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Atomenergie ist ein globales Problem

Während alle Welt (zu Recht) besorgt nach Japan blickt, ist eine andere Katastrophe, nämlich das ebenfalls im März geschehene Erdbeben in Birma und Thailand, möglicherweise etwas untergegangen. Zwar hatte jenes "nur" eine Stärke von 6,8 auf der Richterskala, doch auch in diesem Erdbebengebiet könnte Atomkraft in Zukunft zum Problem werden - wenn nicht schleunigst ein Umdenken aller diesbezüglich erfolgt!

Die thailändische Regierung hält offenbar trotz alledem an ihren Nuklearplänen fest, obwohl sie kurz nach den Ereignissen in Japan noch das Gegenteil behauptet hatte. Solche widersprüchlichen Äußerungen und Augenwischerei, die dort offenbar in den letzten Jahren fast schon zur Tradition geworden sind, machen mich nicht nur stutzig, sondern mir bei diesem speziellen Thema auch Angst. Und der Militärjunta in Birma, die schon beim dortigen Zyklon 2008 gezeigt hat, dass sie sich nicht besonders um das Wohlergehen seines Volkes schert, würde ich ohnehin vieles Gefährliche zutrauen.

Um solchen Entwicklungen vorzubeugen, gibt es nur einen Weg: Alle Länder, die jetzt noch Atomenergie nutzen, müssen ab sofort konsequent auf den Ausstieg hinarbeiten und ihn endlich umsetzen! Oder wollen wir ein schlechtes Beispiel statuieren? Ich fürchte, das würde unser Planet mit allem, was darauf lebt, nicht ewig mitmachen. Und von dem Schaden, den die Menschen darauf aus Profitgier, Egoismus und oft wohl auch Gleichgültigkeit angerichtet haben, würde sie sich auch ohne ihn im Falle von mehreren globalen Supergaus wohl nicht mehr erholen können.

Als Wähler kann man etwas gegen so ein "Worst-Case-Szenario" tun, indem man nachdenkt, wohin mein sein Kreuzchen setzt. Selbst in der bis vor kurzem tiefschwarzen Bastion Baden-Württemberg hat man das hingekriegt und einer wespenähnlichen Farbkombination dort somit einen Strich durch die Rechnung gemacht (hoffentlich werden beim nächsten Mal nicht wieder alle mit Vergesslichkeit geschlagen).

In der Zwischenzeit sollten natürlich auch im Alltag die weiteren ökologischen Aspekte berücksichtigt und praktiziert werden. (Dazu kann ich unter anderem diesen Blogartikel als Denkanstoß empfehlen. Ich selbst habe ja auch schon einiges dazu geschrieben.) Denn nur wer selbst - im Kleinen, da wo er selbst etwas tun kann - handelt, bewegt auch tatsächlich etwas, was letztendlich auch immer weitere Kreise bis hin nach oben ziehen kann. Die Macht der Konsumenten ist nicht zu unterschätzen - und doch wird sie oft unterschätzt. In Wahrheit hängen die Unternehmen, ob AKW-Betreiber oder Ökostromanbieter, ob unethisch handelnde oder nachhaltig wirtschaftende Firma, doch zu einem bestimmten Anteil von unserem Geld ab! Unsere Entscheidung kann also durchaus viel beeinflussen, erst Recht, wenn jeder dabei das Gehirn benutzt! Wem JETZT noch nicht klar ist, dass es mehr als höchste Zeit dafür ist, die Verantwortung über sein eigenes umweltbezogenes Handeln wahrzunehmen, dem ist nicht zu helfen.

Karin 30.03.2011, 20.50

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