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Rezension zu: "Am Ende des Tunnels" von Tobias Klatt

Was verbindet einen erfolglosen Gewürzhändler und Pfandflaschensammler aus Berlin-Kreuzberg, einen in Berlin gestrandeten Amerikaner und einen Muslim miteinander? Nicht viel - außer dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Also ersinnen die drei so unterschiedlichen Menschen, die sich eher zufällig begegneten, einen sehr riskanten und wahnwitzigen Plan, um zumindest die finanzielle Freiheit zu erlangen. Ob das gutgehen kann?

Inhaltsangabe

An einem Morgen im Spätsommer sammelt der selbstständige Gewürzhändler Frank wieder einmal am Berliner Hauptbahnhof Pfandflaschen, als er auf den obdachlosen Amerikaner Ben trifft. Dieser bittet ihn, auf seine Reisetasche mit seinen Habseligkeiten aufzupassen, während er auf der Toilette ist. Anschließend kommen sie ins Gespräch. Ben war zuvor offenbar in Stockholm gewesen, hat seinen Job und seine Freundin verloren. Letztere hofft er, gleich am Flughafen zu treffen, wie er sagt.

Einige Zeit später taucht Ben vor Franks Wohnung in Berlin-Kreuzberg auf, gerade, als Frank den verletzten Iraner Mozdeh anschleppt, um ihn zu versorgen. Bei einem Überfall war ihm seine Nase gebrochen worden. So finden sich alle drei in der Wohnung wieder, und nachdem der stark von sich selbst überzeugte Ben Mozdehs Nase gerichtet hat, sitzen sie bei einem Whisky zusammen im Wohnzimmer. Ben und Mozdeh haben von Anfang an ein eher angespanntes Verhältnis zueinander. Während Ben mit seinen ungerechtfertigten Vorurteilen gegenüber dem Muslim nicht hinterm Berg hält, ist Ben Mozdeh insgesamt ziemlich unsympathisch. Frank nimmt hier eher eine neutrale Position ein, obwohl Ben auch ihm oft auf die Nerven geht.

Am Ende des Tunnels - Cover.jpgIm Verlauf des Abends eröffnet Ben ihnen seine Idee, dass sie einen Tunnel graben sollten, um eine Bank auszurauben. Das hatte zuvor schon jemand anderes versucht und war damit gescheitert. Ben und Mozdeh reagieren zunächst zögerlich, doch dann hecken sie alle gemeinsam einen Plan aus und beginnen bald darauf, ihn in die Tat umzusetzen. Eine Bank in Berlin-Steglitz erküren sie sich als Ziel aus. Sie erkunden die Umgebung, und beschließen, den Tunnel von einer verborgenen Ecke des Parkhauses eines nahe gelegenen Einkaufszentrums aus zu graben. Im Verlauf der Geschichte lernen sie auch den Obdachlosen Greg kennen, der mit einem Freund früher schon einmal Ähnliches versucht hat, was aber nicht klappte.

Sie besorgen sich ein Schließfach in der besagten Bank, um darin einen Sender zu deponieren, damit sie durch dessen Signal ermitteln können, in welche Richtung sie graben müssen. Die junge Bedienstete der Bank, die Tochter des Filialleiters, ahnt nichts von all dem. Doch leider funktioniert der Sender nicht, und der polnische Händler, bei dem Mozdeh ihn besorgt hat, will ihnen nur unter der Voraussetzung einen neuen geben, dass sie ihn bis zum Ende des nächsten Monats bezahlen. Als sie auch noch nach einer Kernbohrmaschine fragen, wird der Händler Rafal schon etwas stutzig. Aber dann bietet er doch eine Lösung an. Sie sollen das Gerät bei einem ominösen Bekannten von ihm an einem vereinbarten Treffpunkt im polnischen Slubice abholen. Mit vollständiger Ausrüstung kann das Graben schließlich losgehen. Doch auch hierbei gibt es für das Trio immer wieder Schwierigkeiten zu überwinden. Nicht nur die Zeit sitzt ihnen im Nacken...

Die wahre Geschichte dahinter

Der fiktive Roman wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert. Von 2012 bis 2013 wurde tatsächlich in Berlin-Steglitz ein 40 Meter langer Tunnel gebaut, durch den die unbekannten Täter mit den in der Bank erbeuteten 10 Millionen Euro verschwinden konnten.

Die Figuren des Romans und die Einzelzeiten zum Ablauf sind hingegen frei erfunden. Auch das Ende fällt im Roman etwas anders aus. Wie genau, verrate ich nicht, um niemandem die Spannung zu nehmen, der das Buch eventuell lesen möchte.

Meine Eindrücke zum E-Book

Ich finde diese Gangsterkomödie, die auch so manche sozialkritische Seitenhiebe enthält, sehr spannend und kurzweilig erzählt. Auf jeder Seite habe ich praktisch etwas Neues aus der Geschichte erfahren, und ich habe mich meist sehr dabei amüsiert, wie die Protagonisten auf dem Weg zum Ziel immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen und versuchen, diese zu meistern.

Die Charaktere sind nach meinem Eindruck klar dargestellt. Amüsant fand ich auch manchmal die Dialoge, beispielsweise, wenn Ben und Mozdeh herumstreiten.

Zwar habe ich meine Zweifel, ob es sich theoretisch alles genau so zugetragen haben könnte. Manches erscheint mir doch etwas abgefahren, und das Aufeinandertreffen der Ereignisse kommt mir doch ab und an etwas willkürlich vor. Auch finde ich es schon erstaunlich, dass sie bei diesem Vorhaben trotz aller Hindernisse letztlich so weit kommen. Aber unterhaltsam liest sich das Ganze allemal. Nur eine eklige Szene hätte für meinen Geschmack etwas abgekürzt werden können.

Den Schreibstil habe ich insgesamt als flüssig empfunden. Der Roman ist in einer leicht verständlichen, passend zum Milieu populären Sprache gehalten. Er ist hauptsächlich in kurzen Sätzen geschrieben, was ab und zu ein klein wenig abgehackt wirkt, dem Lesefluss aber kaum einen Abbruch tut. Leider sind mir beim Lesen noch ein paar kleine Rechtschreibfehler und Buchstabendreher aufgefallen. Ansonsten habe ich an dem Buch nichts zu bemängeln.

Zum Ende hin gewinnt die ohnehin schon temporeiche Erzählung noch einmal an Fahrt, zumal es in einer bestimmten Hinsicht richtig brenzlig wird. Der Abschluss, zu dem ich mich natürlich ausschweige, ist überraschend, aber auch ausgleichend.

Fazit: Eine unterhaltsame, wenngleich manchmal etwas schräge Lektüre. Wer einen sozialkritischen Krimi aus der Perspektive der Täter lesen will und dabei über eine gute Portion Humor verfügt, könnte an diesem Buch Gefallen finden.

Der Autor

Der 28-jährige gebürtige Göttinger Dr. Tobias Klatt ist promovierter Volkswirt und arbeitet als Journalist. Schon während seines Studiums war er als freier Redakteur für eine regionale Zeitung und die Financial Times Deutschland tätig. Heute ist er bei der Axel Springer SE angestellt. Im Rahmen seiner dortigen Tätigkeit befasste er sich mit dem ungeklärten Fall des Bankeinbruchs, woraus schließlich der Roman entstand.

Der Verlag

Der Feuerwerke Verlag ist noch ein recht junger Verlag. Er wurde erst in diesem Jahr von Tim Rohrer gegründet. Durch sein Engagement für seine eigene Literaturcommunity leselupe.de verfügt er über etwa 16 Jahre Erfahrung in den Bereichen Literatur und Internet.

Die Leselupe begann als Plattform für Kurzgeschichten und erfreute sich bald immer größerer Beliebtheit. Ab 2007 widmete sich Tim Rohrer hauptberuflich der Leselupe. Nun erweiterte sich das Feld um die Veröffentlichung von Anthologien, es wurde eine Literaturagentur gegründet und die Autoren konnten direkt über die Literaturcommunity an Verlage vermittelt werden, die über ihre dort publizierten Texte auf sie aufmerksam wurden. Inzwischen umfasst die Leselupe 75.000 Werke von beinahe 5.000 Autoren, die jeden Tag von fast 10.000 Besuchern gelesen werden.

Mit dem Feuerwerke Verlag bietet Tim Rohrer vielversprechenden kreativen Autoren die Möglichkeit, ihre Werke aus den realistischen Genres Romane, Erzählungen, Komödie / Satire, Roadmovies / Reiseromane sowie außergewöhnliche Krimis zu veröffentlichen. Dabei übernimmt der Verlag die Kosten und den Aufwand für das Lektorat, die Covergestaltung und das Marketing. Außer "Das Ende des Tunnels" erschien bis jetzt bereits "Keine Angst, es ist nur Liebe" von der Autorin Marlies Zebinger.

Vielen Dank an den Feuerwerke Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar! Wer nun neugierig auf das E-Book geworden ist, kann Tobias Klatts Roman "Am Ende des Tunnels" auf Amazon erwerben.

Karin 26.09.2014, 22.04

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