Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Worte

Gedankenbausteine

Jeder Gedanke ist ein Baustein am werdenden Schicksal im Guten wie im Bösen.

~Prentice Mulford~,
amerikanischer Essayist, Erzieher, Goldgräber und Warenhausbesitzer
*05.04.1843; +27.05.1891


Warum passen Zitate immer so gut zu eigenen Gedanken, die einem in dem Moment beschäftigen oder kürzlich erst beschäftigt haben? Auch dieses hier ist eine sehr gute Weiterführung eines Leitgedanken, den ich gestern hatte. Aber ich fange am besten mal von vorne an:

Angeregt durch einen Beitrag in einem anderen Blog kam mir gestern die Idee, es mir zur Gewohnheit zu machen, eventuelle Gedanken, die mir morgens noch vor dem Aufstehen und in den Alltag springen kommen, einfach mal aufzuschreiben.

Dazu hatte ich mir auch heute extra ein frisches Notizbuch mit Stift neben das bett gelegt, damit ich nicht lange herumsuchen muss, wenn mir irgendein Gedanke kommen sollte, den ich dann beim Suchen wieder vergessen würde. Nun, heute hat es nicht so recht geklappt; sämtliche Ideen blieben aus. Aber es muss ja auch nicht sofort und immer sein. Es soll ja auch kein Zwang sein, nach dem Motto, jetzt muss mir etwas einfallen (das ist nicht das Ziel und würde auch gar nichts bringen) - ich meine es so, FALLS mir etwas einfällt, will ich einfach nur vorbereitet sein, denn es wäre schade, wenn mehr oder weniger wertvolle Ideen, mit denen ich zumindest irgendetwas anfangen könnte, verloren gehen.

Die Idee, das so zu machen, kam mir, als ich daran dachte, dass es schon oft vorgekommen ist, dass ich morgens noch im Halbschlaf irgendwelche Gedanken und Ideen hatte, die mir in dem Bewusstseinszustand (bitte jetzt nichts Falsches bei dem Wort denken) als ganz toll erschienen und ich es später ziemlich schade fand, dass sie bei der ersten Tasse Kaffee oder im Laufe des Tages wieder verblassten bis ganz verschwanden, weil ich sie nicht gleich aufgeschrieben hatte. Dabei geht es mir weniger um die tatsächliche Eins-zu-Eins-Umsetzung solcher Ideen. Gedacht habe ich mir das zunächst mal eher als Selbsterbauung und Motivation. Allenfalls noch als Kreativitätsübung, da ich es ja shcließlich auch für mich aufschreibe und es gewissermaßen auch das mit dem Perspektivwechsel einhergehende Querdenken schult.

Sollte mir dabei tatsächlich irgendein genialer Einfall kommen, würde ich ihn natürlich auch nicht abweisen. Aber das ist nicht die Hauptintention.

Außerdem habe ich beschlossen, wieder regelmäßig Tagebuch zu führen - ja, ein richtiges Tagebuch, aus Papier, gebunden und mit Stoff eingehüllt. So eines:

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Ursprünglich hatte ich es als Reisetagebuch vorgesehen, aber da ich in letzter Zeit (sagen wir, seit zwei Jahren nicht mehr) leider nicht sehr oft verreist bin, ist noch sehr viel Platz übrig für den Anfang, und ich finde es wirklich sehr schön für ein Tagebuch. Und, so geduldfödernd es auch sein mag (Tinte vor dem Umblättern trocknen lassen, Ärgernis, wenn sie mal wieder nicht richtig fließt, langsameres Schreiben und bloß nichts verwischen, etc.), ich werde es mit Füller schreiben. Jawoll!

Karin 30.08.2006, 17.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Träume

Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen,
schaue nicht darauf, was er erreicht hat,
sondern wonach er sich sehnt.


Khalil Gibran

Karin 29.08.2006, 12.30 | (0/0) Kommentare | PL

Glaube und Konsequenz

Das Reich Gottes ist inwendig in Dir.
Lukas 17,21

~~~

Der Mensch hat es in der Hand,
sein Schicksal zu gestalten,
je nachdem, ob er sich durch sein Benehmen
dem Einfluss der segnenden
oder der zerstörenden Kräfte aussetzt.
Laotse

Karin 24.08.2006, 12.13 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Selbstmotivation

In 20 Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein über die Dinge,
die Du nicht getan hast,
als über die Dinge, die Du getan hast.
Also löse den Knoten,
laufe aus aus dem sicheren Hafen.
Erfasse die Passatwinde mit Deinen Segeln.
Erforsche. Träume.

Marc Twain

Und zur Erinnerung an mich selbst: mmP.
 

Karin 24.08.2006, 06.49 | (0/0) Kommentare | PL

Der Gott der Autofahrer

"Im Anfang war das Benzin und der Vergaser. Dann schuf Gott dern Motor und die Karosserie, die Hupe und das Verkehrslicht. Dann betrachtete er sein Werk und sah, dass es nicht genug war. Darum schuf er noch das Halteverbot und den Verkehrspolizisten, und als dies alles geschaffen war, stieg Satan aus der Hölle empor und schuf die Parkplätze."

Ephraim Kishon

Ich mag Kishons (möge er trotzdem in Frieden ruhen) Art von Humor - scheinbar leicht und alltäglich, sich aber dann in der Pointe als rabenschwarz entpuppend. Das heißt noch lange nicht, dass ich zu den Schwarzsehern gehöre (wer mich kennt, weiß, dass dem nicht so ist). Aber am Ende muss doch jeder zugeben, dass auch der schwärzeste Humor einer Prise Wahrheit nicht entbehrt.
In diesem Fall kann ich nur sagen: Zum Glück bin ich keine Autofahrerin! *gg*
Oder allgemein (wenn ich es als Metapher lese): Der überhebliche Mensch...
Andererseits muss ich beim Lesen (meine gesellschaftskritische Interpretation) auch an die Mercedes fahrende Spezies denken, die für ihr Auto praktisch alles tun würden, bloß damit kein einziges Kratzerchen daran kommt. Weil sie sich nur über ihren Schlitten definieren. Ärmlich sowas.

Karin 23.08.2006, 22.08 | (0/0) Kommentare | PL

Der Zeitdieb

Nach der ersten Schriftrolle des ewig überraschten Wen trat Wen aus der höhle, in der er Erleuchtung erfuhr, in die Morgendämmerung des ersten Tages vom Rest seines Lebens. Eine Zeit lang beobachtete er die aufgehende Sonne, denn er hatte sie noch nie zuvor gesehen.

Mit der Sandale stieß er seinen dösenden Schüler Tollpatsch an und sagte: »Ich habe gesehen. Jetzt verstehe ich.«

Dann zögerte er und betrachtete das Etwas neben Tollpatsch.

»
Was ist das für ein erstaunliches Ding?« fragte er.

Ȁ
h... äh... es ist ein Baum, Meister,« erwiderte Tollpatsch, der noch nicht richtig wach war.«Erinnerst du dich? Er war gestern auch hier.«

»
Es gab kein Gestern.«

Ȁ
h... äh... ich glaube doch, Meister,« sagte Tollpatsch und stand mühsam auf. »Weißt du noch? Wir kamen hierher, und ich habe eine Mahlzeit zubereitet, und ich habe die Rinde von deinem Sklang gelöst, weil du sie nicht wolltest.«

»
Ich erinnere mich an gestern,« murmelte Wen nachdenklich. »Aber die Erinnerung steckt jetzt in meinem Kopf. Existierte das Gestern wirklich? Oder ist nur die Erinnerung daran real? Wahrlich, ich wurde nicht gestern geboren.«

Tollpatschs Gesicht verwandelte sich in eine Grimasse, die schmerzliches Unverständnis zum Ausdruck brachte.

»
Lieber dummer Tollpatsch, ich habe alles gelernt,« sagte Wen. »In der hohlen Hand gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft. Es existiert nur das Jetzt. Es gibt keine andere Zeit als die Gegenwart. Wir haben viel zu tun.«

Tollpatsch zögerte. Sein Meister hatte etwas Seltsames an sich. In seinen Augen glühte es, und wenn er sich bewegte, leuchtete die Luft um ihn herum silbrig-blau, als reflektierten flüssige Spiegel .

»
Sie hat mir alles gesagt,« fuhr Wen fort. »Ich weiß, dass die Zeit für die Menschen geschaffen wurde, nicht umgekehrt. Ich habe gelernt, sie zu formen und zu biegen. Ich weiß, wie man einen Moment ewig währen lassen kann, denn das ist bereits geschehen. Und ich kann diese Fähigkeiten selbst dir beibringen, Tollpatsch. Ich habe den Herzschlag des Universums gehört. Ich kenne die Antwort auf viele Fragen. Frag mich etwas.«

Der Schüler sah ihn verschlafen an. Es war zu früh am Morgen, um früh am Morgen zu sein. Nur das wusste er mit absoluter Gewissheit.

Ȁ
h... was möchte der Meister zum Frühstück?«, fragte er.

Wen blickte von seinem Lager über die Schneefelder und purpurnen Berge im goldenen Tageslicht, das die Welt formte, und dachte über gewisse Aspekte des menschlichen Wesens nach.

»
Ah,« sagte er. »Eine der schweren Fragen.«

So beginnt der Roman »Der Zeitdieb« von Terry Pratchett. Ein Buch, dass ich wie vieles von diesem Autor nur weiterempfehlen kann an Menschen, die Fantasy, Philosophie und Ironie lieben und das alles am liebsten in einer unterhaltsamen, amüsanten und scharfsinnigen Mischung lesen wollen. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack, aber ich finde, darin kommen der Schreibstil des Autors und die Grundidee des Buches ziemlich gut zum Ausdruck. Vielleicht habe ich Euch ja damit ein wenig neugierig machen können. Wer aber schon etwas von ihm gelesen hat (da gibt es ja auch einige hier), der wird mir bestimmt zustimmen können, dass Pratchett süchtig machen kann. ;)

Karin 22.08.2006, 00.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Lernen

Das Nützlichste, was wir im Leben lernen können,
ist zu verlernen, was unwahr ist.

Antisthenes, Schüler von Sokrates und Lehrer des Diogenes (440-400 v.Chr.)

Karin 21.08.2006, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

Zwischen Heute und Gestern

Meinethalben braucht es keine Leibesertüchtigung zu geben. Damit hatte ich schon als Lehrmädchen meine Müh und Not. Lieber lustwandelte ich kleiner Muschkote gemütlich zum Lichtspieltheater und träumte davon, wie ich dort mit leckeren Kanapees empfangen würde, als in Luginsland der politischen Opfer (die, die zumindest eines mit dem Moskowitern gemeinsam haben) des wohl schlimmsten Teils der deutschen Geschichte zu gedenken. Es gibt auch sicher nicht viel, das ich meisterlich beherrsche, aber mitnichten will ich den Lumpanzius mimen.
Froh bin ich hingegen (vor Allem als Frau), dass es die Mussheirat zumindest in unserem europäischen Kulturkreis nicht mehr gibt. Und auch der Mohammedaner wird für seine Zukünftige irgendwann keine Mitgift mehr bezahlen - alles entwickelt sich, zum Glück! Aber das Recht auf Mutterschaftsurlaub möchte ich mir schon noch nehmen dürfen - es sei denn, der Mann, den ich dann haben werde, nähme Vaterschaftsurlaub, und selbst dann würde ich als Mutter verständlicherweise gern die Zeit haben, meine Kinder selbst groß zu ziehen, statt sie in fremde Hände zu geben.
Doch wer die Subjekte seiner Lustbarkeit meuchlings ermordet (ob körperlich oder seelisch), der sollte auch weiterhin für seine Missetaten bestraft werden.
Es ist mir immer noch ein Mirakel, was für ein Mummenschanz oft mit der deutschen Sprache getrieben wird.

Karin 21.08.2006, 13.43 | (0/0) Kommentare | PL

Guten-Tag-Geschichte(n)

Du schreibst Geschichte
an jedem Ort
mit jedem Wort
trägst Du sie fort...

Deshalb soll mein erstes wirkliches Wort hier an diesem heutigen Tag GUTEN TAG sein. Nicht »Bauchschmerzen« (oder »Bauchgrimmen« ;)). Nicht »Bedrohung« oder »Tierseuche«, nicht einmal »Immobilientrick« (drei Schlagzeilen in unserer aktuellen Tageszeitung)*.

Es macht eigentlich schon sehr viel aus, mit welchem Lied aus dem Radio man morgens aus den Federn geholt wird. ;)

Im wirklichen Leben hingegen war mein erstes Wort heute Morgen nach dem Aufstehen ein genervtes »Och, Papa!«, als dieser das Badezimmer blockierte. Das habe ich zwar kompensiert, indem ich schon mal den Kaffee gekocht habe und ihn dann doch noch mit einem »Guten Morgen« in der Küche empfangen habe (was ich beides sowieso immer tue). Außerdem mache ich mir hiermit den obigen Spruch zum bewussten Tagesmotto.



* Die »Bedrohung« ist übrigens wieder ein Stückchen eingedämmt (auch wenn es vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein mag), da nämlich der Kofferbombenterrorist des Regionalexpresses von Aachen nach Hamm gefasst worden ist. (Es handelt sich hierbei um den 21-jährigen Libanesen Mohamad E. H., der als Mechatronikstudent in einem Kieler Wohnheim gehaust hatte. )

Mit der »Tierseuche« ist in diesem Fall die berühmte Blauzungenkrankheit gemeint, die - statt ausgerottet zu werden - sich im Dreiländereck-Raum weiter ausgebreitet hat (nach Aachen und Holland nun auch in Belgien), und zwar trotz Stallpflicht. Schutzzonen wurden bereits eingerichtet.

Und die »Immobilientricks« (in dem Artikel auch ironisch und - wie ich finde - verharmlosend »Immobilien-Monopoly« genannt) wenden Neonazis zu ihren Zwecken an: Sie geben vor, Gebäude erwerben zu wollen, um öffentliche Proteste zu provozieren (und um an Geld für deren Partei zu kommen, das sie von den Immobilienbesitzern dafür als Gegenleistung verlangen). Dadurch sind die Kommunen unter den Druck gesetzt, diese über ihr Vorkaufsrecht zu überhöhten Preisen selber zu kaufen.

Karin 21.08.2006, 11.59 | (0/0) Kommentare | PL

Mag sein,

... dass es sich nur reiche Leute leisten können, in einem Kondukt zu ihrer Grabstätte getragen zu werden (und fraglich ist auch, ob es für jene überhaupt noch eine Rolle spielt, bekommen sie doch eh nichts mehr davon mit). Aber ist das ein Grund, es kurzerhand für tot zu erklären (bloß weil immer weniger Leute als "reich" bezeichnet werden können)?

Tatsächlich gestorben ist hingegen der Leichenbitter (Mann, der im 19. Jh. von Haus zu Haus ging, um die Menschen zu jemandes Beerdigung und zum Leichenschmaus einzuladen).


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Doch nichtsdestotrotz: Gibt es nicht immer noch genug Menschen, die ab und an eine Leichenbittermiene zur Schau tragen?

Karin 21.08.2006, 06.18 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

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Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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der seinen Weg im Mondlicht findet,
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Oscar Wilde (1854-1900)


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Dante Alighieri (1265-1321)


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