Ein Menschenbild,

das in seiner Summe Null ergibt, wird gleich um 23.00 Uhr auf EinsLive zu hören sein. Grober Themenumriss: Das Individuum in der modernen Gesellschaft. Es geht darum, wie sehr die Menschen heute (zum Beispiel durch die Medien) manipuliert werden, und um die Frage, wie abgestumpft "wir" (damit möchte ich keineswegs verallgemeinern) wirklich sind.

Nachtrag: Nach der ersten Hälfte habe ich es praktisch nur noch im Hintergrund gehört, mit Ausnahme einiger Passagen. Manchen Leuten dürften diese "Soundstories" beim ersten Hören etwas "Psycho" erscheinen, aber das ist halt so gewollt. Jedenfalls war auch dieses Stück sehr professionell und literarisch anspruchsvoll gemacht und regte teils auch zum Nachdenken an. Es ist erstaunlich, wie viel Tiefe in scheinbar banalen und manchmal auch (gewollt) hohl wirkenden (aber nicht seienden) Erzählungen der erzählenden Personen stecken kann. Die Geschichte mit der denkenden, ihre Gedanken aber nicht zuende denkenden Schildkröte zum Beispiel ist mir insbesondere im Gedächtnis haften geblieben. Sie ist eine Art Metapher der Figur, die über sie sinniert, aber auch eine Metapher vieler Menschen in der heutigen, immer schneller werdenden Zeit.

Karin 03.10.2006, 22.52| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Mediaworld | Tags: Medientipps

Funaktion: Werbung selbstgemacht

Einfach so, als kleiner kreativer Spaß, habe ich mir die Aufgabe 2 dieses Werbetexter-Copytest-Musters (die einfachste ;)) geschnappt und durchgeführt. Ergebnis *räusper*:

»Man kann auch ohne Alkohol fröhlich sein«

»Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Party. Gute Musik, nette Leute, alle sind gut drauf und haben nur eins im Sinn: Tanzen tanzen tanzen im bunten Lichtgewitter, reden, lachen, sich vergnügen. Was man halt so auf einer Party macht. Auf jeden Fall den Alltag gaaaanz weit nach hinten verschieben. Der Alltag - oh je, schon allein beim Gedanken daran, an die vielen Probleme, die Sie gerade erst hinter sich gelassen haben, aber befürchten, nicht schnell genug vergessen zu können - allein dabei bekommen Sie auf einmal sehr großen Durst. Wenn Sie sich einen hinter die Binde kippen, denken Sie, würden sich all diese lästigen Alltagssorgen wie durch ein Wunder in Wohlgefallen auflösen... Hey, hallo, wachen Sie auf! Gestehen Sie sich doch die Wahrheit ein, erinnern Sie sich daran: Das Märchen vom Alkohol und Vergessen und so, es funktioniert nicht. Wenn Sie sich selbst runterziehen und bemitleiden, wird der Alkohol Ihnen garantiert noch schwerer auf der Seele lasten. Denn Alkohol verstärkt nur die Emotionen, die Sie vorher auch schon gehabt haben. Dasselbe gilt, wenn Sie wütend sind. Oder wollen Sie sich den Spaß etwa durch eine sich anbahnende Schlägerei verderben lassen? Na also. Und denken Sie erstmal an den Morgen danach, diese Kopfschmerzen und Übelkeit, das müssen Sie doch nicht haben. Und wenn Sie sich wirklich jetzt nicht von sich aus freuen können auf dieser Fete, dann mischen Sie sich doch einfach unter diese fröhlichen Leute, ja, genau die dort mitten auf der Tanzfläche, die am lautesten kreischen, lassen Sie sich anstecken und mitreißen von dieser Begeisterung, jaaaaaaa... Und wenn Sie dann der Durst überkommt, gönnen Sie sich lächelnd einen alkoholfreien Cocktail - oder mögen Sie lieber Saft - und erblicken plötzlich diese hübsche Erscheinung an der anderen Seite des Tresens, die Ihnen - offenbar auch nüchtern - zuzwinkert. Na los, gehen Sie schon hin, sprechen Sie sie an! Denn es ist Ihr Abend, Ihr Auftritt, Ihr Leben!«

Na, habe ich überzeugt?

SmileyCentral.com

*gg* Nein, ich habe nicht vor, den Beruf zu wechseln - so auf Knopfdruck Ideen wie vom Fließband herunterspulen ist nichts für mich. Und es geht ja dabei nicht nur ums Schreiben - es muss sich auch verkaufen, muss erfolgreich sein. Dieser Druck wäre nichts für mich; es würden sich bei mir gleich die Denkblockaden aufstellen.

Obwohl, verrückt genug wäre ich vielleicht - es würde schließlich auch nicht jeder auf die Idee kommen, einfach mal so aus Jux eine Testaufgabe für Werbetexter zu erfüllen. Und das nur, weil ich durch reinen Zufall über den Artikel gestolpert war. ;)

Ich hoffe, Ihr hattet trotzdem Freude beim Lesen, und vielleicht habt Ihr ja Lust bekommen, es einfach mal zum Zeitvertreib nachzumachen (aber nicht einfach meinen Text kopieren und in Euren Blog setzen, ja? Das würde mir schon auffallen ;)).

Karin 27.09.2006, 23.17| (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kreative Welt | Tags: Kreativität, Kommerz, Ernährung,

Knüppeldick und andersherum

Bei Siemens sollen 5400 Jobs gestrichen werden. Im Gegenzug sollen die Managergehälter um 30% angehoben werden. Ein Fall wie viele andere.
Wenn da nicht die öffentliche Kritik der Mitarbeiter wäre, die sie in dem Blog ihres CEO (der Spiegel-Artikel enthält einen Link zu den markantesten Zitaten) abgeben. Nach dem Motto: "Vielleicht werde ich morgen ja eh entlassen - dann kann ich auch ruhig mal so richtig hemmungslos Dampf ablassen"
Über die teilweise Wortwahl kann man sich nun natürlich streiten. Aber wenn schon so massiv Kritik geübt wird, sollte das doch eigentlich auch zum Nachdenken anregen, oder?

Zumal es auch anders geht.
Hier mal ein Gegenbeispiel, das ich nun gefunden habe und das zeigt, dass es für ein Unternehmen sogar von eindeutigem Vorteil ist, sich um seine Mitarbeiter zu kümmern. Auch wenn es sich hier um einen kleinen Betrieb handelt, so ist es doch vorbildliches Modell, von dem sich die "Großen" einiges abgucken könnten.
Tja, vielleicht sind Frauen doch die besseren Chefs. ;)
Aufmerksam wurde ich darauf durch einen Link von Irmgard bei Falk.

Karin 27.09.2006, 01.39| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Wirtschaft, Business, Katastrophen,

Neues aus der Fotografie

Das gibt es auf der Fotokina in Köln, die noch bis zum 01.10. in den dortigen Messehallen stattfindet.
Auch wenn meiner Ansicht nach nicht alle Zusatzfunktionen von Kameras, die neu auf den Markt kommen, unbedingt notwendig sind (auf eine Slimming-Funktion kann ich persönlich zum Beispiel gut und gerne verzichten), so finde ich es doch interessant, wie sich die digitale Fotografie immer mehr entwickelt. So kann man beispielsweise heute schon mit einer bestimmten Kamera unter Wasser fotografieren. Und die eingebauten Bildstabilisatoren gegen zittrige Hände halte ich auch für sehr praktisch - so braucht man in Zukunft nicht mehr extra ein mitgeschlepptes Stativ aufzustellen, wenn man ein wackelfreies Foto schießen will. Nur leisten muss man es sich können...
Aber ich denke, es gibt inzwischen auch für kleinere Geldbeutel oder ggf. auch mittelklassige Kameras, die schon sehr gut sind. Jedenfalls gebe ich die Hoffnung nicht auf, etwas Besseres als meine Olympus C220 zu finden, was aber trotzdem erschwinglich ist.
Eigentlich würde mich ja auch eine Spiegelreflexkamera interessieren, aber dann muss a) die Einarbeitung nicht allzu schwer sein und b) sollte der Preis außerdem noch stimmen.

Karin 26.09.2006, 21.31| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Mediaworld | Tags: Fotografie, Kommerz,

Altwe(i)bersommer

In Wahrheit hat der Altweibersommer seinen Namen gar nicht von irgendwelchen menschlichen Weibern, sondern von so einem achtbeinigen Wunder der Natur:

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Letzter (oben fehlender bzw. nur halb sichtbarer) Teil des Artikels:
Image Hosted by ImageShack.us

Ist das nicht ein schönes, "romantisches" Altweibermärchen?
SmileyCentral.com

Karin 26.09.2006, 19.25| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Naturwelten | Tags: Natur, Wissenswertes,

Plastic People

Umgerechnet 6000 Euro soll die First Lady der Puppenwelt Barbie, die mit dem trägerlosen Badeanzug, der Sonnenbrille und kerzengeraden statt der späteren geknickten Beinen, wert sein. Stellt sich nur die Frage, wer bereit ist, so viel Geld für so ein Sammlerstück auszugeben, bzw. es sich leisten könnte? Nun, anscheinend werden sich da schon genug Interessenten finden, sonst ließe es sich wohl kaum so hoch steigern:

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Nun, seien wir froh, dass jeder echte Mensch auf diesem Planeten noch unbezahlbar ist. Und hoffen wir, dass es so bleibt!

Karin 26.09.2006, 19.20| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kuriose Welt | Tags: Kommerz

Keine Patente auf Menschen!

Eine Aktion des Kolpingwerkes protestiert gegen ein Patent auf menschliches Leben, über das das Europäische Patentamt innerhalb der nächsten Monate entscheiden will. Durch das Patent würde legitimiert, dass embryonale Stammzellen zu kommerziellen Zwecken aus dem menschlichen Körper entnommen werden dürfen.
Wer ebenfalls bei der Protestaktion mitmachen möchte, der kann sich hier den Musterbrief herunterladen, unterschreiben und abschicken. Bedenkt bitte, dass je mehr Menschen mitmachen, desto eher kann etwas erreicht werden, weil es dann die öffentliche Meinung umso stärker wiedergibt. Ich denke auch, dass der "Aufwand" demgegenüber ziemlich gering ist - es kostet ja nur 55 Cent Porto und je nachdem weniger als eine Minute Zeit, um zum Briefkasten zu laufen. Für mich eine Investition, die sich lohnt.

Karin 26.09.2006, 18.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue Welt | Tags: Menschliches, Aktionen,

2019
<<< Juni >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
     0102
03040506070809
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Für Fairness!
Gegen Intoleranz!






Ich fotografiere mit:



Sony Alpha 57
(seit 2012)



Fotoaktionen



Teilnehmerliste


Meine Empfehlung
für Online-Autoren:


PageWizz
Letzte Kommentare:
Martina:
Das Stress vermeiden ist denke ich ein ganz w
...mehr
Martina:
Da bin ich dabei, eigentlich hab ich mit Yoga
...mehr
HsH:
Ich bin froh, dass mein Baum die Klappe hält.
...mehr
Ingrid:
:Häh?: ... Ich dachte es heißt Adventkalender
...mehr
Anne:
Hallo Karin!Ich bin eisern, ich gebe nicht au
...mehr
Seit dem 03. Januar 2012:


Beruflich biete ich:

Texte, Lektorat und Übersetzungen

Nebenschauplätze:

Frau und Technik

NEW: Utopia - International Version

NOUVEAU: Utopie francophone

Lebensharmonie

Mein Jakobsweg - Reiseblog 

Notizen und Gedanken



Glück ist ein Duft,
den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.

Oscar Wilde (1854-1900)


Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


Mein Wunschzettel
[klick]






Blogger United


Interne Welten
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3