High-Tech-Hähnchen

Allein die Bezeichnung stößt mir sauer auf. Da werden Tiere, Lebewesen wie Maschinen benannt und als perfekt auf den Bedarf abgestimmte Markenprodukte gehandelt. Als "Hühnerprototypen" bezeichnet man jene Züchtungen, die massenhaft an die großen Fleischkonzerne wie etwa Wiesenhof verkauft werden, wo sie gemästet und bei MC Doof zwischen zwei Burgerscheiben landen. Igitt! Wo geht es bloß hin mit uns. Es ist nur ein Beispiel von vielen, wo ich lieber nicht an die Zukunft der Menschheit und diesem Planeten denken möchte. Aber was heißt hier Zukunft? Sie ist ja schon da!

Karin 04.07.2006, 23.10| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kuriose Welt | Tags: Wirtschaft, Ernährung, Ansichten,

Wortvielfalt

Die deutsche Sprache wächst täglich. Und zwar schneller, als neue Begriffe Eingang ins Wörterbuch finden können oder auch nicht. Oftmals bemerken wir es nicht einmal, wenn uns mal wieder eine neue Wortschöpfung in den Mund, aufs Papier oder auf die Tastatur gerät. Oder die wir in Zeitungen und im Internet lesen oder aber auch im Fernsehen hören. Viele davon benutzen wir ein Mal und vergessen es dann wieder. Andere wiederum - vergleichsweise wenige - sind kurze Zeit später in aller Munde und kommen uns dann gar nicht mehr so neu vor. Bzw. wir nehmen sie nicht als neu wahr, weil sie uns doch irgendwie vertraut sind, nur anders zusammengesetzt oder interpretiert, oder weil wir sie auch so verstehen (uns fällt ja immer das zuerst auf, was wir nicht verstehen, wo die Wissenslücken sind).

Es gibt aber jemanden, der genau diese Neologismen auf einer Internetseite zusammenträgt - ob es sich nun um besonders originelle Begriffe zu noch nicht wörtlich definierten Sachverhalten handelt, oder ob es sich um Wörter handelt, die schon eine gewisse Häufigkeit haben und sich im Sprachgebrauch bereits irgendwie etabliert haben, aber noch keinen Eingang ins Wörterbuch gefunden haben (würde man alle neuen Wörter sofort in dieses aufnehmen, müsste es ja bereits jetzt einen unendlichen Umfang haben).

Der Mann, der diese Wörter auf dieser HP versammelt, und zwar mit Angabe der Quellen (oftmals Medienartikel, die über Google gefunden wurden), heißt Lothar Lemnitzer und ist - natürlich - Sprachforscher von Beruf. Durchschnittlich 15 neue Wörter (wobei einmalige Begriffe, Eigennamen oder falsch geschriebene Wörter aussortiert werden) findet er pro Tag und stellt sie auf die Seite, die mit einer speziellen Analysesoftware funktioniert, die die Onlineversionen von verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen nach solchen Wortneuschöpfungen durchstöbert. 20.000 Einträge sind seit dem Beginn des Projektes 2002 auf diese Weise bereits zusammengekommen. So sieht man mal, wie vielfältig die deutsche Sprache wirklich ist. Und wie kreativ wir damit umgehen.

Dass dabei auch viele Anglizismen mitverwendet werden, kann man hierbei vernachlässigen. Wir sind es doch längst gewohnt, dass die Grenzen zwischen den Fremdsprachen immer mehr zerfließen. Außerdem benutzen wir doch auch seit Jahrtausenden wie selbstverständlich Wörter, die aus dem Altgriechischen oder Lateinischen abstammen. Eigentlich gehört Denglisch (und auch Freutsch, seit das Portemonnaie bei uns auch Portmonnee geschrieben werden darf) doch schon längst zum Alltag. Weder die Technik noch die neuen Forschungsrichtungen und die Wirtschaft kommen ohne es aus. Weil alles immer internationaler wird und man sich ja schließlich irgendwie verständigen muss. Und ein Ziel der Sprache ist es doch auch, Brücken zu bauen. Manchmal auch neue Horizonte zu entdecken.

Karin 04.07.2006, 21.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lesewelten | Tags: Worte, Deutschland, Ansichten,

Mücken mögen süßes Blut? Ach, Käse!

Stechmücken erkennen ihre menschliche Beute am Geruch. Der niederländische Insektenforscher Bart Knols hat herausgefunden, dass sie besonders auf Menschen mit »Käsefüßen« fliegen, wie die Zeitschrift VITAL berichtet.

Eine Analyse der Fußgeruchs ergab, dass er dem Limburger Käse ähnelt, Und bei seinen Tests konnte der Wisserschaftler die Mücken gerade mit dieser Käsesorte locken. Ursache dafür sind die Bakterien, die den Käse reifen lassen, denn sie sind verwandt mit den menschlichen Fußbakterien. Zu den wirksamsten Mitteln gegen Stechmücken zählen unter anderem Lotionen und Cremes mit dem Wirkstoff DEET. Biologische Körpersprays mit Zitronen-Eukalyptusextrakten wirken fast so zuverlässig wie chemische Inhaltsstoffe.

Wirksam sind auch elektronische Verdampfer. Sie geben jedoch Insektizide ab, un deren Giftstoffe können Atemwege, Haut und Augen reizen. Fragwürdig sind Mückenpiepser und auch Insektenlampen, die meist nur Nachtfalter töten. Lotionen mit ähterischen Ölen verdampfen zu schnell auf der haut und können Allergien auslösen. Auch Fackeln und Kerzen mit ätherischen Ölen sind kein wirksamer Schutz.

Aus: DN-Markt vom 04.07.2006

Karin 04.07.2006, 20.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwelten | Tags: Wissenswertes, Natur, Empfehlungen,

Neue Erkenntnisse aus der Klimaforschung

Jülicher Atmosphärenforscher sind zurzeit in China, um dort Messkampagnen zur Luftqualität durchzuführen. Gemeinsam mit chinesischen Kollegen aus aller Welt untersuchen sie, welches die wichtigsten Ursachen für die Luftverschmutzung in den Ballungsräumen um Beijing und im Pearl River Delta sind. Ein wichtiges Ziel: Bessere Luft für die olympischen Spiele 2008 in Beijing.

Die Wirtschaft boomt in den Ballungsräumen Chinas, Industrialisierung und Verkehr nehmen rasch zu. Unerwünschter Nebeneffekt: Die Luftverschmutzung steigt ebenfalls dramatisch an. So ist die Troposphäre über China 2002 mit Stickstoffdioxid um 50 % stärker belastet als 1996. »Die Chinesen sind brennend daran interessiert zu erfahren, welche Schadstoffe im Einzelnen in der Atmosphäre vorhanden sind, und welche photochemischen Prozesse stattfinden«, so Prof. Andreas Wahner, Direktor am Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre des Forschungszentrums Jülich. Unter dem Einfluss des Sonnenlichts können aus Auto- und Industrieabgasen stark belastende Substanzen entstehen wie das Ozon, das hierzulande als »Sommersmog« von sich reden macht. Andererseits ist die Konzentration so genannter Hydoxyl-Radikale interessant, die viele Schadabgase abbauen. Die Forscher der Peking Universität, welche die Unersuchungen leiten, greifen gern auf die Expertise der Jülicher Wissenschaftler zurück.»

Dabei spielt zum Einen eine Rolle, dass das Forschungszentrum Jülich seit Jahren intensive Beziehungen zu chinesischen Universitäten pflegt«, sagt Wahner. Die Jülicher Wissenschaftler erfassen im Pearl River Delta derzeit beispielsweise verschiedene Aldehyde, bestimmen, wie stark Spurengase photochemisch zersetzt werden und messen die Konzentrationen kurzlebiger freier Radikale. Die Ergebnisse könnten weit über China hinaus bedeutsam sein: »Es gibt Hinweise darauf, dass sich aufgrund des enormen und zunehmenden Ausstoßes von Luftschadstoffen in China die photochemischen Folgeprodukte wie Ozon und Aerosole auf das Klima und die Luftqualität der gesamten nördlichen Hemisphäre auswirken. Damit könnte auch in Europa beispielsweise die Ozonkonzentration zunehmen«, hebt Prof. Andreas Wahner hervor. Eine zweite Messkampagne im Großraum Beijing ist für Mitte August bis Mitte September geplant.

Aus: DN-Markt vom 04.07.2006

Karin 04.07.2006, 19.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwelten | Tags: Umwelt, Wissenswertes, Wirtschaft,

Mediterranes Flair

Manchmal wirkt eine Stunde Siesta halten (davon etwa die Hälfte mit tatsächlichem Schlaf und die andere Hälfte einfach ruhig liegend vor sich hindösend) mehr als viele Liter Kaffee, vor Allem, wenn man nachts doch recht wenig geschlafen hat. Ich fühle mich jedenfalls wieder fit und bereit, doch noch etwas an diesem heißen Tag anzufangen. Aber erstmal stärken, Mittagessen. Es gibt: Spaghetti mit Tomatensoße. Ist ja nicht zu deftig für das Wetter. Nicht, wenn man wirklich Hunger hat. Und gegen Warmes habe ich auch nichts - schlimmer wäre es wohl jetzt, seinen Kreislauf einen Kälteschock zu versetzen. Ich denke, ich gewöhne mich allmählich an diesen mediterranen Sommer. Muss ich ja. Es gibt keinen anderen. Die Klimaerwärmung und -verschiebeung wird ganz bestimmt nicht auf die Schnelle einen Rückwärtsgang einlegen. Also machen wir das Beste draus! Und lassen das gemächliche Tempo zu, in dem im Moment alles abläuft. Dafür ist es dann mindestens genauso gut - und für uns selbst noch besser. Immer ein bisschen tun, und immer schön die Pausen einhalten. Sich auch mal nachmittags das Liegen auf der faulen Haut gönnen, draußen die Sonne genießen, damit man auch wenigstens etwas Bräune bis zum Ende des Sommers abbekommt (mit hellem Hauttyp dauert es immer etwas länger). Mediterranes Leben - ein Hauch von Dolche Vita. Sich dem Klima, der Laune der Natur anpassen. Das heißt nicht, sich gehen zu lassen. Aber man wird so glücklicher, zufriedener, und letztlich erfolgreicher. Weil man in seinem eigenen Rhythmus arbeitet. Im Einklang mit sich selbst.

Karin 04.07.2006, 14.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Wellness, Stimmungen,

Stöckchen empfangen

Danke, liebe Märzsonne. Es ist gut angekommen und wurde gut weitergepflegt, wie man sieht:

*Welche 5 Städte/Orte möchtest Du in Deinem Leben auf jeden Fall noch sehen?


Kairo, Bangkok, Rio, New York, Sydney, Tokyo, ...

(Es sind weit mehr als fünf, und auch die Reihenfolge ist irrelevant. Am liebsten würde ich natürlich überallhin... aber nicht gleichzeitig. ;))

*Welche technische Entwicklung willst Du in Deinem Leben unbedingt noch erleben?

Umweltschonende Autos (zum Beispiel Elektroautos, die mit Strom aus der Steckdose bequem zu Hause getankt werden; oder Bioautos, die mit Biomasse fahren; oder wie wärs mal mit einem solarbetriebenen Vehikel?)

*Welche technische Entwicklung bisher stellt für Dich die Allerwichtigste dar?

Der elektrische Strom. Daraus leitet sich alles andere ab, was heute zum Alltag dazugehört, ihn erleichtert und die Fernkommunikation unterschiedlicher Art ermöglicht.

*Wie definierst Du persönlich die «absolute Liebe?

Liebe ist niemals absolut. Sie ist einfach da. Sie ist ein Gefühl der Zuneigung zu einem Menschen oder allgemeiner Lebewesen, in welcher Form auch immer. Auch einen Gegenstand, eine Situation oder ein Hobby uvm. kann man lieben. In dem Fall ist es einfach eine Neigung oder auch eine Präferenz. In besonders starker Form sogar eine Leidenschaft. Immer aber bezieht sie sich auf etwas oder jemanden. Man kann schließlich nicht alles und jeden lieben. Also kann sie nicht ganz selbstlos sein. Schon allein deshalb, weil man sich doch auch etwas durch sie erhofft. Bei Menschen will man Liebe zurückbekommen. Bei Dingen möchte man sich selbst Freude verschaffen, sich ausdrücken, seine Interessen definieren und vertreten oder seinen Horizont erweitern.

Ergo: Eine Liebe müsste a) selbstlos und b) Selbstzweck (Lieben um der Liebe willen, also auch losgelöst von dem Gegenstand oder Subjekt der Liebe) sein, um absolut zu sein. Ich glaube nicht, dass eine von den beiden Bedingungen in der Praxis meist der Fall ist oder könnte kein Beispiel nennen, wo das schon mal der Fall gewesen wäre (außer vielleicht die Buddhisten).

Mmmh... und wem überreiche ich es nun?

Angela, Brigitte, Eulchen, Inge, Manuela, Ocean, Shayanna und das Zuckerhütchen.
Und alle, die sonst noch mögen. Ich enthalte es niemanden vor - bedient Euch ruhig! :)

Karin 04.07.2006, 10.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bunte Welt | Tags: Stöckchen, Ich,

Hitzefolgen

Mannomann, was nicht alles gehäuft passiert, wenn's wieder mal dauerhaft heiß ist, so wie jetzt im Moment. Beispiele aus Düren (aus der heutigen Dürener Zeitung):

  • Ein LKW-Fahrer bekommt einen Herzinfarkt und baut einen Riesenunfall an einer Straßenkreuzung mit Schäden von geschätzten 12.000 € inklusive Personenschaden (Autobüschen gerammt und Fahrerin verletzt), Verkehrsinsel über- und Ampel umgefahren und stundenlange Absperrung des Unfallsortes, bis die Unfallschäden beseitigt waren.
  • Ein 77-jähriger Kölner Fahrer schläft am Sonntagnachmittag bei Merzenich am Steuer ein, verursacht einen Unfall, bei der eine 40-jährige Fahrerin und ihre Tochter schwer verletzt werden, er selbst aber unbeschadet bleibt.
  • Ein Betrunkener kommt in Lucherberg auf die Schnapsidee, an einem wunderschönen Nachmittag in dem dortigen See zu schwimmen und ertrinkt darin.

Nun, dann kann man ja nur hoffen, dass es wieder kühler wird. Oder Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration und einen kühlen Kopf erfordern (wie eben Autofahren oder gar schwimmen) auf vormittags verlegen.

Karin 04.07.2006, 06.58| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Katastrophen, Alltag,

Die gute Tat...

... wenn auch nur virtuell, aber es hat Spaß gemacht, mit viel Einfühlsamkeit, Phantasie und ein wenig psychologischem Gespür Kuscheltiere zu heilen versuchen. Bei der Schlange und beim Schaf ist mir das sogar geglückt. Das Krokodil musste leider Entzugsmaßnahmen über sich ergehen lassen, und dem Nilpferd geht es dank mir noch schlechter denn je. Aber schön, dass Shayanna diesem besser helfen konnte. :)
Aber Spaß hat's gemacht. Und ins Ärztebuch durfte ich mich auch stolz eintragen. Eine super Idee und ein Zeitvertreib mit Köpfchen, das heißt sehr assoziativ, ist das!

Karin 04.07.2006, 02.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Mediaworld

Danke...

... dass Íhr mich so zahlreich und treu besuchen kommt, auch wenn es in letzter Zeit hier nicht allzuviel zu lesen gab (das wird nachgeholt - versprochen. Ihr habt es verdient!).
Vor kurzem erst habt Ihr die 50.000er-Schwelle überschritten (leider weiß ich nicht, wer der 50.000ste Besucher war, denn der hätte ganz bestimmt irgendeine kleine Überraschung von mir bekommen ;)).

Ein guter Anlass, einmal danke zu sagen, nicht nur dafür, dass Ihr da seid (dafür komme ich auch gern in Euren Blogs vorbei), sondern auch für all Eure Kommentare und Shoutboxeinträge, die - natürlich sauberen - Fußabdrücke, die Ihr mir hinterlasst und die diesem Blog erst richtig Leben einhauchen.
Danke auch, dass ich hier in dieser Bloggergemeinschaft sein darf, und das seit nunmehr einem guten halben Jahr.Und jetzt lasst uns die Gläser feierlich erheben, nicht nur auf diese megamäßige Rekordzahl [51921!], die mich selbst überrascht, sondern vor allem auf eine hoffentlich noch lang währende schöne Zeit in dieser Bloggerwelt!

für dich.GIF

Karin 03.07.2006, 20.57| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Bloggen

Abkühlung gefällig?

Es geht wieder aufwärts ... bzw. abwärts, ins Tal des Lebens, wo die erfrischende Quelle in der Sonne glitzernde Lichtperlen hervorsprudelt, die Hoffnung machen. Die Durststrecke meiner Seele ist überwunden. Und wenn es mir wirklich zu heiß wird, ist das nur ein weiterer Grund, mich fröhlich den Wasserfall hinabrutschend ins kühle Nass hinabzulassen.

Nein, ich habe keinen Sonnenstich bekommen, und auch meine Phantasie geht nicht im Fieber mit mir durch (gedenke aber Genesungswunsch sendend denen, die vielleicht welches haben); sondern sende Euch allen, zumeist schwitzenden Gemütern, hiermit ein paar kühlende Gedanken. Bei mir wirken sie auch. I feel good. :)

Und mein PC ebenfalls - dem habe ich gestern passend zum Wetter ein cooles Desktopmotiv gegönnt. Damit er nicht zu heiß läuft. :) Ja, ich vergesse meinen guten alten Kasten nicht, der mir so treue Dienste leistet. (Und mir und meinen Augen tut das Bild auch gut.)



So, und jetzt lasst es Euch gutgehen. ich denke, nach dem Dankeschön-Gruß blogge ich heute nichts mehr. Ich möchte Euch an diesem heißen Tag nicht mit Info überfrachten, hätte auch dazu keine Lust mehr, und mein PC braucht auch seine wohlverdiente Ruhepause. Bis denne! Karin

Karin 03.07.2006, 20.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Bilder, Bloggen,

Zu sich selbst finden

In den letzten Tagen ging es mir nicht so gut. Nicht nur, weil sich die Zeit meiner Arbeitslosigkeit in die Länge zog und die mangelnden (aber niemals ganz schwindenden!) Aussichten auf Erfolg auch irgendwann an einen selber zehrt. Ich hatte mich auch etwas zurückgezogen (was meine normale Methode ist, zu mir selbst zurückzukommen, ohne dabei anderen mit meinem Gejammer oder ähnlichem zur Last zu fallen; mein Lebensverlauf lehrte mich, mit allem allein fertig zu werden und meine Lösungen selbstständig zu finden). Was ich tat, erledigte ich eher lustlos. Was ich nicht tat, erhob sich zu einem demotivierenden Berg, den ich erstmal wieder abtragen musste. Gedanken kreisten, fanden aber letztlich doch kein Ventil nach draußen. Zusätzlich machte mir die Hitze zu schaffen; man kann jedenfalls nicht sagen, dass dieses Wetter zu besonders reger, auch körperlicher, Aktivität verleitet. Aber irgendwie lief es schon immer weiter, so wie es immer im Leben ist.

Auch jetzt hat sich objektiv gesehen an meiner Situation noch nichts geändert. Meine innere Einstellung hingegen schon. Ich bin wieder optimistischer und bereit, meinen Weg weiterzugehen. An dieser Baustelle namens Leben weiterzubauen. Steinklotz auf Steinklotz zu setzen, damit daraus später mein Haus entstehen kann. Ich hatte meine Auszeit, wenn auch ursprünglich nicht ganz gewollt (sehe aber ein und akzeptiere für mich, dass sie wohl notwendig war), und bin nun regeneriert und gestärkt, um auf frischer Tat voranzuschreiten. Ich lasse mich nicht von einem Schicksal beugen, das nicht meines sein sollte. Bis zu einem gewissen Grad bin ich vielleicht auch tatsächlich selbst dafür verantwortlich - weil ich mich in den falschen Blickwinkel geneigt habe; weil ich zu sehr das Negative und zu wenig die Sonnenstrahlen gesehen habe. Weil ich mich selbst in den Schatten hinabgebeugt habe, anstatt aufrecht jedem Lichtstrahl entgegenzugehen, der sich mir zeigte. Und nebenbei weiterzuleben. Auch für andere Menschen.

Wenn man sich zu viel vornimmt, geht das meistens in die Hose. Das kann manchmal sogar denselben Effekt haben, als sich zu wenig vorzunehmen. Man bewegt sich letztlich nicht vom Fleck bzw. rennt auf der Stelle wie auf einem Laufband und dabei doch von sich selbst weg. Nur wenn man im Einklang mit sich selbst ist und sich im Klaren darüber ist, wer man überhaupt ist, wo man im Leben steht und was man erreichen will, kann man aus diesem Hamsterrad ausbrechen. Wenn man dann noch Verständnis, Rückhalt oder gar seelischen Beistand von anderen (und sei es auch nur wenigen) Menschen erhält, gibt das einen zusätzlichen Schub und macht auch Mut, diesen Schritt nach vorn zu tun. Und es bestärkt.

Es sind manchmal die kleinen Dinge, die das Lächeln auf dem Gesicht zurückkehren lassen. Und sei es auch nur eine SMS oder ein simples, aber intensives Telefonat mit einem Menschen, zu dem man einen unsichtbaren Draht hat. Mir gab es nicht nur meine Lebensfreude, sondern auch den Glauben an mich selbst und meinen Stolz zurück.

Denn wenn jemand schon an mich denkt, muss ich es doch auch irgendwie wert sein. Ich muss meinen Wert in Zukunft also nur noch etwas besser verkaufen (womit ich wieder beim Thema wäre und ich den Kreis für diesen Beitrag schließe).

Karin 03.07.2006, 02.06| (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Lebenswelt | Tags: Alltag, Stimmungen, Ich,

Unparteilichkeit

Ich, 22, parteilos. Parteilos, aber nicht kopflos. Nicht meinungslos. Nicht rückgratlos. Nicht willenlos. Auch nicht herzlos. Einfach nur parteilos aus Überzeugung.

Unparteilichkeit als Lebensprinzip. Als individuelles Gesetz, das man sich gesetzt hat. Als persönlichen Weg des Friedens mit sich selbst und seiner Umwelt. Und vor Allem: Als Voraussetzung für die Freiheit aller. Für den freien Meinungsaustausch. Für das gute Miteinander ohne verletzende Reibungen oder gar Anklagen. Aber auch für die innere Freiheit. Ohne zwischen den Fronten zerquetscht zu werden. Oder gar in Zwiespalt mit sich selbst zu geraten.

Ich habe für mich die Unparteilichkeit gewählt. Nicht nur, weil ich mich nicht gern in Schubladen stecken lasse, in denen es mir schon bald zu eng werden würde. Sondern auch, weil ich der Ansicht bin, damit am besten zu fahren und der Gemeinschaft so am besten zu dienen. Nicht, um mich kleiner zu machen, als ich bin. Sondern im Gegenteil, um so sein zu können, wie ich nun einmal bin, und wozu ich auch stehe. Und weil ich gern mal über den Tellerrand schaue, um damit meinen Horizont zu erweitern und letztlich die Welt - und ihre Menschen - immer besser zu verstehen. Denn daraus kann auch ich wachsen.

Mit meiner Unparteilichkeit stelle ich mich auch keineswegs ins Abseits. Vielmehr erlaubt es mir diese, mich an die jeweilige Gesellschaft anzupassen, ohne mich selbst zu verlieren. Ich verstehe mich durchaus als Puzzleteil eines großen Ganzen - und als solches bewahre ich meine Neutralität, um eins mit mir selbst zu bleiben und mir jeweils die Farbe zu geben, nach der mir gerade ist. Authentizität. Mit Echtheitszertifikat. Unverfälscht. Unbeschönigt. Unbeirrt. Unabhängig. Einfach ich.

Ich, 22, parteilos. Mit Leib und Seele.

© Karin Scherbart

Karin 03.07.2006, 00.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gedankenwelt | Tags: Ansichten, Worte,

Mein Tipp für heute:



Und im Finale werden dann Frankreich gegen Deutschland spielen... dann kann ich mich auf jeden Fall auf den Ausgang der WM freuen - egal wie es ausgeht. :)

Und nun verordne ich mir eine Zwangsblogpause, bis das Ergebnis von DIESEM Spiel feststeht. bin sowieso schon so spät dran - dafür, dass Brasilien-Frankreich wohl sehr spannend zu werden verspricht, sind es doch zwei würdige Gegner.

Ihr seht: Ganz so WM-muffelig bin ich auch nicht. Ich mag nur nicht das Übertriebene, Massenhafte, bis zum Überdruss Konsumierende und Medientralala.

Nicht zuletzt hängt es auch von meiner Stimmung ab; vielleicht auch wie nah das Finale rückt (und danach wird gefeiert! Hoffentlich habe ich dann auch noch einen weiteren Grund, gut gelaunt zu sein).

1:0 für mich!
Und amüsant war's auch.

Karin 01.07.2006, 21.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Sportliches, Französisches, Deutschland,

Ausnahmezustand

Irgendwann ist es aber auch mal gut! Ja, ich weiß, das Deutschland im Halbfinale ist. Habe es schon gelesen, und es wird ja hier keine Gelegenheit ausgelassen, mir das akustisch lautstark unter die Ohren zu reiben. Huuup-huuuuuuup-hurra! * Fähnchen aus der motorisierten Karawane schwenk, Ansätze des Deutschlandlieds sing und ohrenbetäubend schrill schrei * <- bezieht sich auf die andere Hälfte der Deutschen, nicht auf mich, die darüber nur die Achseln zuckt: Deutschland im Halbfinale? Na und? Müsst Ihr deswegen vernünftig gebliebene, gelassene Bürger mit Eurer fanatischen Massenbegeisterung terrorisieren? Wie soll das erst im Finale werden...

Hilfe! Nein, Deutschland soll BLOSS NICHT Weltmeister werden! Meinen Ohren zuliebe (sie sich zuhalten nützt nichts - das habe ich längst begriffen). ;)

Eine genervte Karin



Karin 30.06.2006, 20.31| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Sportliches, Ansichten, Deutschland,

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Notizen und Gedanken



Glück ist ein Duft,
den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.

Oscar Wilde (1854-1900)


Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


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