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Entspannung = grundlegend wichtig

Es gibt Situationen, da bin ich nicht entspannt.
Zum Beispiel, wenn ich in einer Gruppe eng mit Menschen zusammensitze, weil nicht genug Platz da ist. Überhaupt, wenn es so eng ist, dass ich nicht genügend Raum um mich herum habe, mich frei zu bewegen, ohne irgendeinen Menschen anzustoßen. Ähnlich ist es demnach in überfüllten Bahnen, oder wenn mir in einer solchen jemand direkt gegenüber sitzt (letzteres nur manchmal). Generell bei Massenaufläufen.
Nein, ich bin nicht klaustrophobisch. Weder schnürt es mir die Kehle zu noch habe ich Angst vor solchen Situationen - nichts dergleichen. Ich meine, die meisten solcher Situationen sind im Leben doch normal - und den Rest (Massenveranstaltungen) kann man ja meiden, wenn man es nicht will. Es ist nur einfach so, dass es mir unangenehm ist, wenn es so eng ist, dass man sich quasi "auf die Pelle rückt", erst Recht bei fremden Menschen (wie es im Beispiel mit der überfüllten Bahn, bei Massenveranstaltungen etc. der Fall ist). Es gibt eine bestimmte unsichtbare Grenze - wenn die unterschritten wird, werde ich verkrampft bis innerlich nervös. Auf Dauer macht sich dies natürlich auch nach außen bemerkbar (ich möchte das nicht hier im Blog näher ausführen). Zumal, wenn dann noch Hektik o.ä. dazukommt.
In Kombination mit Hektik kann es da sogar passieren, dass ich letztendlich irgendwann verwirrt reagiere.

Andere Situationen, die mich für gewöhnlich stressen:
- wenn ich in Eile bin.
- wenn etwas nicht so klappt, wie es sollte.
- wenn ich feststelle, dass mit großem Aufwand getätigte Mühen umsonst und/oder nicht von Erfolg gekrönt waren.
Aber auch (unterschiedlich - mal mehr, mal weniger - je mehr im Laufe eines bestimmten Zeitraumes dazu kommt, desto ausgeprägter und desto stärker letztendlich die Auswirkung):
- Reizüberflutung, die mich im Endeffekt ermüden kann. Damit meine ich nicht nur Reizüberflutung durch die Sinne, sondern allgemein. Alles, was mich irgendwie an- oder aufregt, stresst oder kribbelig macht, kann dazu beitragen. Natürlich stressen mich grelles Licht (besonders stark empfunden bei starker Müdigkeit) oder laute, unangenehme Geräusche. Für sich genommen jedoch weniger, als wenn einiges davon zusammenkommt, inklusive seelischer Empfindungen und (evtl.) Gedanken.
- manchmal: neue Situationen.
- generell: Konfliktsituationen, sowie peinliche Situationen.

Gerade deswegen - weil es für mich im eigenen Interesse von so grundlegender Bedeutung ist - ist es wichtig, Methoden zu finden, die mich entspannen. Also auch Dinge, die ich schnell und einfach vor Ort durchführen kann; es muss nichts Zeitaufwändiges oder Umständliches sein.
Es gibt da einige Dinge, die mich entspannen können, oder auch helfen, nach einer stressigen Situation "wieder runterzukommen". Hier eine kleine, weitgehend unsortierte Aufzählung:
  • ein paar Mal ganz bewusst tief durchatmen
  • einen Gegenstand, oder ein beruhigendes Bild, oder eine Flamme o.ä. aufmerksam betrachten
  • einen ruhigen Ort (nicht unbedingt DEN stillen Ort ;)) aufsuchen und einige Minuten in bequemer Position dort verharren, bis ich wieder entspannter bin
  • Wasser, ob fließend in Form eines Flusses oder Baches, oder stehend sich leicht kräuselnd; sowie das Rauschen von Blättern
  • Autosuggestion
  • der Duft von Rosmarin
  • die Farben, Blau, Violett, Schwarz, Dunkelbraun und Dunkelgrün
  • ein kurzer, einsamer Spaziergang
  • ein Bad
  • ein Buch (Roman - Sachbücher finde ich nicht so entspannend - auch nichts, was mich zu sehr aufregen würde)
  • Musik (nicht zu laut, und auch nicht gerade Techno = wäre für diesen Zweck ungeeignet ;))
  • eine Tasse Tee, am besten selbst aufgebrüht, und bewusst genossen
  • kreative Tätigkeiten (Fotos bearbeiten, schreiben, zeichnen...)
  • evtl. Yoga (wäre eine Option); andere Meditationsformen

Bestimmt würden mir noch einige Dinge mehr einfallen; aber als Überblick soll dies genügen.
Kennt Ihr weitere Dinge, die Euch persönlich entspannen? Zur schnellen Entspannung zwischendurch, oder für die Ihr Euch nach einem langen Tag ganz bewusst Zeit nehmt?

Ich denke, die oben genannten, akuten Entspannungs-Maßnahmen können mir letztlich auch helfen, mehr INNERE, mentale und psychische, Entspannung zu erlangen. Eine gelassenere innere Haltung einzunehmen, so dass ich z. B.
a) Dinge auch mal als gegeben hinnehmen kann, ohne über alles Mögliche und jede kleine Einzelheit nachdenken zu müssen,
b) in dem Zusammenhang auch nicht so viel in alles hineininterpretieren,
c) mich nicht für alles, was mich betrifft, rechtfertigen muss, geschweige denn mir vieles zu sehr zu Herzen zu nehmen,
d) usw. usf.

Umgekehrt führt die innere Gelassenheit auch wieder dazu, dass ich äußerlich entspannter bin.
Es greift also beides ineinander über... daher lohnt es sich immer, aktiv zur eigenen (so weit es eben geht) Entspannung beizutragen. Ich kann nur dabei gewinnen. :)

Karin 10.04.2008, 22.32

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Volker Bretz

Da hast du eine Menge toller Techniken und Tipps zusammengefasst.
Übrigens: Es gibt eine Menge Entspannungsanleitungen als mp3 Datei im Netz... Da kann der PC einen in die Meditation führen. Z.B. in Podster Hier klicken (das sind allerdings die, die ich selbst besprochen habe - :smile: ich hoffe, das gilt jetzt nicht als Spam...

vom 16.04.2008, 09.41
Antwort von Karin:

Nein, keine Sorge. Das ist kein Spam. Unter Spam verstehe ich etwas anderes. Die Anleitungen sind sicherlich interessant - wenngleich ich persönlich sie mangels funktionierender Lautsprecher leider nicht hören kann.
Mit Yoga allgemein werde ich mich bestimmt noch bei Gelegenheit näher befassen. Es gibt ja sooooo viele verschiedene Yoga-Arten, dass die Auswahl der für einen selbst geeignetsten wahrhaft nicht leicht fällt...
2. von Streunende Wölfin

Huhu liebe Karin :) :)

erst mal ganz herzlichen Dank für deine vielen Denkanstöße und deinen tiefgehenden Kommentar bei mir - mir bringt das sehr viel - auch die Links zur Autosuggestion, denn genau damit möchte ich es versuchen ;)

Dieser Eintrag von dir ist wieder sehr vielschichtig und interessant .. ich hab einen Link dazu in meinen Blog gesetzt - hoffentlich ist das okay für dich? - und werde das Thema auf jeden Fall noch aufgreifen .. leider rennt mir grad mal wieder die Zeit davon ;) (ich will zu viel .. seufz)

Ich wünsch dir ein wunderschönes Wochenende .. bis bald :)

ganz liebe Grüße,
die Streunende

vom 11.04.2008, 17.43
Antwort von Karin:

Natürlich ist das Verlinken OK. Wenn ich irgendetwas dagegen hätte, hätte ich diesen Beitrag wohl auch nicht geschrieben; oder ihn passwortgeschützt. ;)
Liebe Grüße, und ein schönes Restwochenende! Karin

1. von Kalle

Hallo Karin,

Tipps zum Entspannen wirken bei jdem anders. Mich beruhigt es, wenn ich z.b. plätscherndes Wasser höre, schöne Pflanzen betrachte, oder im garten twas arbeiten kann. Musik (Enya oder Loreena Mckennitt), ein Waldspaziergang, oder wenn jemand meine Hand hält. Überhaupt beruhige ich mich, wenn ich mich aufgeregt habe, am besten durch meinen Freund. Seine Streichlinheiten bringen meinen Puls von 180 zurück in den Normalbereich, und wenn ich nicht schlafen kann, genügt ein kurzes Kuscheln, um mich sanft schlummern zu lassen. Das klingt zwar vielleicht nicht fair, doch bei mir wirkt es am besten. Denn autogenes Training, Qi gong, oder Progressive Muskelentspannung sind zwar hilfreich, doch helfen sie nicht so schnell.Aber als Entspannungsmethode finde ich Qi Gong am harmonischsten und am besten geeignet zu mehr Ruhe zu finden,

liebe Grüsse Kalle

vom 11.04.2008, 15.56
Antwort von Karin:

Ja, jeder hat eben seine Methoden. Und ja, Streicheln hilft auch. :-)
Qi Gong finde ich höchstens dazu geeignet - mental zu entspannen. Wenn man nämlich im Umgang mit diesen Kugeln ungeübt ist, kann es zu "lustigen" krampfartigen Bewegungen der Hand kommen. Wenn man das länger als fünf Minuten machen würde, käme vielleicht sogar ein Muskelkater im ganzen Unterarm dazu. ;-)
LG Karin

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