Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Lebenswelt

Mediterranes Flair

Manchmal wirkt eine Stunde Siesta halten (davon etwa die Hälfte mit tatsächlichem Schlaf und die andere Hälfte einfach ruhig liegend vor sich hindösend) mehr als viele Liter Kaffee, vor Allem, wenn man nachts doch recht wenig geschlafen hat. Ich fühle mich jedenfalls wieder fit und bereit, doch noch etwas an diesem heißen Tag anzufangen. Aber erstmal stärken, Mittagessen. Es gibt: Spaghetti mit Tomatensoße. Ist ja nicht zu deftig für das Wetter. Nicht, wenn man wirklich Hunger hat. Und gegen Warmes habe ich auch nichts - schlimmer wäre es wohl jetzt, seinen Kreislauf einen Kälteschock zu versetzen. Ich denke, ich gewöhne mich allmählich an diesen mediterranen Sommer. Muss ich ja. Es gibt keinen anderen. Die Klimaerwärmung und -verschiebeung wird ganz bestimmt nicht auf die Schnelle einen Rückwärtsgang einlegen. Also machen wir das Beste draus! Und lassen das gemächliche Tempo zu, in dem im Moment alles abläuft. Dafür ist es dann mindestens genauso gut - und für uns selbst noch besser. Immer ein bisschen tun, und immer schön die Pausen einhalten. Sich auch mal nachmittags das Liegen auf der faulen Haut gönnen, draußen die Sonne genießen, damit man auch wenigstens etwas Bräune bis zum Ende des Sommers abbekommt (mit hellem Hauttyp dauert es immer etwas länger). Mediterranes Leben - ein Hauch von Dolche Vita. Sich dem Klima, der Laune der Natur anpassen. Das heißt nicht, sich gehen zu lassen. Aber man wird so glücklicher, zufriedener, und letztlich erfolgreicher. Weil man in seinem eigenen Rhythmus arbeitet. Im Einklang mit sich selbst.

Karin 04.07.2006, 14.42 | (0/0) Kommentare | PL

Zu sich selbst finden

In den letzten Tagen ging es mir nicht so gut. Nicht nur, weil sich die Zeit meiner Arbeitslosigkeit in die Länge zog und die mangelnden (aber niemals ganz schwindenden!) Aussichten auf Erfolg auch irgendwann an einen selber zehrt. Ich hatte mich auch etwas zurückgezogen (was meine normale Methode ist, zu mir selbst zurückzukommen, ohne dabei anderen mit meinem Gejammer oder ähnlichem zur Last zu fallen; mein Lebensverlauf lehrte mich, mit allem allein fertig zu werden und meine Lösungen selbstständig zu finden). Was ich tat, erledigte ich eher lustlos. Was ich nicht tat, erhob sich zu einem demotivierenden Berg, den ich erstmal wieder abtragen musste. Gedanken kreisten, fanden aber letztlich doch kein Ventil nach draußen. Zusätzlich machte mir die Hitze zu schaffen; man kann jedenfalls nicht sagen, dass dieses Wetter zu besonders reger, auch körperlicher, Aktivität verleitet. Aber irgendwie lief es schon immer weiter, so wie es immer im Leben ist.

Auch jetzt hat sich objektiv gesehen an meiner Situation noch nichts geändert. Meine innere Einstellung hingegen schon. Ich bin wieder optimistischer und bereit, meinen Weg weiterzugehen. An dieser Baustelle namens Leben weiterzubauen. Steinklotz auf Steinklotz zu setzen, damit daraus später mein Haus entstehen kann. Ich hatte meine Auszeit, wenn auch ursprünglich nicht ganz gewollt (sehe aber ein und akzeptiere für mich, dass sie wohl notwendig war), und bin nun regeneriert und gestärkt, um auf frischer Tat voranzuschreiten. Ich lasse mich nicht von einem Schicksal beugen, das nicht meines sein sollte. Bis zu einem gewissen Grad bin ich vielleicht auch tatsächlich selbst dafür verantwortlich - weil ich mich in den falschen Blickwinkel geneigt habe; weil ich zu sehr das Negative und zu wenig die Sonnenstrahlen gesehen habe. Weil ich mich selbst in den Schatten hinabgebeugt habe, anstatt aufrecht jedem Lichtstrahl entgegenzugehen, der sich mir zeigte. Und nebenbei weiterzuleben. Auch für andere Menschen.

Wenn man sich zu viel vornimmt, geht das meistens in die Hose. Das kann manchmal sogar denselben Effekt haben, als sich zu wenig vorzunehmen. Man bewegt sich letztlich nicht vom Fleck bzw. rennt auf der Stelle wie auf einem Laufband und dabei doch von sich selbst weg. Nur wenn man im Einklang mit sich selbst ist und sich im Klaren darüber ist, wer man überhaupt ist, wo man im Leben steht und was man erreichen will, kann man aus diesem Hamsterrad ausbrechen. Wenn man dann noch Verständnis, Rückhalt oder gar seelischen Beistand von anderen (und sei es auch nur wenigen) Menschen erhält, gibt das einen zusätzlichen Schub und macht auch Mut, diesen Schritt nach vorn zu tun. Und es bestärkt.

Es sind manchmal die kleinen Dinge, die das Lächeln auf dem Gesicht zurückkehren lassen. Und sei es auch nur eine SMS oder ein simples, aber intensives Telefonat mit einem Menschen, zu dem man einen unsichtbaren Draht hat. Mir gab es nicht nur meine Lebensfreude, sondern auch den Glauben an mich selbst und meinen Stolz zurück.

Denn wenn jemand schon an mich denkt, muss ich es doch auch irgendwie wert sein. Ich muss meinen Wert in Zukunft also nur noch etwas besser verkaufen (womit ich wieder beim Thema wäre und ich den Kreis für diesen Beitrag schließe).

Karin 03.07.2006, 02.06 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL

5 Worte zu...

1. Beschreibe Dich in 5 Worten.
unvergleichlich, unabhängig, unbeirrbar, unbeeinflusst (oftmals), unbegreiflich (manchmal) - Natürlich bin ich nicht nur UN-, aber mir war gerade danach, mein Anderssein zu betonen ;). Sind ja auch an sich positive UN-s. Es ist halt nicht alles so, wie es aussieht.

2. 5 Worte zum heutigen Tag.
ausgeschlafen, häuslich, überraschend, satt, informativ.

3. 5 Worte zum letzten Urlaub.
lange her, Polen, eindrucksvoll, vielseitig, bewegend.

4. 5 Worte zu einem Thema das dich beschäftigt.
hoffnungsvoll, ungewiss, Möglichkeiten nutzen, Motivation.

5. 5 Worte zum heutigen Wetter.
angenehm warm, sonnig, mit einigen Wolken.

entdeckt bei None.

Karin 28.06.2006, 23.31 | (0/0) Kommentare | PL

Meine Zeit

Beim Aufstehen heute habe ich wohl in einer anderen Zeit gelebt. Dabei möchte man meinen, dass ausschlafen in der Regel der Gesundheit gut tut. Das hat es auch, und das habe ich gebraucht. Und dennoch war mir, als wäre es sehr viel später. Es war ja auch viel zu warm für diese Uhrzeit, und natürlich stellt sich das Zeitgefühl auf den Kopf, wenn man den Chronometer falsch herum hält. Bemerkt habe ich das erst nach ein paar Tassen Kaffee am Spätstückstisch. Wie erleichtert war ich da, so erleichtert, wie man eben ist, wenn man plötzlich feststellt, dass doch noch mehr Zeit übrig ist als man dachte. Es ist, als wäre einem einfach so Zeit geschenkt worden. Nicht, dass ich nicht momentan noch genug davon hätte. Ob ich sie auch immer adäquat nutze, ist eine andere Sache. Jedenfalls, als mir die Schuppen meines erholsamen Gesundheitsschlafes von den Augen fielen, habe ich mir erst Recht Zeit genommen. In Ruhe die Zeitung zu lesen. Jeden Bissen genussvoll zu kauen, bevor ich ihn hinunterschluckte. Für meinen Schönheitsaufenthalt im Bad. Bloß kein Stress.

Nachdem der übliche Haushalt geschafft war, habe ich dann noch die Nachmittagssonne im Garten genossen und etwas gelesen, bevor ich mich auf mein Fahrrad geschwungen habe, um den Samstagseinkauf zu erledigen. Dabei über ein paar wahnsinnige, Auto fahrende Fußballfans, die hupend mit Fähnchen aus dem Schiebedach hinausgrölen, innerlich den Kopf geschüttelt (heute war es so extrem wie nie, woran man merkt, dass es auf das Finale zugeht - bin froh, wenn es vorbei ist). Nun, ich habe Besseres zu tun. Stellenanzeigen durchforsten zum Beispiel. Und Bloggen. ;-) Nur nicht unbedingt in der Tageshitze, wenn hier oben auf der ersten Etage ein Kopfschmerzenklima herrscht, während es unten noch angenehm ist.

Ich wünsche Euch allen einen schönen, nicht zu heißen Sonntag mit viel Zeit -ohne sie allzu vollzupacken. Ich persönlich habe schon einen Grund, mich darauf zu freuen, denn ich werde morgen auf einer Foto-Vernissage vorbeischauen, wo ich wahrscheinlich sie wiedersehen und vielleicht auch Bekanntschaft mit ihr machen werde.

Ja, ich lebe meine Zeit und bin immer wieder gespannt, was jeder Tag davon so bringen mag.

Karin 24.06.2006, 21.53 | (0/0) Kommentare | PL

Alles wie gebügelt

Jetzt noch schnell ein paar News, bevor ich für heute auf Sendepause gehe. Allmählich kriecht sie mir doch wieder in die Glieder, die Müdigkeit. Ich werde wohl noch etwas Fernsehen (Nein, kein Fußball, sondern Hook - bringt süßere Träume, falls ich vor der Kiste einschlafen sollte oder auch danach) und dann früh schlafen gehen. Mal sehen, wie lange ich morgen ausschlafe - aber möglichst so, dass ich noch etwas geschafft bekomme, das wird ja wohl gehen.

Tja, die Ruhe habe ich mir schließlich auch verdient, nachdem das Vorstellungsgespräch heute morgen so glatt verlaufen ist. Ganze anderthalb Stunden (die wie im Fluge vergingen) war ich dort - inklusive einem Schreibtest nach Phonodiktat, völlig stressfrei, ein Brief auf Englisch und einer auf Deutsch, wobei ich beim Englischen teils dreimal hinhören musste, wegen Störgeräuschen, Husten und teils undeutlichem Nuscheln auf dem Band. Aber auch das habe ich gemeistert, stellte kein Problem für mich dar. Nur einen Namen konnte ich aus der Lautsprache beim besten Willen nicht dekodieren, doch das ist wohl kein Drama. Auch das Gespräch an sich, das davor und teils danach geführt wurde, verlief super. Ich denke, ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt und einen guten, auch ehrlich interessierten Eindruck hinterlassen (zuvor hatte ich mich ja schon etwas ausgiebiger auf der Homepage der Sozietät informiert, was ich grundsätzlich zu solchen Anlässen mache). Zum Schluss habe ich mich noch kurz mit der Sekretärin unterhalten, eine sehr nette Person, ebenso wie der Patentanwalt, mein Gesprächspartner, und ein weiterer Mitarbeiter, ein Ingenieur und dementsprechend Experte mit ungewöhnlichem Namen, der sofort im Gedächtnis haften bleibt, dem ich während der Tipperei begegnen durfte.

Spätestens bis Ende nächster Woche bekomme ich Bescheid, wie die Entscheidung ausgefallen ist. Wie ich das heraushören konnte, sind es nicht allzu viele Bewerber, die in die engere Wahl gekommen sind, also darf ich mir ruhig begründete Hoffnungen machen (mir ist natürlich klar, dass es noch andere Bewerber gibt, die sie sich anschauen wollen, aber wieso sollte ich mir darüber einen Kopf machen, bevor das Ergebnis feststeht?!). Also, bis jetzt sieht es einfach gut aus, auch vom Gefühl her, und dieses Gefühl werde ich mir bewahren und es als Ansporn nehmen, motiviert weiterzumachen. Wenns was wird, umso besser!

Die zweite freudige Nachricht, die ich Euch nicht vorenthalten will, ist dass sich die Wogen zwischen mir und der Person, die mit dem Frust von gestern zusammenhing, geglättet haben. Sogar eine Entschuldigung habe ich bekommen und Hilfe, und ich habe im Gegenzug Verständnis für die doch recht heftige Reaktion gezeigt.

Dann habe ich noch zwei wichtige, längst überfällige Telefonate erledigt, die ich irgendwie aus nicht vorhandenen Gründen vor mir hergeschoben hatte. noch etwas abgehakt.

Und ich bekam eine Art Rückmeldung aus dem All der Zeit, die sich manchmal sowas von hinziehen kann, obwohl es nur eine Woche war. So fern und doch so nah. Über alle Short Message Services hinweg kann sich doch durch ein paar wohlplatzierte Worte eine unsichtbare Verbindung wieder aufbauen. Worte, die gut tun und das Selbstbewusstsein heben. Sie stehen für sich. Und genau dort sollen sie auch stehen.

Karin 23.06.2006, 21.16 | (0/0) Kommentare | PL

Guten Morgen allerseits!

Hey, es klappt ja richtig gut mit dem Frühaufstehen! Nun kann der bewusst voll bepackte, geschäftige Tag losgehen. Während der Kaffee noch durchläuft, beginne ich mit einer aufmunternden, frischen Jogger- - pardon - Bloggerrunde und grüße dabei ein paar Nachbarn (mit oder ohne Hund ;-) - die echten waren in den letzten Tagen ja schon dran, nur die niedliche kleine Hündin wollte sich nicht mit mir einlassen; es könnte ja sein, dass ich vom Mars komme und das ältere Frauchen vor mir beschützt werden muss :-)) begrüßen. Dazu gibt es schon mal einen leckeren Kalinka Kefir zum Fitwerden und ganz nebenbei mache ich noch ein wenig Fingergymnastik auf der Tastatur und zur Abwechslung auf der Mouse. Und auch meine Augen kommen in Schwung, während sie von links nach rechts gehen, um die tollen, unterhaltsamen, verblüffenden und auch geistreichen (Frühstück und Sport fürs Gehirn - natürlich frei Haus geliefert!) Texte aufzunehmen und an die hintere Großhirnrinde - oder welchen genauen Bestimmungsort auch immer, Adresse unbekannt, aber Hauptsache es kommt an :-) - weiterzugeben.

Also, der einzige, der heute etwas verschlafen war, war mein PC - so lange, wie mein Wordprogramm gebraucht hat, um in die Gänge zu kommen. In der Zwischenzeit wäre ich schon zehn Mal aufgestanden, wenn ich nicht schon auf gewesen wäre (Oder was denkt denn Ihr? Dass ich im Liegen surfe? *g*). Übrigens ist es die Hitze (zumindest Drinnen, draußen ist es ja angenehm), die wahrscheinlich dazu beigetragen hat, mich so schnell aus dem Bett zu scheuchen. Noch im Halbschlaf hatte ich nämlich gedacht, es wäre schon viel später, und hell war es ja auch. Umso überraschter war ich dann, als mir die grüne Digitalanzeige auf dem Wecker erst 7:45 Uhr anzeigte, es also kein Wunder war, dass ich ihn noch nicht gehört hatte, weil sein Einsatz noch gar nicht gekommen war (ich hatte ihn auf acht Uhr gestellt)!

So, jetzt wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Tag und düse mal los - erst einmal virtuell und dann tatsächlich zu meinem heutigen Tagwerk.

Karin

Karin 22.06.2006, 08.35 | (0/0) Kommentare | PL

Meine Mühen tragen Früchte!!

Endich mal eine gute Nachricht, die ich nur zu gerne verbreite: Ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, diesmal bei einer Rechtsanwaltssozietät, als Fremdsprachenkorrespondentin mit Englisch. Es ist übrigens das erste Bewerbungsgespräch nach dem Ende meiner letzten Tätigkeit, bei dem es sich NICHT um eine Zeitarbeitsfirma handelt (von denen man dann immer nur hört: »Wir melden uns, wenn wir irgendetwas für sie haben«, was dann erfahrungsgemäß meist auf ein desillusionierendes »Nie« oder auf eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen nach einigen Wochen »mit freundlichen Grüßen« hinausläuft).

Super! ich freue mich, endlich wieder eine Perspektive zu haben, besonders nach den letzten paar Tagen! Das motiviert. Und es ging so schnell -. am Sonntag hatte ich mich erst auf diese Stelle beworben. Nun geht es erst einmal darum, am Freitag einen positiven Eindruck zu vemitteln. Ich freue mich dabei über alle gedrückten Daumen - egal ob im Stillen oder offiziell.

Ja, es geht wieder aufwärts - ganz bestimmt! Natürlich hoffe ich, genommen zu werden. In jedem Fall aber gibt es mir die Zuversicht zurück, dass es auch für mich ein berufliches und allgemeines Weiter gibt.


Karin 21.06.2006, 20.45 | (0/0) Kommentare | PL

Wann lichtet sich der Nebel?

In den letzten Tagen war ich irgendwie durch den Wind. War wohl nicht meine Woche. Am Montag hatte ich ja noch etwas Ablenkung durch das Alltagsgeschehen - Vater in den Türkei-Freundesurlaub verabschiedet, Heizungsmann reingelassen, werkeln lassen und wieder gehen lassen, Haushalt etc. Auch zwischendurch hatte ich im Laufe der Woche mehr oder weniger aktive Phasen (Jobbemühungen, Putzen, Wäsche) und fand im Schreiben teilweise ein Ventil für meine Gedanken. Aber im Großen und Ganzen hatte ich eher das Gefühl, dass das, was ich tat, nur eine Fassade war. Früher oder später verwirrte ich mich doch wieder in mein eigenes Gedankenknäuel, das mich bedrückte. Ich machte mir Sorgen, die sich wahrscheinlich als unbegründet erwiesen. Als ich noch Zweifel hatte, ob an meinen Befürchtungen nicht doch etwas dran wäre, machte ich womöglich durch den Versuch einer Klärung alles nur noch schlimmer. Nichts wollte mir gelingen, denn was ich tat, machte ich meist falsch (nicht grundsätzlich, ich spreche nur von meiner allgemeinen Stimmung diese Woche - und Ausnahmen bestätigten auch hier die Regel).

Im Gegenzug fand ich es schön, heute überraschend Besuch von meiner Tante und meiner Cousine zu bekommen, die für diese Woche aus Salzburg mal wieder auf Elternbesuch ist. Es hat gut getan, ein wenig über dies und das zu quatschen. Und der Nudelsalat, den sie mitgebracht hatten, hat auch gut geschmeckt. Solche kleinen Aufmerksamkeiten sind manchmal Balsam für die im eigenen Gefühlskeller eingesperrte Seele, lässt sie wieder einen Spaltbreit Licht sehen. Ebenso wie eine nette Rückmeldung von einer alten Freundin aus Abizeiten zu bekommen, was mich sehr gefreut hat.

Und morgen wird der Spalt noch etwas breiter werden; das muss er auch, denn ich habe morgen wieder ein Vorstellungsgespräch, das auf jeden Fall gut verlaufen soll und ganz bestimmt auch wird! Und auch sonst habe ich in nächster Zeit einiges zu tun - ich BRAUCHE unbedingt einen Job, um auf andere Gedanken zu kommen!!!

Karin 16.06.2006, 00.10 | (0/0) Kommentare | PL

In Bewegung bleiben

Gestern hatte ich wieder ein Vorstellungsgespräch in Köln. Als genau eine Station vor meinem Ziel die U-Bahn eine halbe Stunde im Tunnel steckenblieb, begann nicht nur von der drückenden Hitze der Schweiß von meiner Stirn abzuperlen. Zum Glück war ich aber exakt eine halbe Stunde früher, so dass ich »nur« knapp dran war. Nach dem Vorstellungsgespräch, das im Übrigen ganz in Ordnung war, habe ich dann noch meine Bewerbungsunterlagen an einer anderen Stelle abgegeben. Danach musste ich noch etwas anderes erledigen und habe mir schließlich eine Zwischenstopp in einem Eiscafé gegönnt, wo ich mich erstmal frisch gemacht habe, bevor ich ein erfrischendes Eis genossen habe, während ich noch ein paar Telefonate tätigte und außerdem den erfreulichen Anruf erhielt, dass ich mich am Freitag Nachmittag wieder irgendwo vorstellen darf.

Ich muss sagen, dass mir das Unterwegssein sehr gut getan hat. Zum Einen habe ich, wenn ich auf Achse bin und etwas erledige, das Gefühl, mehr zu schaffen, als wenn ich zu Hause bin. Das Gefühl, mehr zu bewegen, wenn ich mich bewege. Außerdem bekomme ich so einen klareren Kopf. Zu Hause kann ich so viel tun, wie ich will, irgendwann fangen die Gedanken dann doch wieder an zu kreisen, ich mache mir dann über alles Mögliche Sorgen, die sich dann meist (zum Glück!) als völlig unbegründet erweisen ... Es wird allerhöchste Zeit, dass ich wieder einen Job bekomme! Dann kann ich mich wenigstens ablenken, mich von mir selbst distanzieren und so klarer sehen. Bis dahin habe ich halt immer noch meine »Businessausflüge« und freue mich über jede Gelegenheit, mal vom Haus wegzukommen. Erst recht, da das ja nicht immer geht und ich manche Sachen ja nur hier machen kann - Irgendwann werde ich mir wohl doch noch ein Laptop anschaffen; dann kann ich meine Bewerbungen etc. bei schönem Wetter auch an der frischen Luft schreiben. Draußen in der Sonne und im Grünen kommt man einfach mehr auf Ideen und ist allgemein optimistischer. Und wenn dann noch ein leichter Wind weht anstatt der stickigen Raumluft, ist das natürlich am besten.

Karin 14.06.2006, 15.19 | (0/0) Kommentare | PL

Der Längste ...

... Freitag nach der längsten Blogpause seit langem miss augenaufschlag.gif(die lediglich darin begründet lag, dass ich einfach nichts zu schreiben hatte Kreativitätsflaute nennt man das wohl, die ich aber dennoch genossen habe; viel gelesen, das schöne Wetter in unserem frisch gemähten, ansonsten aber ziemlich naturbelassenen Garten genutzt und einiges getan).
Das oben ist übrigens lediglich ein Wortspiel (um Missverständnisse auszuschließen ;-)).
Aber nun zum Freitag:

Vormittags hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Bonn. Noch eine Zeitarbeitsfirma (als Berufsanfänger ist das heutzutage meist eine der wenigen Möglichkeiten, überhaupt an einen Job zu kommen). Leider hatte ich dort erfahren, dass die Sekretärinnenstelle, auf die ich mich ursprünglich beworben hatte, bereits vergeben war. Aber ich bekomme auf jeden Fall Bescheid, wenn wieder etwas Passendes offen ist. Ich war also nicht umsonst da, habe mir mal wieder einen von vielen Wegen geebnet. Mal schauen, ob sich mir einer dieser vielen Wege irgendwann eröffnen wird (ich darf und werde niemals die Hoffnung und Zuversicht aufgeben!). Nach einer Dreiviertelstunde, in der ich außerdem einen Personalbogen und noch ein paar andere Formulare ausfüllen musste, war ich wieder draußen in der Sonne. Dann war ich noch in Bonn shoppen und habe mich anschließend schon auf den Weg zum Vergnügen gemacht. In der überfüllten Straßenbahn Richtung Köln kam ich mir fast vor wie in einem Viehwagen, und dass ich die ganze Strecke bis Brühl, wo ich verabredet war, um von dort aus weiter zum Ziel zu fahren, stehen musste, machte es auch nicht unbedingt besser. Erst die Hitze in der Bahn, und wenn sich die Türen dann öffneten, wehte mir ein warmer Hauch Pollenwind direkt in meine Nase - Hatschi! So kam ich mit rot geränderten Augen und erschöpft, doch immer noch viel zu früh, an. Doch in Anbetracht der Erschöpfung (und dem Pollenflug draußen, der mir drinnen erspart blieb) war das Warten mit frischem Wasser und dem Schmökern in meinen Zeitschriften trotz Hunger und knurrendem Magen (meine letzte Mahlzeit war schon ein Weilchen her) eine Wohltat. Außerdem brauchte ich die Ruhe ... es sollte ja schließlich noch ein langer Abend werden.

Um vier Uhr sollte es eigentlich losgehen, mussten aber noch auf jemanden warten, der jemanden abholen wollte. Dann ging es mit den zwei Autos los in einen Kölner Vorort. Unterwegs fiel bereits die letzte Bastion zwischen mir und einer Person, die ich ja nun schon viel besser kenne und nur zu gerne im Kreise des Du willkommen heiße. Deshalb habe ich mich auch schnell daran gewöhnt. Jetzt ist diese künstliche Distanz, die irgendwann einmal ihren Zweck erfüllt hat, aber nun überflüssig geworden ist, endlich verschwunden. Das hat mich sehr gefreut.

Als wir ankommen und durch die Tür treten, weht mir als erstes ein frischer Zitrusduft im hellen, freundlich eingerichteten und geräumigen Wohnzimmer entgegen, in dessen Fliesen sich das Licht spiegelt, so dass man hätte vom Boden essen können. Tun wir aber nicht. A propos Essen und sonstiger Verzehr: Sofort und ohne Umschweife machen wir uns in hervorragender Teamarbeit an die Vorbereitungen: Getränke kühl stellen (das natürlich zuerst!), Grill anschmeißen, Kohle aufschichten, Tisch decken, als der Grill heiß ist, Würstchen, Geflügel, Lachs, später auch Mais, drauf brutzeln, nebenbei den Fernseher rechtzeitig einschalten (beim Essen zum Fenster gedreht, für die, die auch keine Minute vom Spiel verpassen wollten, dann drinnen weitergeguckt, wobei die Männer in der gemütlichen kleinen Runde es natütlich am Eiligsten hatten sie nahmen sich gerade mal genug Zeit, um das Essen hastig hinunterzuschlucken :-)). Ich persönlich bin eigentlich nur reingegangen, weil es mir draußen schnell zu warm wurde und die Sonne (nicht das Bier!) mir sonst Kopfschmerzen gemacht hätte. Ich bin sowieso schon bald (nach nur einer Flasche Kölsch) auf Wein umgestiegen, weil er mir besser schmeckt, und außerdem: Wein auf Bier, das rate ich Dir! ;-) In der Halbzeit gaben wir uns den Kolben den MAISkolben!!! und zur Feier des Tages außerdem die Kante mit Whisky-Cola (in welchem Mischverhältnis, ist ein Geheimnis ;-)). Danach kehrte ich aber zum guten alten Wein zurück und blieb auch dabei.

Nach dem Spiel ging die Feier natürlich erst richtig los und wurde im Laufe der Zeit immer lustiger. Das hat aber gar nichts mehr mit dem Ergebnis zu tun (wenngleich ich schon zugeben musste, dass ich mich zumindest ein bisschen mitgefreut habe, doch wäre ich alleine gewesen, wäre es mir völlig egal gewesen und ich hätte dann wahrscheinlich gar nicht erst den Fernseher eingeschaltet, weil die Stimmung gefehlt hätte, die nur mit netten Menschen um einen herum aufkommen kann).

Kurzum: Es hat mir mehr als sehr gut gefallen. Als ich schließlich um vier Uhr morgens totmüde nach Hause kam, begann der Himmel schon blau zu werden. Dennoch war ich schon morgens um acht erstaunlich fit, weil ich wie ein Stein und rundum zufrieden geschlafen hatte. Während andere noch mühsam aber tapfer gegen ihren Kater ankämpften (wie ich erfuhr) veranstaltete ich eine fleißige Putzorgie und bearbeitete ein paar Bilder (nein, die werde ich NICHT hier reinsetzen!). Sonst habe ich aber auch nicht mehr viel gemacht. Man muss ja auch mal die Seele baumeln, Dinge im Kopfkino Revue passieren lassen und den eigenen Gedanken nachhängen. Das hat überhaupt nichts mit Faulheit zu tun - es ist doch Wochenende! Das ist etwas, was ich mir auch mal gönne. Ich kann mich doch nicht ständig von der Wirtschaftslage, dessen Opfer ich bin, verrückt machen lassen. Auch nicht von Menschen, die dauernd irgendetwas zu meckern haben. Es gibt schließlich auch ein paar Menschen, die das anders sehen. Die mich so annehmen, wie ich bin, und vor Allem die guten Seiten an mir sehen. Das baut mein allzu leicht zerbrechliches Selbstwertgefühl dann wieder auf und gibt mir die gute Laune zurück. Dann kann das Glück auch bei mir eintreten. :-)

In diesem Sinne, liebe Leser: Lasst es Euch allen gutgehen!

Karin


Karin 11.06.2006, 14.18 | (0/0) Kommentare | PL

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den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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Oscar Wilde (1854-1900)


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an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


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