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Innovation: Solarturmkraftwerk

In Jülich ist in dieser Woche in Anwesenheit von Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben der Startschuss für ein in seiner Art weltweit einzigartiges solarthermisches Versuchs- und Demonstrationskraftwerk gefallen. Das geplante Solarturmkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 1,5 MW und soll 2008 in Betrieb gehen. Betreiber der Anlage sind die Stadtwerke Jülich.

»Das Solarkraftwerk ist ein Meilenstein auf dem Weg zur CO²-freien Stromerzeugung. Es bietet die Chance, die technologische Vorreiterrolle NRWs zur Nutzung erneuerbarer Energien weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen«, unterstrich Ministerin Thoben. Ziel sei es, durch dieses Projekt eine solide Basis für eine kontnuierliche Weiterentwicklung dieser Technologien zu schaffen und die derzeitige Marktführerschaft des deutschen Anlagen- und Maschinenbaus und damit heimische Arbeitsplätze zu sichern, so die Ministerin. Für diese neue umweltfreundliche Technologie gebe es einen stark wachsenden Markt, vor allem in sonnenreichen Ländern. Dort könnten solarthermische Kraftwerke im MW-Maßstab als kostengünstige Option einen erheblichen Teil des zukünftigen weltweiten Strombedarfs decken. (...)


Bei dem Solarturmkraftwerk aus dem Gelände der Stadt Jülich handelt es sich um ein konventionelles Dampfkraftwerk mit »solarer Feuerung«. Die bislang mit Öl, Gas und Kohle befeuerte herkömmliche Brennkammer wird durch eine solare Brennkammer ersetzt. Dabei werden umweltverträgliche betriebsstoffe wie Wasser, Dampf und Luft zum Einsatz kommen. bei Sonnenschein richten sich die Spiegel (Heliostate) so aus, dass das Sonnenlicht auf den Turm reflektiert wird. Durch starke Konzentration der Sonneneinstrahlung entstehen an der Spitze des Turms im so genannten Receiver Temperaturen, wie sie auch bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen auftreten. Dadurch wird im Receiver Luft auf bis zu 1000C erhitzt. Die so gewonnene Energie erzeugt Wasserdampf, der eine Turbine antreibt. Der erzeugte Strom fließt anschliießend in das öffentliche Netz.

Schwankungen im Leistungsangebot der Sonneneinstrahlung sollen mittels eines neuartigen Speichers ausgeglichen werden. Dadurch kann die Stromerzeugung im Kraftwerk unabhängiger von der Sonneneinstrahlung und damit auch verbrauchsorientierter werden. Diese innovativen Komponenten des Kraftwerks sind beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln entwickelt und patentiert worden und wurden bereits in Almeria in Spanien erfolgreich erprobt. In Jülich wird nun erstmals das Gesamtsystem aus den Solarkomponenten und den herkömmlichen Kraftwerksteilen entwickelt und getestet. In Zukunft könnte das Kraftwerk bei fehlender Sonneneinstrahlung auch konventionell mit Biomasse betrieben werden. Langfristig ließe sich mit Hilfe der Turmtechnologie sogar der Wasserstoff durch Sonnenenergie erzeugen.

Artikel aus: Super Sonntag vom 09.07.2006


(Die herausgeschnittene Passage enthält ein paar Zahlen und Fakten zu den Kosten, wer daran beteiligt ist und wie es finanziert wurde. Da ich denke, dass es hier nicht so interessant ist, habe ich es weggelassen.)

Karin 09.07.2006, 17.57

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