Bücherstöckchen

Bei Ocean aufgeschnappt.

Liest Du gerne?

Was für eine Frage... Und wie!!!!!

Wenn ja, welches Genre?

Oh je... wo soll ich da anfangen? Ich lese so ziemlich viele Genres, so lange mich nur die Themen interessieren... Historische Romane, Kultur- und Gesellschaftsromane, philosophische und psychologische Romane, Thriller, Schwedenkrimis, Science Fiction, Fantasy... ab und zu auch Sachbücher nund Ratgeber, aber das sind eher Ausnahmefälle.

Dein letztes Buch hieß wie?

Aktuell lese ich gleich mehrere Bücher:
- Evelyn Sanders: Pellkartoffeln und Popcorn
- Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg (Hörbuch)
- Elaine Aron: Hochsensibilität in der Liebe

Würdest Du es sie weiterempfehlen?

Ja. Ich bitte um etwas Geduld.

Warum hast Du Dir genau diese(s) Buch(:er) zugelegt?

1. Zufallstreffer
2. Ich wollte mal wissen, wie andere den Jakobsweg so erlebt haben - und wie unterschiedlich
3. aus Eigeninteresse

Welches war das miserabelste Buch, dass Du je in der Hand hattest?

Hm... einige Stephen King-Bücher sind tatsächlich grottenschlecht (obwohl es umgekehrt ein paar wenige gibt, die sich wirklich gelohnt haben). Mir fallen jedoch - allgemein - keine konkreten Titel ein von Büchern, die mir überhaupt nicht gefallen hätten. So etwas verdrängt man wohl ziemlich schnell...

Bist Du ein Bücherquäler? Entsorgst Du z.B. die Schutzumschläge, machst Eselsohren oder besudelst die Seiten?

Niemals!!!!! Mit Büchern gehe ich immer sorgsam um. Wenn ich ein gebrauchtes erwerbe, trage ich dafür Sorge, dass wenigstens der jetzige Zustand nicht noch verschlechtert wird.

Was machst Du mit den Büchern, wenn Du sie gelesen hast?

Verschenken, verleihen, tauschen, manchmal auch verkaufen... oder erstmal behalten. Einige Klassiker, die mir sehr gut gefallen haben oder mir etwas bedeuten, behalte ich dauerhaft.

Karin 30.10.2007, 00.28| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lesewelten | Tags: Bücher, Stöckchen,

Die Philosophin (Peter Prange)

Sophie wächst in einem sehr religiösen, konservativen Dorf in Frankreich auf. Als ihre Mutter auf einem der letzten Scheiterhaufen verbrannt wird, nimmt ein Priester das Mädchen zu sich auf, von wo aus sie später als junge Frau auf Umwegen nach Paris gelangt.
Hier wird sie bald mit ganz anderen Lebens- und Denkweisen konfrontiert als denen, die sie von zu Hause gewöhnt ist. Die Zeit der Aufklärung ist in vollem Gange, Denis Diderot und Konsorten arbeiten an der großen Enzyklopädie, was sich nicht ohne Schwierigkeiten durch Kritiker aus dem Klerus und vom Hof vollzieht...
Im "Procope", einem Intellektuellencafé, wo sie als Kellnerin arbeitet, wo auch Diderot und sein Freund Jean Jacques Rousseau verkehren, lernt sie auch Diderot kennen. Sofort ist sie von diesem charismatischen Mann verzaubert.
Doch auch Monsieur Sartin, ein Polizist, besucht das Procope regelmäßig, und ihm ist die Enzyklopädie ein Dorn im Auge. Außerdem bringt er Sophie in einen persönlichen Konflikt, was ihre Beziehung zu Diderot nicht einfacher macht...
Schon schnell ist Sophie also voll in die Geschehnisse in Paris eingebunden, und die Geschichte entwickelt sich.
Mehr möchte ich über die Handlung nicht verraten, denn sonst bräuchtet Ihr es ja nicht mehr selbst zu lesen.

Fazit:

Ein spannender Roman, der historische Gegebenheiten und Personen vorzüglich mit einer phantasievollen Geschichte verflicht. Man bekommt ein besseres Verständnis dafür, was die Enzyklopädie in der damaligen Zeit bedeutete, was sie ins Rollen gebracht hat, und warum sie damals so revolutionär war. Außerdem sind die Dialoge mit ihren teilweise philosophischen Ansätzen sehr interessant.
Man merkt, dass der Autor sich umfassend über die handelnden Personen und historischen Hintergründe informiert hat, so dass alle Abläufe autentisch und glaubhaft rüberkommen. Auch konnte ich mich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Den Schreibstil habe ich damals als sehr angenehm, ausgeglichen und (ebenso wie die Handlung) in sich stimmig empfunden. Zu keiner Zeit kam beim Lesen Langeweile auf, und das Buch hatte nach meiner Erfahrung keinerlei Längen. Der Roman ist auch für Laien leicht verständlich und ohne irgendwelche komplizierten Fachbegriffe oder dergleichen.
Wer allerdings in einem Roman mit diesem Titel erwartet, dass die Philosophie trotz der Ansätze immer und überhaupt im Vordergrund steht, der könnte eventuell enttäuscht werden. In erster Linie geht es wirklich nur um Sophies Geschichte, und um ihre Beziehung mit Denis Diderot. Ich persönlich war nicht wirklich enttäuscht, weil ich mich weitgehend unvoreingenommen auf diese Lektüre eingelassen hatte. Klar hatte ich mir vorgestellt, es würde darin - wenn es schon "Die Philosophin" heißt - auch vorrangig um Philosophie gehen. Doch darüber hinaus war ich ganz einfach offen für das, was ich beim Lesen erfahren würde.
Sehr interessant fand ich auch, dass die Geschichte aus der Perspektive von Sophie (die natürlich eine erfundene Persönlichkeit ist, d. h. es hat sie nie gegeben) geschrieben ist anstatt ganz klassisch aus der Perspektive von Diderot selbst. Diese Vorgehensweise finde ich gelungen, zumal sie noch zur Spannung und Neugierde des Lesers beiträgt.

Karin 22.10.2007, 21.32| (4/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lesewelten | Tags: Bücher, Empfehlungen, Bilder,

Der Teppichhändler (Meg Mullins)

Als seine im Iran zurückgebliebene Frau sich von ihm scheiden lässt, bricht für den Teppichhändler Uschman eine Welt zusammen. Er hatte sich immer gewünscht, dass sie ihm irgendwann nach New York folgen würde. Noch lange leidet er darunter, dass ihnen zusammen, noch bevor er diesen Schritt unternahm, keine Kinder beschert worden sind - zumindest keine, die die Geburt überlebten. Nun hat sie also einen anderen gefunden, mit dem sie tatsächlich ein Baby hat und mit dem sie in die Türkei gezogen ist, nachdem sie seine Mutter in ein Altersheim gesteckt hat, die sie zuvor selbst versorgt hat.
Natürlich hat er immer noch sein Teppichgeschäft, das ziemlich passabel läuft. Inklusive der anspruchsvollen, manchmal schwierigen Kundin Mrs. Roberts, für die er immer wieder neue Teppiche aussuchen muss, weil sie nach einigen Tagen feststellt, dass ein anderer doch nicht so gut in ihre Wohnung passt und ihn daher zurückgehen lässt.
Doch darüber gehen ihm seine eigenen Probleme nicht aus dem Kopf, die er erst einmal verarbeiten muss. Und die Erinnerungen an seine Heimat und seine Familie klingen noch sehr lange in ihm nach. Klar, dass es ihm als Trost erscheint, als er durch Zufall die junge Studentin Stella kennen lernt, zu der er sich gleich hingezogen fühlt und mit der er sich über alles unterhalten kann. Bis sie zueinander finden, dauert es einige Zeit - es ist wie ein vorsichtiges sich Herantasten. Und dann ist es natürlich nicht nur schön, sondern es gibt auch diese Momente, wo deutlich wird, dass sie in zwei verschiedenen Welten leben...

Fazit:

Sehr einfühlsam, mit großer Menschenkenntnis und ganz ohne Klischees und Kitsch beschreibt Meg Mullins diese Geschichte über Liebe, Einsamkeit und alles, was damit verbunden ist. Eine Geschichte, in die man eintauchen kann, aber auch ab und zu mal innehalten und darüber nachdenken.
Zum Beispiel auch darüber, was es bedeutet, verschiedene scheinbar widersprüchliche Kulturen miteinander zu vereinbaren, den schmalen Grat zwischen einer eher traditionellen Welt und der Moderne zu überwinden. Aber auch über die Bewältigung von Verlusten, und anschließend nach vorne schauen.

Gut finde ich auch die Dialoge, in denen die handelnden Personen offen und neugierig miteinander reden, locker und ohne Vorurteile. Diese kommen authentisch herüber, so, wie auch gesprochen würde, und sind, ebenso wie der Rest, flüssig geschrieben.

Trotz der lockeren, ja scheinbar „fröhlich dahinplätschernden“ Erzählweise bemerkt man doch beim Lesen die Tiefe, die darin steckt. Man spürt, dass die vordergründigen Handlungsabläufe auch einen Hintergrund haben. Die Geschichte hat eine „Seele“.

Auch die stellenweise Melancholie wird sehr gut herübergebracht, und man fühlt richtig mit dem Protagonisten, aus dessen Perspektive erzählt wird. Zugleich dringt jedoch auch in diesen melancholischen Passagen Hoffnung durch, so dass der Roman niemals schwermütig wirkt. Diese Kombination halte ich für besonders gelungen und passend.
Das Ende ist angesichts der Situation unvermeidlich, aber würdig.

Karin 20.10.2007, 21.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lesewelten | Tags: Bücher, Empfehlungen,

Glückskeks-Weisheit

"Du kannst allem widerstehen, nur nicht der Versuchung."

Ähem, woher wissen die das? Stimmt genau und passte heute wie Faust aufs Auge:

Eigentlich wollte ich ja nur ein neues Spanisch-Wörterbuch kaufen - ein besseres als das, was ich bisher genutzt habe, was obendrein auch noch schön günstig war.

Beim ausgiebigen Stöbern in der von mir hierfür frequentierten Buchhandlung wurde ich schließlich aber noch bei folgenden Schmökern schwach:
- Evelyn Sanders: Pellkartoffeln und Popcorn (Sonderangebot für 3,95 €, ist akzeptabel)
- Amy Tan: Der Geist der Madame Chen (in Erinnerung daran, dass ich von "Das Tuschezeichen" damals so begeistert war, und weil es teilweise in Burma spielt - obwohl ich den "Glaspalast" von Amitav Ghosh sicherlich vor diesem lesen werde)
- Zur Abwechslung ein Hörbuch: "Hectors Reise" von Francois Lelors

Zurückgelegt (und vorgemerkt für die preisgünstigere Suche im Internet) habe ich "Kennedys Hirn" von Henning Mankell und "Das Ikarus-Gen" von James Patterson. Außerdem "Schwesternmord" von Tess Gerritsen, das ich jedoch ohnehin nicht vorhatte, im Laden zu kaufen. Idem für "Die Perlenzüchterin", die mir langfristig auch noch lesenswert erscheint.

Beim planetar benannten Elektrofachhandel habe ich dann noch bei drei Tonträgern zugegriffen (zwei Mal Nightwish und ein Mal Him). Nun bin ich wieder für lange Zeit medial für Kopf und Herz ausgerüstet.

Ach ja, und dann habe ich mir abschließend noch eine Pizza schmecken lassen - Versuchung Nummer Drei. Ab und zu muss man sich ja mal was gönnen. Auch für die Seele. Danach fühlt man sich für fast alles gewappnet.

Damit Ihr nicht denkt, ich hätte es mir nur gut gehen lassen: Ich war auch fleißig. Habe schon Spanisch für morgen vorbereitet, und die Wäsche ist auch soweit fertig. Eine weitere Sendung im Rahmen der Tauschseite ist auch schon vorbereitet.

Nun denn: Morgen ist erstmal FreiSchreibtag angesagt. Jawoll. Endlich.

Karin 18.10.2007, 23.19| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Leben, Bücher, Musik, genießen, Arbeit,

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Glück ist ein Duft,
den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.

Oscar Wilde (1854-1900)


Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


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