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Ökologisch sterben (?)

Keine Frage: Das Umwelt-Problem wird immer drängender, und die Klima-Zeitbombe unseres Planeten tickt weiter. Immer mehr Menschen werden sich bewusst, dass jeder eine Mitverantwortung dafür trägt, dass es zumindest nicht noch schlimmer wird (ganz verhindern wird man die Folgen ja nicht mehr können, zumal sie jetzt schon spürbar sind - die Meldungen über Überschwemmungen, Dürren & Co. werden nicht weniger).

Die Dimensionen des Klimawandels gehen sogar deutlich weiter, als man zunächst vielleicht denkt. Es geht nicht nur um die Natur und (langfristig) unsere Gesundheit - nein, auch die sozialen Folgen, insbesondere in Regionen, die unter dem Klimawandel besonders zu leiden haben (und die werden zukünftig wohl immer mehr werden - am Ende könnten wohl auch Teile Europas betroffen sein; hierzu fällt mir spontan Spanien ein), sind nicht von der Hand zu weisen.

Immer mehr Menschen erkennen den Erst der Lage, beginnen nachzudenken und nach und nach auch in ihrem Ermessen zu handeln. Zwar werden - was ein anderes Umweltthema betrifft, nämlich die Umstellung des Konsums - mittlerweile auch kritische Stimmen laut. (Sicherlich kann man darüber diskutieren, inwieweit der Bioboom von einigen Herstellern ausgenutzt wird und ob sich im Einzelfall hinter dem Label wirklich das verbirgt, was das Etikett suggeriert. - Meines Erachtens bewirkt es trotzdem etwas, solche Produkte zu kaufen. Man muss eben nur darauf achten, welches Siegel, das die Öko-Qualität kennzeichnet, zusätzlich darauf steht.) Doch auch das wird die Entwicklung hin zu mehr Verantwortungsbewusstsein des einzelnen Verbrauchers nicht stoppen können.

Ein Bereich, an den meist - wenn überhaupt - erst zuallerletzt gedacht wird, wenn es um mehr Umweltfreundlichkeit geht, ist der Tod. Dabei mag es einleuchtend erscheinen, dass etwa bei Verbrennungen noch alle möglichen Giftstoffe (z. B. durch Medikamente, die der Verblichene noch in seinem Körper hatte, oder durch seine Amalgamfüllungen, die beim Verbrennen Quecksilber entstehen lassen) mit in die Atmosphäre gepustet werden. Und auch Erdbestattungen sind offenbar nicht unbedingt die beste Lösung, da Rückstände schlimmstenfalls ins Grundwasser gelangen können.

Doch was wären die Alternativen? In anderen Ländern hat man sich hierzu schon einiges überlegt:

"Bei dem in Schweden entwickelten Verfahren (der Promession) werden die Körper der Toten erst tiefgefroren und dann durch Erschütterung pulverisiert. Das Pulver wird nach der Abtrennung von Schadstoffen in einem biologisch abbaubaren Behälter beigesetzt und verrottet zu Humus - so die Idee."

"Noch radikaler geht es bei der Resomation zu, einem in den USA erprobten Verfahren aus der Tierkörperbeseitigung: Der Leichnam wird in einem Hochdruckbehälter mittels Lauge zersetzt, übrig bleiben nur die Knochen als Bioasche sowie eine organische Lösung, die angeblich „bedenkenlos“ ins Abwasser geschüttet oder zur Düngung verwendet werden kann."

[Quelle: www.welt.de]

Aber ob diese Methoden wirklich so "bedenkenlos" sind? (Insbesondere bei der Laugenvariante habe ich da meine Zweifel.) Dazu müssten sie wohl noch näher auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen erforscht werden...

Karin 29.10.2009, 23.49

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