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Wir gläserne PC-User

Ich weiß, wir PC-Nutzer sind schon gläsern. Sobald wir ins Internet gehen, kann man uns über unsere IP-Adresse überall aufspüren; außerdem hinterlassen wir mit jedem Wort, das wir hier von uns geben, Spuren, und jedes Wort, das wir äußern, kann später berechtigt oder unberechtigt gegen uns verwendet werden (siehe Abmahnwellen etc.). Das ist doch inzwischen jedem Kind bekannt.
Aber nun soll der Staat nach dem neuen Verfassungsschutzgesetz jeden einzelnen privaten PC mit sämtlichen Inhalten, gespeicherten Mails usw. durchwühlen dürfen! Und wann ein Verdacht besteht, lässt sich ja auch ziemlich weitläufig auslegen...
Mein Eindruck ist der, dass das Gesetz in der heutigen Form wohl viel zu viel Raum lässt, um es auszunutzen. Auch wenn der Prozess dagegen 3 Jahre dauern sollte, erwarte ich den Ausgang doch mit Spannung.
Ich bin gegen dieses Gesetz! Ich möchte nicht, dass wir PC-User allgemein noch gläserner werden als wir sowieso schon sind. Und mir graust schon allein beim Gedanken daran, dass irgendjemand heimlich meinen Computer ohne den geringsten Anlass hacken könnte (was demnächst sicherlich auch noch möglich wird, wenn nichts dagegen unternommen wird)!!! Auch wenn ich nichts zu verbergen habe, so geht es ganz einfach niemanden etwas an. Es wäre nichts Anderes als ein Angriff in meine Privatsphäre!



Nachtrag:
In konkreten Verdachtsfällen, und zum Beispiel wenn Konten mutmaßlicher (konkret verdächtigter!) Terroristen überprüft werden sollen, bin ich generell schon für eine Überprüfung. Das Problem ist einfach, wo die Grenze gesetzt wird. Außerdem wird auch in diesem letzten Artikel deutlich gemacht, dass die Gefahr, dass auch nicht Verdächtigte betroffen sein könnten, ziemlich hoch ist.

Karin 11.01.2007, 17.22

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Pat

Wir werden ohnehin immer gläserner, fängt ja schon mit diversen Einkaufskarten an.
Es stellt sich die Frage, was letztendlich wichtiger ist: Eine gewisse Sicherheit oder eine 100%ige Gewährleistung der Privatsphäre.
Die Sicherheit ginge mir vor und wenn nur 1 Terro.rist dadurch überführt werden kann, bin ich dafür.
Und schwarze Schafe gibt es immer, die vielleicht ihre Befugnisse ausnutzen. Dagegen kann man sich leider nicht wehren.
Sicherheit hat eben seinen Preis.

LG Pat

vom 12.01.2007, 08.59
Antwort von Karin:

Doch, wehren (also wenn ein konkreter Fall von Datenmissbrauch vorläge und bewiesen werden könnte) könnte man sich wohl schon, mit rechtlichen Mitteln meine ich. Aber ich denke, Du meintest, man kann es nicht hundertprozentig im Vornhinein ausschließen.
Das stimmt. Aber genau deshalb ist es in meinen Augen wichtig, dass entsprechende Gesetzesänderungen verhältnismäßig sind. Es gilt festzustellen, wo die Grenzen zu setzen sind. Stellt man sich das Ganze mal umgekehrt vor und wir hätten am Ende gar keine halbwegs gesicherte Privatsphäre mehr... also, ich würde als Mensch in so einer nicht sehr schönen neuen Welt nicht leben wollen.
Und sicherer würde ich mich, in dem Bewusstsein, ständig beobachtet werden zu können, auch nicht fühlen. Eher un-sicherer. Wenn man es so sieht, könnte es ja auch von den Tätern selbst missbraucht werden, sofern sie nur die technischen Kenntnisse haben.

Dazu passt auch ein Zitat, das mir heute untergekommen ist, sehr gut:

"Man soll nicht bei jedem schärferen Wind die Verfassung ändern."
Ignatz Bubis (1927-1999)



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