3. AdvInternettes Treffen - so war's für mich

Planmäßig und ohne Zugverspätungen traf ich etwas früher in Wuppertal ein. So früh, dass fast sämtliche Weihnachtsmarktstände noch ihre Läden heruntergelassen hatten (fast 10.00 Uhr). In der Schwebebahn gelangen mir nach einigen experimentellen Versuchen auch endlich mal scharfe Bilder. Da ich ganz hinten saß, hatte ich glücklicherweise mal nicht dieses Mikro-Teil im Bild, welches vorne im durch Glas einsehbaren Bahnführerhaus herabbaumelnd die Sicht versperrt. Deshalb nahm ich für ein paar fotografische Impressionen sogar die morgendliche Gymnastikübung einer Hals- und Rumpfverrenkung nach hinten in Kauf.

Am Alter Markt angekommen und langsam Richtung Ziel geschlendert, war es immer noch etwas zu früh. Weil auch hier der Weihnachtsmarkt noch geschlossen und menschenleer war, ich außerdem keine Lust hatte, mehr als eine halbe Stunde alleine vor dem Brauhaus zu warten (wie doof und langweilig das ist, hatte ich ja schon im Jahr zuvor erfahren), kehrte ich noch kurz auf einen Latte Macchiato ins dortige Café Extrablatt ein. Als dieser auch prompt gebracht wurde, bezahlte ich ihn auch gleich. Nachdem ich ihn nun gemütlich ausgeschlürft hatte, waren es immer noch 15 Minuten vor Elf. Dennoch erhob ich mich, denn so allmählich - dachte ich - würden die anderen auch vor dem Brauhaus eintrudeln. Unterwegs kam ich noch an einem Weihnachtsmarktstand vorbei, welcher als einer der wenigen (darunter ein Süßigkeitenstand) bereits geöffnet war, und schaute mich an diesem um. Auf dem Parkplatz vor dem Brauhaus erblickte ich sofort Carsten, Viola, Sabine und Manuela. Nach einer Begrüßungsorgie und ein paar gewechselte Worte später gesellten sich noch Christa und Detlef dazu. Nun waren wir vollzählig, und es dauerte nicht mehr lange, bis wir und eine Meute weiterer Gäste in die ehemalige Schwimmhalle *fg* strömen konnten.

Der bestellte Tisch ward rasch gefunden, und die Schrottwichtelgeschenke in der Mitte zum späteren Schrottwichteln aufgestellt. Alle? Nein... EIN Schrottwichtelgeschenk erwies sich als zu groß, sperrig und den transtablären Blickkontakt behindernd, als dass es in die Mitte gepasst hätte. Ratet mal, welches das war. Richtig: Meines! A.CA.Smilewink.gif So wurde es zuerst irgendwo auf Seite gestellt, später gelangte es im Rahmen einer Fotografieraktion auf den hinteren, dem Innenraum zugewandten Teil des Tisches, wo es dann auch ohne zu stören blieb.

Inzwischen - nach Ankunft der zuvor bestellten Getränke - meldete sich nach und nach bei den advinternetten Menschen der Hunger. Während andere mehrmals den Teller für den Hauptgang nachfüllten, verfiel ich nicht mehr auf diese "Falle", in die ich einmal und nie wieder getappt war: Stattdessen ging ich nur EIN Mal mit dem großen Teller hin und nahm von vielem ein bisschen, bis der Teller ausreichend voll war. Schließlich musste ich ja noch Platz für die Köstlichkeiten zum Dessert lassen!!! A.B.Twink.gif Von den süßen Sachen nahm ich dann dafür zweimal. Diese Methode erwies sich übrigens als durchaus erfolgreich: Ich hatte keinerlei Beschwerden und sogar eine gute Verdauung! *gg* Offenbar ist mein Körper in der jetzigen Adventszeit vor Allem auf Süßes eingestellt.

Während des gesamten Treffens liefen natürlich angeregte Gespräche über dies und das; auch gab es viel zu lachen. Irgendwann war dann auch so langsam aber sicher die Zeit gekommen, mit dem Schrottwichteln anzufangen. Wie immer gab es ein lustiges Würfeln um die Geschenke: 6 bedeutet ein Geschenk nehmen, 1 bedeutet, dass man das Geschenk, das man bereits vor sich hat (falls vorhanden) an einen anderen Teilnehmer seiner Wahl abgeben muss. Gewürfelt wird reihum, und zwar so lange, bis jeder ein Geschenk hat. Schummeln und sich aus der Affäre ziehen geht gar nicht. A.CA.Smilewink.gif Beim Tausch kann es allerdings in der Praxis vorkommen, dass geklüngelt wird. Eventuell blöd für denjenigen, der ohne Anhang gekommen ist - oder auch nicht. In meinem Fall war es egal, denn mein einmal erlangtes Paket, das ich bis zum Schluss verteidigt habe, musste ich - so wollte es das Los - nicht mehr hergeben. Der Organisator hingegen, der darauf spekuliert hatte, dass ihm jemand die erwürfelte "Riesenlast" unbedingt wieder abnehmen würde, blieb unfreiwillig darauf sitzen. Ätschibätsch! A.B.Twink.gif Ich hoffe, er findet trotzdem eine dekorative oder sonstige Verwendung dafür.
Schlussendlich kann ich nicht sagen, dass irgendeine "Taktik" besser oder schlechter wäre als eine andere. Diesmal gab es im Übrigen keinen einzigen Fall, in dem ein Geschenk nach dem Auspacken noch einmal hätte ausgetauscht werden müssen. Daraus schließe ich, dass jeder mit seinem Schrottwichtelgeschenk "irgendwie" zufrieden war, womöglich sogar etwas damit anfangen kann, und dass nichts gar ZU "Schrottiges" dabei war. Ach ja... ein kleines Déjà-Vu aus dem letzten Jahr gab es übrigens auch. A.B.Twink.gif
Es war auf jeden Fall wieder einmal ein Riesenspaß für alle sieben, die dabei waren.

Um ca. 14.30 Uhr verließen uns Sabine und Manuela als erste, weil sie noch im Hellen nach Hause kommen wollten. Eine Stunde später war dann allgemeiner Aufbruch und die Abschiedszeremonie vor der Tür angesagt.

Da der Zug Richtung Köln gerade weg war, hatte ich vom Hauptbahnhof aus noch etwas Zeit zum Bummeln. Trotz Regen, welcher mich nicht unbedingt zu einem Weihnachtsmarktbummel einlud, habe ich ihn mir ein wenig angesehen. Als der Regen jedoch stärker wurde, bin ich umgekehrt und habe zum restlichen Zeitvertreib noch etwas am Kiosk gestöbert. Obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, keine neuen Papierbücher mehr zu kaufen, sondern die, die ich bereits besitze, wegzulesen, konnte ich am ausstehenden Büchertisch mit den Angeboten bei Dreien doch nicht widerstehen. (Die sind halt immer noch viiiiiiiiel günstiger als E-Books inklusive dem dazugehörigen Lesegerät! )
Meine Ausbeute:
- Eva Menasse: Vienna
- Irène Némirovski: Suite Francaise
- Mitchell Symons: Wo lassen Nudisten ihr Wechselgeld? (Interessant, was es so alles gibt... )
Ab Köln hieß es dann wieder: "Genießen Sie das Leben in vollen Zügen!" Glücklicherweise ergatterte ich auch hier einen Sitzplatz.

Leider kann ich Euch heute keine Bilder mehr dazu zeigen, da entweder meine Kamera-Speicherkarte oder mein Laptop diesbezüglich spinnt. Ich will jedenfalls nicht befürchten, dass ich jetzt sämtliche Fotos umsonst geschossen habe. Na ja. So gibt es eben jetzt nur einen textlichen Bericht.

Karin 06.12.2009, 21.40| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Treffen, Advent, Nikolaus, Ernährung, Wichteln, Soziales, Sternstunden,

Sonnenstunden

Lange habe ich überlegt, was ich denn nun zu meinem Geburtstag bloggen könnte...

So viel stand fest: Es sollte etwas überwiegend Sonniges sein. Außerdem auch ein wenig festlich.



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Zwar ist es kein runder Geburtstag, aber doch irgendwie für mich ein besonderer. Auch wenn ich ihn nicht pompös und außergewöhnlich feiern werde (das mache ich nie - mit Geburtstagsgästen und so habe ich ihn schon viele Jahre nicht mehr begangen), so werde ich diesen Tag doch ein wenig für mich zelebrieren: Indem ich es mir gemütlich mache, mir etwas gönne, am Abend vielleicht eine Flasche Sekt aufmache...

Den Sekt muss ich allerdings erst kaufen. Dornfelder Rotwein ist hingegen noch im Haus... Ach nein! An so einem Tag darf es ruhig Sekt sein. Der Rotwein läuft ja nicht weg.



Durch diesen Beitrag kam ich jedenfalls auf die Idee, eine kleine, individuelle Zusammenstellung zu machen, was diesen Tag eventuell noch so alles (nicht nur positiv - ein Bisschen Kritik kann ich mir auch hier nicht verkneifen) von den anderen abhebt. Vor langer Zeit hatte ich Ähnliches ja schon mit dem Jahr 1983 getan.

Neben den im oben erwähnten Beitrag im Gedankenfussel-Blog genannten Ereignissen geschah am 5. Dezember unter anderem Folgendes (kleine Auswahl):

- Die letzte Rede Marcus Tullius Ciceros gegen Catalina, welche er 63 v. Chr. hielt, führt nach Catos Statement dazu, dass die Catallinarische Verschwörung scheitert und deren Teilnehmer zum Tode verurteilt werden.

- Im Jahre 1492 wird die Karibikinsel Hispaniola von Christoph Kolumbus auf seiner ersten Reise entdeckt.

- Der kalifornische Goldrausch erlebt seinen Höhepunkt 1848, als ein Sklavenhalter namens James K. Polk in seiner Kongress-Rede einen tatsächlichen Goldfund deklariert.

- Der Schlussstein der Berliner Reichstages wurde 1894 gelegt. (Was im späteren Verlauf damit geschehen würde, konnte damals wohl noch niemand ahnen.)

- 1887 tritt die Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst in Kraft. (Leider konnte sie nicht verhindern, dass sie 46 Jahre später mit Füßen getreten werden würde...)

- Otto Lilienthal veröffentlicht 1889 seine Anleitung zum Fliegen auf der Grundlage des Vogelfluges.

- Die seit 1919 bestehende Prohibition in den USA endete in den meisten US-Bundesstaaten 1933.

- Deutschland unterzeichnet 1952 die Europäische Menschenrechtskonvention.

- Der französische Impressionist Claude Monet verstarb 1926 in Giverny (die Todesursache ist mir nicht bekannt). Auch das wiedererlangte Sehvermögen vermochte seine Depressionen nicht ganz zu heilen.

- 1955 verbünden sich die beiden größten US-Gewerkschaften AFL und CIO zu AFL-CIO (American Federation of Labor – Congress of Industrial Organizations). Diese sind Mitglied im Internationalen Bund Freier Gewerkschaften, welcher maßgeblich an der Bekämpfung von Kinderarbeit und Rassismus beteiligt war und sich bis heute unter anderem für die Bekämpfung von AIDS einsetzt.

- 1961 gelingt dem Lokführer Hans Deterling mit 24 weiteren Personen mit einem Zug die Flucht aus der DDR nach Westberlin. Zwei Jahre später wurde dies verfilmt.

- Der US-amerikanische Regisseur Robert Aldrich, der mir bisher völlig unbekannt war, verstarb an meinem Geburtstag in Los Angeles.

- Am 5. Dezember 2001 schloss die Afghanistan-Konferenz mit dem Petersberger Abkommen ab. Darin wurde die politische Neuordnung jenes Landes nach dem Taliban-Sturz geregelt. (Mir stellt sich in dem Zusammenhang nur die Frage, wie lange "vorübergehend" noch sein wird. Des Weiteren bleibt zu hoffen, dass die Ziele des Afghanistan Compact auch erreicht werden.)

- Wladimir Borissowitsch Kramnik verliert 2006 als zweiter Schachspieler in der Geschichte dieses Spiels gegen einen Computer.

Weitere (außer den zwei genannten) Geburts- und Todesdaten vom 5. Dezember könnt Ihr dort nachlesen.



Kaum zu glauben, was am 5. Dezember Im Laufe der Geschichte so alles los war!

Deshalb möchte ich heute ganz exklusiv mit Euch auf die positiven Ereignisse anstoßen, aber auch darauf, dass die weniger guten historischen Ereignisse der Vergangenheit angehören sowie auf die Hoffnung, dass sich einige aktuelle Dinge aus dem Zeitgeschehen noch zum Positiven wandeln werden!



Und möge jeder auf der Welt mindestens einen Engel haben, welcher ihm Liebe überbringt:


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Die Fotos habe ich übrigens auf dem Weihnachtsmarkt am Centro in Oberhausen geschossen, auf dem ich vorletzte Woche mit einigen lieben Menschen war.

Und für morgen freue ich mich auf eine weitere "Sternstunde" aus der Reihe "utopisches Leben":

Das traditionelle Advinternette Treffen mit Schrottwichteln in Wuppertal!

Dort wird es bestimmt auch so viel Sonne geben, wie ich beispielsweise in der Ausstellung "Sternstunden des Sonnensystems" im Oberhausener Gasometer und dem ganzen Drumherum inklusive Zwischenstopp am Bonbonstand des Weihnachtsmarktes (die Zimtbonbons hatten es mir da besonders angetan!) und anschließendem gemütlichen Essen bei freundlicher und humorvoller Bewirtung erleben durfte.



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Damit wünsche ich Euch einen schönen 2. Advent und eine Zeit voller Sonnen- und Sternstunden!

Euch alle -------------------------------------->


Karin 05.12.2009, 18.07| (11/11) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Geburtstag, 5. Dezember, 1983, Treffen, Sternstunden,

Das Leben

... hat mich voll gepackt!

Heute muss ich noch in die Stadt, ein paar Dinge erledigen, dann mache ich vielleicht noch etwas Haushalt...

Und morgen bin ich in Oberhausen. Ich freue mich schon auf die Sternstunden!
Davon scheint es ja in meinem Leben in letzter Zeit einige zu geben - und ein Ende ist noch nicht in Sicht...

Aber nun vorfreue ich mich erstmal auf ein wundervolles Treffen mit überwiegend bekannten und zwei bisher noch nicht bekannten Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende!

Karin 20.11.2009, 14.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Leben, Bloggen, aktuell, Sternstunden,

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Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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Oscar Wilde (1854-1900)


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