wie anders gestaltet sich die Sache doch, wenn einer zu jemand anderem sagt:

»Ich bin stolz auf Dich!«

Leicht verblüfft und ein Bisschen auf angenehme Weise verlegen verspüre ich vor Allem eins: Ein Gefühl inniger Dankbarkeit und das Gefühl, dass ich in meinen Stärken und als Ganzes erkannt worden bin. Schön und unbeschreiblich fühlt sich das an. Wie eine sanfte Brise.
Nicht zuletzt: Wer solche Worte ehrlich ausspricht, dem kann ich uneingeschränkt vertrauen. Geborgenheit. Das gibt es auch noch auf dieser Welt. Zuversicht.

Fazit: Diese fünf Worte tatsächlich bekommen ist noch etwas ganz anderes als zu denken, sie zu bekommen, bevor sie überhaupt gefallen sind.

Karin 23.06.2006, 21.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Alles wie gebügelt

Jetzt noch schnell ein paar News, bevor ich für heute auf Sendepause gehe. Allmählich kriecht sie mir doch wieder in die Glieder, die Müdigkeit. Ich werde wohl noch etwas Fernsehen (Nein, kein Fußball, sondern Hook - bringt süßere Träume, falls ich vor der Kiste einschlafen sollte oder auch danach) und dann früh schlafen gehen. Mal sehen, wie lange ich morgen ausschlafe - aber möglichst so, dass ich noch etwas geschafft bekomme, das wird ja wohl gehen.

Tja, die Ruhe habe ich mir schließlich auch verdient, nachdem das Vorstellungsgespräch heute morgen so glatt verlaufen ist. Ganze anderthalb Stunden (die wie im Fluge vergingen) war ich dort - inklusive einem Schreibtest nach Phonodiktat, völlig stressfrei, ein Brief auf Englisch und einer auf Deutsch, wobei ich beim Englischen teils dreimal hinhören musste, wegen Störgeräuschen, Husten und teils undeutlichem Nuscheln auf dem Band. Aber auch das habe ich gemeistert, stellte kein Problem für mich dar. Nur einen Namen konnte ich aus der Lautsprache beim besten Willen nicht dekodieren, doch das ist wohl kein Drama. Auch das Gespräch an sich, das davor und teils danach geführt wurde, verlief super. Ich denke, ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt und einen guten, auch ehrlich interessierten Eindruck hinterlassen (zuvor hatte ich mich ja schon etwas ausgiebiger auf der Homepage der Sozietät informiert, was ich grundsätzlich zu solchen Anlässen mache). Zum Schluss habe ich mich noch kurz mit der Sekretärin unterhalten, eine sehr nette Person, ebenso wie der Patentanwalt, mein Gesprächspartner, und ein weiterer Mitarbeiter, ein Ingenieur und dementsprechend Experte mit ungewöhnlichem Namen, der sofort im Gedächtnis haften bleibt, dem ich während der Tipperei begegnen durfte.

Spätestens bis Ende nächster Woche bekomme ich Bescheid, wie die Entscheidung ausgefallen ist. Wie ich das heraushören konnte, sind es nicht allzu viele Bewerber, die in die engere Wahl gekommen sind, also darf ich mir ruhig begründete Hoffnungen machen (mir ist natürlich klar, dass es noch andere Bewerber gibt, die sie sich anschauen wollen, aber wieso sollte ich mir darüber einen Kopf machen, bevor das Ergebnis feststeht?!). Also, bis jetzt sieht es einfach gut aus, auch vom Gefühl her, und dieses Gefühl werde ich mir bewahren und es als Ansporn nehmen, motiviert weiterzumachen. Wenns was wird, umso besser!

Die zweite freudige Nachricht, die ich Euch nicht vorenthalten will, ist dass sich die Wogen zwischen mir und der Person, die mit dem Frust von gestern zusammenhing, geglättet haben. Sogar eine Entschuldigung habe ich bekommen und Hilfe, und ich habe im Gegenzug Verständnis für die doch recht heftige Reaktion gezeigt.

Dann habe ich noch zwei wichtige, längst überfällige Telefonate erledigt, die ich irgendwie aus nicht vorhandenen Gründen vor mir hergeschoben hatte. noch etwas abgehakt.

Und ich bekam eine Art Rückmeldung aus dem All der Zeit, die sich manchmal sowas von hinziehen kann, obwohl es nur eine Woche war. So fern und doch so nah. Über alle Short Message Services hinweg kann sich doch durch ein paar wohlplatzierte Worte eine unsichtbare Verbindung wieder aufbauen. Worte, die gut tun und das Selbstbewusstsein heben. Sie stehen für sich. Und genau dort sollen sie auch stehen.

Karin 23.06.2006, 21.16 | (0/0) Kommentare | PL

Tarot und so...

Die Herrscherin



Als Tageskarte:


Ein lange geplantes Vorhaben kann heute erfolgreich enden.

Hier sitzt die Weiblichkeit in Person. Die Herrscherin ist das Symbol für Erkenntnis durch emotionale Erfahrungen. Es ist die Karte der Sinnlichkeit, der Leidenschaft, des Genießens, der Fülle, der Erotik.Diese Karte bedeutet: Natürlichkeit, Wachstum, Leben, Mitleben mit der Natur. ~ Fruchtbarkeit

....

Für Sie bedeutet diese Karte etwas Gutes, eine Ermunterung, zu leben und leben zu lassen und nicht jedes Bedürfnis nach Natürlichkeit denkerisch oder planerisch einzudämmen.

Mehr zu dieser Karte:

Lassen Sie sich mittragen vom Leben. Versuchen Sie die ganze Spannweite Ihres Lebensrhythmus anzunehmen und mit zu leben, das heißt, nicht nur die Hoch-Zeit der Freude, sondern auch weniger freudige Zeiten anzunehmen. Die Spannweite des Lebens bewegt sich zwischen den Polen des Lebens.Sie werden also ermuntert, den "Herrscherin-Aspekt" in Ihrem Leben einzusetzen, positiv einzusetzen. Um einen Aspekt sicher positiv einsetzen zu können, ist es fast unumgänglich, die Kehrseite des Aspektes auch zu kennen. Haben Sie also ein Augenmerk auch darauf: Haben wir einmal entdeckt, wie wohltuend es ist, das Leben fließen zu lassen, so sollten wir darauf achten, nicht in die Falle zu tappen, jegliche sich aufdrängende Maßnahme in den Wind zu schlagen, welche notwendig ist, dem Leben eine gewisse Ordnung zu geben. Zuviel Ordnungsregeln und Lebensprinzipien ersticken den natürlichen Lebensfluss - zuwenig geht in Richtung Chaos. Jedem von uns ist aufgegeben, hier ein gesundes Maß zu finden - immer von neuem.

Sie ist auch das Symbol der "großen Mutter" und der fruchtbaren Erde. Lassen Sie sich von Ihrem Herzen leiten, spüren Sie Ihre ursprüngliche sinnliche Natur und sagen Sie ja zu der Liebe für alles Schöne. Lassen Sie Ihren Alltag zur Meditation werden. Sie befinden sich in einer kreativen Phase Ihres Lebens.



Hat zwar alles nicht viel mir der Frage zu tun, die ich gestellt hatte, und passt auch nicht wirklich dazu. Aber das scheint ja auch nicht der Sinn der Sache zu sein. Es ist ja schließich bloß eine Inspiration ... ;-)

Und was mir am besten gefällt, habe ich mal farbig hervorgehoben - als Mahnung und stetige Ermutigung. Nicht, weil ich zu viel plane, sondern im Gegenteil, um kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mal wieder anscheinend keinen Plan habe, obwohl ich ja eigentlich "nur" dem Fluss des Lebens lausche und was mir sein Geplätscher zu sagen hat. Bin ja auch nicht kleinkariert. Aber Herrscherin über mein Reich ... zugegeben manchmal auch eine Baroness (jedoch eine, die ihren Thron aber immer selber abstaubt).

Da fällt mir ein: Ich habe ja auch eine Namenstasse und einen Schlüsselanhänger "Karin, die Regierende" (schon lange, beides unabhängig voneinander geschenkt bekommen). Der Spruchtext:

Als wärst Du geboren in uralter Zeit,
So bist Du zum Lenken und Herrschen bereit.
Doch brauchst Du nicht Zepter, noch Thron oder Krone,
Du regierst uns, wenn's sein muss, auch ganz und gar ohne.

Bevor Ihr jetzt aber ehrfürchtig oder respektvoll ängstlich auf die Knie geht: Ich selbst sehe mich nicht so. Mich selbst zu beherrschen reicht mir schon. ;-) Ich bin noch immer eine ganz Liebe, die sich im Gegenteil sogar oft klein macht.

Auch eine Tarotkarte ziehen?

Karin 23.06.2006, 16.52 | (0/0) Kommentare | PL

Anders eben

Zu 40 % sind Sie:

Du bist aus einer anderen Welt mit ziemlicher Sicherheit! Du hast einen ganz anderen Stil und wahrscheinlich ist dir alles egal... dich würde ich gern mal kennen lernen!

Dieses Profil hatten 13.05 % der 2859 Quizteilnehmer!

Schön. Ich weiß - ich komme ja nicht umsonst aus dem Lande Utopia! :-D

Karin 22.06.2006, 23.55 | (0/0) Kommentare | PL

Hörsturz

In letzter Zeit (sagen wir, etwa zwei Wochen lang) war mein linkes Ohr irgendwie verstopft (nein, kein Ohrenschmalz - ich reinige meine Ohren regelmäßig!!!). Es fühlte sich an, als wäre Watte darin, und entsprechend musste fast die ganze Hörarbeit vom anderen Ohr geleistet werden. Gut, da ich meistens auf der rechten Seite schlafe, war dieser Umstand nachts beim Schlafen ja noch ganz praktisch, da ich so den nervigen Straßenlärm weniger laut hörte. Aber sonst war das doch eigentlich mehr unangenehm und ungewohnt. Auch für meine Mitmenschen, die zwar meine manchmal schrille Stimme kennen, die aber in diesem Zeitraum sicherlich zu mehr Unannehmlichkeiten geführt hat als sonst. Die Szene bei der Abschlussfeier für die diesjährigen Absolventen auf dem Berufskolleg zum Beispiel, wo ich letztes Jahr verabschiedet worden war, und wo ich am Montag zu Besuch war, werde nicht nur ich niemals vergessen: Vor der Aulatür, wo noch das offizielle Programm ablief, begann ich ein Gespräch mit meinen damaligen Mathelehrer. Ich hatte ihm gerade kurz in einem Satz meine momentanen beruflichen Situation geschildert und merkte dann auch selbst, dass ich viel zu laut - und das auch noch in den Raum hinein - gesprochen hatte, so dass es an den Wänden ringsum schallte und wohl keinem das entgangen sein musste. Wir setzten ein paar Schritte von der Innentür zur Aula zurück und ich erneut zum Sprechen an, weil ich ja noch erzählen wollte, was ich davor getan hatte (ich war ja nicht ein Jahr lang ununterbrochen arbeitslos und wollte diesen Eindruck auch keineswegs erwecken; vor Allem aber wollte ich meine letzte Tätigkeit erwähnen, die ich so toll fand und die mir so viel mit auf den Weg gegeben hat, obwohl ich leider nicht übernommen werden konnte). So weit kam ich aber gar nicht, denn auch der zweite Ansatz scheiterte an dern Lautstärke. Peinlich, peinlich. Wir einigten uns darauf, uns später weiter zu unterhalten, wozu es dann nicht mehr kam. (Dafür redete ich noch mit ein paar anderen Lehrern, mit einigen kürzer als erwartet, weil sie es entweder eilig hatten oder anderweitig beschäftigt waren.)

Und nun zurück zum Thema: Ich hatte eigentlich heute vorgehabt, einen Termin beim Ohrenarzt zu machen, weil mir die Sache doch allmählich Sorgen bereitete (was wäre nur gewesen, wenn dasselbe mit dem anderen Ohr dann auch noch passierte? Taub wollte ich schließlich auch nicht werden).

Aber dann kam plötzlich das Wunder: Es machte Knacks! Und auf einmal war die Taubheit auf dem linken Ohr weg. Einfach so. Als wäre nichts gewesen. Ich weiß zwar jetzt immer noch nicht, was damit los war, aber ich bin geheilt! Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für ein befreiendes, erleichtertes Gefühl das ist. In den ersten paar Minuten kam mir die Welt zwar richtig laut vor. Doch an den Lärm, der vorher auch immer so alltäglich war, werde ich mich wohl auch wieder gewöhnen.

Und: Ich werde dieses Erlebnis als stetiges Mahnmal an mich selbst sehen, sprich werde wohl nie wieder unwissentlich die Ohren meiner Mitmenschen überstrapazieren, wenn es sich vermeiden lässt. Ich kenne jetzt noch mehr den Unterschied zwischen laut und leise. Vor allem aber ist mir jetzt noch deutlicher bewusst, was für ein Geschenk es ist, hören zu können.

Karin 22.06.2006, 14.42 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Hatschi!

Erste Pollenattacke des Tages mit Rotem-Augen-Effekt. Na toll! Aber das Fenster bleibt offen!!! Und damit basta. Also dann: Gesundheit! Danke *ins aromatisierte Taschentuch schnief*. Und gleich gibt es 'ne geballte Ladung Heuschnupfenabwehr von Zirkulin. Zeigt zwar kaum Wirkung, aber ich wo ich schon mal mein Geld dafür ausgegeben habe ...

Karin 22.06.2006, 09.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

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den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.

Oscar Wilde (1854-1900)


Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


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