Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Winter

Herzblatt und Herbst-Winter-Impressionen

Heute möchte ich Euch mal wieder mit einem Montagsherz beglücken. Diesmal eines, das man in dieser Farbkomposition nur in der aktuellen Jahreszeit, und auch nur für bestimmte Zeit, erblicken kann:



Habe ich jemals schon mal erwähnt, dass ich den Herbst mag? Ja, sicher, diese Farbenpracht ist - wie alle saisonalen Phänomene - vergänglich, und der Winter steht vor der Tür... Dennoch genieße ich diesen Anblick. Überhaupt genieße ich die Vorteile ein jeder Jahreszeit.

Manchmal scheinen sich die Jahreszeiten auch zu vermischen. In den letzten Jahren scheint das nach meinem Eindruck sogar öfter als sonst zu geschehen. Hier noch ein paar Eindrücke von meinem sonntäglichen Spaziergang, die ich unbedingt festhalten musste. ...weiterlesen

Karin 29.10.2012, 20.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Impressionen von der neuen Eiszeit

Nach einem regenerierenden Samstag wurde es heute wieder Zeit, vor die Tür zu gehen. Auch wenn man es meiner direkten Wohnumgebung nicht sofort ansieht, bietet sie, wenn man erst einige Schritte gegangen ist, doch ein paar Gelegenheiten zur Naherholung. Da ist zum Einen der Wald, und zum Anderen ein kleines Wasserschloss, das zurzeit eher ein "Eisschloss" und dessen umgebender Tümpel ein Paradies für Amateur-Eisläufer darstellt (zumindest auf 99% der Eisfläche schlaumeier.GIF).

Doch schon vor meinem Spaziergang, also ohne erst so "weit" laufen zu müssen, brachten mich die Auswüchse der aktuell noch sibirischen Wetterverhältnisse ab und an zum Staunen. Zum Beispiel an diesem Wartehäuschen, wo mich eines Morgens diese Eisblumen begrüßten:



Statt "Eis am Stiel" ist im Moment eher "Stiel(e) am oder gar im Eis" angesagt. An diesen Winterstöckchen im von der Sonne beschienenen Eis konnte ich nicht einfach so vorbeigehen:



Aber das ist gar nichts im Vergleich zur Verwunderung, die mich bei dem Anblick überkam, der sich mir an dem kleinen See um das Schloss bot. Was hättet Ihr denn spontan gedacht, wenn Ihr dieses Tier so da gesehen hättet? Wahrscheinlich dasselbe wie die meisten (und auch ich, bevor ich eines Besseren belehrt wurde). Mein lieber Schwan... ...weiterlesen

Karin 05.02.2012, 22.21 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Streusalzmangel

Man möchte meinen, eigentlich hätte man am letzten Wochenende bereits auf einen erhöhten Streugutbedarf vorbereitet sein müssen. Immerhin dauert dieser Winter nicht erst seit gestern an. Tatsächlich aber war am Samstag und Sonntag auf unserer Straße noch nichts davon zu bemerken. Erstmalig seit langer Zeit befand sich dann darauf eine dünne, plattgefahrene Schneeschicht - möglicherweise teils auch vereiste Passagen. Inzwischen haben wir knapp 0° C, und die Straße inklusive freigeschippter Gehwegabschnitte folglich frei.

Wie es auf Deutschlands Autobahnen aktuell aussieht, kann ich nur erahnen. Dass Raketentransporte durch den Status Quo verschoben werden, ist dabei langfristig wohl das geringste Problem. Man stelle sich hingegen vor, wenn der wetterliche Zustand längere Zeit angedauert hätte bzw. andauern würde. In manchen, abgelegenen Gegenden würde dann wahrscheinlich ein ernsthaftes Versorgungsproblem entstehen. Jetzt ist mancherorts schon die Rede davon, dass Streusalznachschub aus Chile und Marokko eingeliefert werden soll. Dabei muss es doch nicht unbedingt Salz sein: Man kann auch beispielsweise mit Sand oder Kalkgranulat streuen.

(Ich könnte jetzt 'nen karnevalistischen Witz machen und sagen: "...oder mit Kamelle!"  Aber sonst würde das nachher noch irgendjemand für bare Münze nehmen -  und dadurch eventuell noch mehr Unfälle verursachen. )

Karin 15.02.2010, 12.27 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Eisiges Kunstwerk der Natur

Obwohl hier durchschnittlich ca. 10 cm Schnee liegen (an manchen Stellen mehr, an geschippten Stellen und Straßen entsprechend weniger), und trotz im Laufe des Tages optimalen Witterungsverhältnissen zur Entstehung von Eiszapfen waren diese auf meinem heutigen Spaziergang insgesamt etwas dünn gesät.

Teilweise hätte ich sie sogar mit der Lupe suchen müssen, wenn ich eine solche dabei gehabt hätte. Und die paar, die ich fand, erschienen mir irgendwie zu banal, schlicht und gewöhnlich, um sie jetzt im Rahmen von Falks ->

Blogparade Schöne Eiszapfenfotos

... zu zeigen.

Schließlich wurde meine akribische, aber dennoch gelassene und unverkrampfte Suche nach einem schönen Exemplar doch belohnt.

Genau genommen könnte man ja darüber diskutieren, ob es sich hierbei um einen einzigen Eiszapfen oder vielmehr um eine kunstvoll verschlungene Ansammlung davon (vielleicht auch eine Eiszapfenfamilie *gg*) handelt. A.CA.Smilewink.gif

Aber da der Herr Doktor den Teilnehmern ausdrücklich den maximalen Interpretationsspielraum gelassen hat (die einzige Voraussetzung: es sollten schon tatsächlich EISzapfen sein ), denke ich, dass dieses extravagante eiskalte Gebilde durchaus als Eiszapfen durchgehen kann:

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Zumal es ja kein Wettbewerb á la "Wer hat den Allerschönsten?" oder so sein soll, sondern einfach eine normale, wertungsfreie Blogparade außer Konkurrenz.

Für mich sieht es irgendwie aus wie eine dreifingrige Hand mit einer Kralle am Daumen, bzw. nach einem Vogelfuß.

Sehe ich mal davon ab, dass mich so etwas an einem lebenden Wesen, gleich ob real oder eine Fantasy-Figur, eher abschrecken würde, empfinde ich dieses Konstrukt in abstrakter Form als Kunst.

Es ist ja nirgendwo die Rede davon, dass "Schönheit" unbedingt als etwas gleichmäßig Ästhetisches betrachtet werden soll. Nein, je nach Definition kann "Schönheit" auch einfach als Kunst, etwas Spezielles und Außergewöhnliches eben, angesehen werden.

Das heißt natürlich umgekehrt nicht, alles Außergewöhnliche wäre automatisch schön. In diesem Fall bin ich jedoch der Ansicht, dass dieses Exemplar, inklusive seiner das Licht reflektierenden Ecken und Kanten, durchaus etwas Schönes an sich hat. Besonders, wenn man sich einzelne Details davon anschaut. Aber auch als Gesamtkunstwerk.

Wenn man will, kann man in vielem Schönheit entdecken. Man muss es nur sehen.

Karin 31.01.2010, 19.36 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Passend zur Jahreszeit

... habe ich meinen Blog nach langer Zeit mal wieder um-designed.

Dabei war es mir wichtig, dass a) die Gesamtkonstellation mit dem Headerbild harmoniert, aber auch b) es nicht allzu trostlos grau aussieht. Ich hoffe, es ist mir gelungen, beides unter einen Hut zu bringen, ohne dass irgendjemand Augenkrebs davon bekommt. Wobei man es allen sicherlich niemals recht machen kann. Ich persönlich bin nach einigem Herumbasteln und damit verbundenen "Oh Gott - wie das sticht" Momenten zu einem für mich zufrieden stellenden Ergebnis gelangt.
Etwas schade finde ich nur, dass die Farbauswahl für das Bloggernetz-Widget so bescheiden ist. Aber dafür kann ich ja nichts. Ich habe daher die für mich am ehesten passende Kompromissfarbe gewählt.

Eigentlich hätte ich in dem Zusammenhang ja auch gleich meine Smilies anpassen und teils dezimieren können. Doch irgendwie wäre mir das jetzt zu viel Aufwand, sie alle neu auszuwählen, zwischenzuspeichern und einzufügen. Deshalb lasse ich dies erstmal so, wie es ist. Sooo viel Langeweile habe ich schließlich auch noch nicht. Und werde ich sicher auch nie haben. Vielleicht nehme ich mir aber irgendwann die Zeit. Später.

Das Headerbild-Motiv habe ich letztes Wochenende aufgenommen. So sieht man mal, wie kalt es dann - und noch Anfang der Woche - war. Überhaupt scheint sich dieser Winter nicht so ganz entscheiden zu können zwischen absoluter Eiszeit (noch gestern zeigte das Thermometer ungefähr -8° C) und normal kaltem Winterwetter. Und auch der Schnee ist entsprechend mal mehr, mal weniger. Sogar innerhalb Deutschlands gibt es da mitunter bemerkbare Unterschiede.
Im Grunde ist das Foto bezeichnend für diesen Winter 2009-2010. So verrückt und manchmal schweinekalt war das Winterwetter schon lange nicht mehr. Zumindest nicht, soweit ich mich erinnere.

Ich selbst blieb davon übrigens auch nicht ganz unberührt. Als ich am Dienstag aufwachte, fühlte ich mich von einem frisch erworbenen Schnupfen leicht benebelt. Entsprechend fiel das Aufstehen etwas schwer. Tagsüber ging es dann. Erst abends kehrte das fieberhafte Gefühl (glücklicherweise wirklich fast nur ein Gefühl: meine Temperatur betrug zu dem Zeitpunkt unbedenkliche 37,3° C, die sich am Morgen wieder normalisiert hatten) zurück.
Das frühere Schlafengehen und die mir so gegönnte zusätzliche Mütze Schlaf wirkte sich in der Tat lindernd aus. Heute ist der Schnupfen bereits am abklingen (um mal bewusst prekäres Deutsch zu schreiben *gg*). Hatte ich um die Mittagszeit noch ein wenig abzuhusten und -niesen, wurde der ins Taschentuch geschneuzte Schleim im Lauf des Tages immer dünnflüssiger. Nun ist meine Nase wieder so gut wie frei.

Euch wünsche ich eine schön kuschlig-warme Zeit, ohne Schnupfen und sonstige Kältefolgen, sowie Gesundheit, genug Energie und bei Bedarf gute Abwehrkräfte.

Karin 27.01.2010, 18.47 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Winter 2010

Kaum zu glauben, dass die Kälte- und Schneephase sich nun - zumindest hier in meiner Heimat - wieder einem vorübergehenden Ende zuneigt. Noch gestern war hier fast alles, abgesehen von den freigeschippten und geräumten, freigefahrenen und freigelaufenen Arealen, mit Schnee bedeckt und großteils vereist. Ca. 6 cm dick war die weiße Schicht im Garten und Hof (geschätzt, da ich kein Lineal zur Hand hatte).

Gegenüber anderen Regionen Deutschlands war das natürlich noch wenig. Am gravierendsten dürften die Folgen von Daisy wohl im Norden gewesen sein.

Nun ist bei uns bereits vieles weggeschmolzen und die Straße nass statt glatt. Als sonderlich kalt habe ich es schon gestern nicht mehr empfunden, als ich draußen erst in der Stadt unterwegs und am späten Nachmittag noch etwas im Wald spazieren war. Jedenfalls nicht kälter, als es im Winter sowieso normalerweise zu erwarten ist. Auf jeden Fall weniger kalt als Anfang des Jahres.


Dann sahen die Landschaften in diesem Staat noch so winterlich schön aus:

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Schnee-Ketten waren da kein gar zu seltener Anblick:

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Und auch die Eisenbahnen waren zu dem Zeitpunkt kaum wiederzuerkennen (dort schien das Eis aber nur äußerlich zu sein, denn sie fuhr trotzdem einwandfrei ):

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Alles schien wie verzaubert! Bis gestern auch hier. Wie schön, dass die digitale Fotografie erfunden wurde! So kann ich ein wenig von diesem Winterzauber im Blog bewahren, während draußen vor dem Fenster die Schneeflecken an der Straße kleiner und spärlicher werden.


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Karin 14.01.2010, 23.00 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Einheizen zum 4. Advent



Weil es momentan in ganz Deutschland (also auch hier) so winterlich kalt ist, habe ich beschlossen, mit meinem heutigen Blogbeitrag ein wenig dagegen anzugehen.

Deshalb wird es zum heutigen 4. Advent etwas feurig warm werden.



Zünden wir also zunächst einmal das Feuer auf Französisch an:



Songtext dazu

Nun gibt Jimi Hendrix aus dem Jenseits sein Fire dazu.

Wollt (oder braucht) Ihr noch mehr Feuer? Bitteschön!

Aber Vorsicht! Zu viel Hitze bzw. Feuer kann gefährlich werden, wie dieses Beispiel mal wieder eindrücklich zeigt.

Auf keinen Fall zur (Vor-) Weihnachtszeit verzichten wollen würde ich hingegen auf Kerzen. Manche Menschen entwickeln sogar Methoden, um noch länger etwas davon zu haben.
Ich persönlich habe kürzlich einmal versucht, eine Duftkerze mit relativ schnell herabbrennendem Docht zu "verlängern", indem ich jeweils ein Streichholz in das noch flüssige Wachs gesteckt habe, um das dann so lange herunterbrennen zu lassen, bis es aus ging. Das hielt zwar auch nicht allzu lang - aber der Rauch eines Räucherkegels hält ja auch nicht länger vor.
Zu schade hätte ich es jedenfalls gefunden, die doch recht üppigen Wachsreste der Duftkerze ohne wenigstens einen Versuch, noch mehr da herauszuholen, einfach so zu entsorgen. Auch wenn ich die Kerze geschenkt bekam, bin schließlich auch ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten zur Maximierung der Ergiebigkeit.

Aufpassen sollte man - nicht nur zur Weihnachtszeit - beim Umgang mit Feuer natürlich immer. Sonst heißt es unter Umständen nicht nur "Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen". (!)

Wer jetzt noch immer nach dem Feuer sucht, der findet es vielleicht dort.

Und eine schöne Weihnachtsseite habe ich in diesem Zusammenhang auch noch entdeckt: Die Feuerinsel.

Zum Schluss empfehle ich Euch noch ein richtig romantisches Fundstück für die, die eher ein langsames Feuer mögen:



Hier ist der Songtext dazu.

Nun, nachdem es so richtig schön warm geworden ist, kann Weihnachten ruhig kommen!



Oder was meint Ihr?
Seid Ihr schon bereit, um das Weihnachtsfest entspannt zu begrüßen? Oder habt Ihr noch die letzten Vorbereitungen zu treffen?

Ich wünsche Euch jedenfalls eine feurig-warme, zugleich aber auch stressfrei dahingleitende, weiße Zeit!

Karin 20.12.2009, 22.02 | (0/0) Kommentare | PL

Rätsel zum 3. Advent

Da mit meinen Bildern zu meiner Erleichterung offenbar doch alles in Ordnung ist, kann ich Euch zum heutigen Adventssonntag ein kleines Bilderrätsel präsentieren.

Diejenigen Menschen, die es wissen müssen, bitte ich allerdings um Verschwiegenheit - denn sonst wäre es ja kein Rätsel mehr.

Also:

Was ist das?

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Gemeint ist das gesamte Teil.

Wer zusätzlich errät, wobei es sich bei den runden Dingern da oben handelt, dem winkt eine Überraschung von mir, die ich dann individuell auswähle.

Damit wünsche ich Euch einen schönen Adventsabend und hoffe, Ihr hattet bis jetzt einen tollen 3. Advent.

Hat es denn bei Euch schon geschneit?
Hier ist von Schnee noch nichts zu sehen gewesen. Es war / ist zwar kalt, aber tagsüber war es immer noch über Null. Als ich einmal auf das Thermometer geschaut habe, waren es ca. 2° C.

Oder:

1.6° Réaumur
35.6° Fahrenheit
275.15° Kelvin
495.27° Rankine.
Noch Fragen?


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Karin 13.12.2009, 21.46 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Jahr für Jahr wird der natürliche Zeitrhythmus vergewaltigt

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich persönlich empfinde die Zeit- Uhrenumstellung zweimal im Jahr nach wie vor als unnötig. Mit jeder Umstellung und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr. Sie ist einfach widernatürlich und zwingt die Menschen, gegen die eigene innere Uhr zu leben.

Am schwersten fällt mir die Umstellung von Winter- auf die (künstliche) Sommerzeit. Mir will dann einfach nicht in den Kopf, warum uns im Frühjahr eine Stunde "gestohlen" wird und ich durch die künstliche Zeit (zumindest, wenn ich einen Termin habe oder mein Tagesablauf sonstwie von außen geregelt wird) gezwungen werde, eine Stunde früher aufzustehen und mich somit noch im Halbschlaf auf den Tag vorzubereiten. Auch abends habe ich durch die Sommerzeit gefühlt eine Stunde weniger zur Verfügung. Ja, natürlich ist mir bewusst, dass mir die Stunde in Wirklichkeit "nur" ein Mal gestohlen worden ist und nicht jedes Mal aufs Neue! Trotzdem empfinde ich es so.

Bei der Rückumstellung auf die natürliche Uhrzeit kann ich mich wenigstens noch etwas damit trösten, dass wir immerhin das zurückbekommen, was uns ohnehin von Natur aus zusteht und uns viele Monate zuvor weggenommen wurde.
Dennoch ist es auch hier wieder eine Umgewöhnung. Das im Grunde einzige Positive daran ist, dass es nun scheinbar eine Stunde früher hell wird, als ich es von der Sommerzeit her bereits gewohnt war. Wenn man morgens vom Tageslicht in den erwachenden Tag begrüßt wird, fällt der Start nun einmal deutlich leichter, als wenn der Wecker in die Dunkelheit hinein klingelt und es einem noch vorkommt wie mitten in der Nacht. Die Kehrseite des Ganzen ist dann aber wiederum, dass es abends vermeintlich "früher" dunkel wird (vermeintlich, weil es ja in dem Fall die natürliche Uhrzeit ist, auf die man sich wieder neu einstellen muss).

Alles in allem sehe ich persönlich keinen Sinn in der Sommerzeit. Ich hätte nichts dagegen, wenn sie vollständig - und überall - abgeschafft würde. Menschen, die viel in andere Länder mit verschiedenen Zeitzonen verreisen, kennen die Problematik, die sich durch die Umstellung jeweils ergibt, sicherlich besonders gut. Umso verwirrender müssen diese (in diesem Fall unvermeidlichen, weil evidenten) Umstellungen für solche Menschen wohl sein, wenn sie sich zusätzlich zum normalen, geografisch bedingten Zeitunterschied noch mit unterschiedlichen jahreszeitenbedingten Zeiten auseinander setzen UND sich erkundigen müssen, ob in dem Zielland überhaupt aktuell eine Sommerzeit besteht oder nicht.
Mir ist es schleierhaft, wie es die Menschen in der Nachkriegszeit sogar geschafft haben, mit einer mehrfachen Sommerzeit-Umstellung zurechtzukommen. Assoziationen von übermüdeten Arbeitnehmern, denen fast der Kopf aufs Kinn sinkt und die in der Übermüdung vielleicht sogar etwas übersehen oder Fehler machen, die im hellwachen, ausgeschlafenen Zustand nicht passiert wären, schießen mir in dem Zusammenhang in den Kopf. Gegen die natürliche innere Uhr leben hat in meinen Augen vor Allem Nachteile und kann durch eventuelle, strittige Vorteile nicht ausgeglichen geschweige denn rechtfertigt werden. In der Nachkriegszeit konnte man diesen widernatürlichen Zeitrhythmus vielleicht noch damit erklären, dass vieles - unter anderem die Industrie - wiederaufgebaut werden musste. Aber zu welchem Preis geschah dies damals? So haben sich die Menschen eben auch einige Stunden länger abgeschuftet, bis sie völlig zermürbt und lustlos bei ihrer Arbeit waren (ganz zu schweigen davon, dass eine verringerte Aufmerksamkeit durch übermäßige, sich evtl. summierende Erschöpfung in manchen Berufen gefährlich sein kann!!!) und nach Feierabend womöglich gar nicht mehr die Zeit hatten, sich zu erholen und den schöneren Seiten des Lebens - wie z. B. Hobbies und Selbstverwirklichung inklusive sozialer Kontakte - zu widmen. Toll. Hätte ich damals schon gelebt, hätte der Wiederaufbau von mir aus auch langsamer vonstatten gehen können - dafür ohne mehrmals verwirrende Sommerzeiten und zu Gunsten des Erhalts der Lebensfreude.
Nichts ist motivierender für die Bewältigung der täglichen Aufgaben als die Lebensfreude. Man sollte dies niemals unterschätzen.

Eine künstliche Zeitumstellung ist in meinen Augen immer ein Eingriff in den natürlichen Tagesablauf. Außerdem haben sich kaum welche von den anfänglich vermuteten "Vorteile", die als Gründe für die Sommerzeit angeführt werden, bewahrheitet. Und die verbleibenden werden durch die - eigentlich offensichtlichen - Nachteile kompensiert.
Im Sommer abends länger draußen sitzen - oder wahlweise auch schaffen - klingt auf das erste Gehör ganz schön. Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass man morgens ggf. eine Stunde früher aufstehen muss als in der natürlichen Zeit.
Und auch das "Argument" des möglichen Stromsparens kann ich nicht bestätigen. Davon habe ich nichts gemerkt. Strom spare ich dadurch, dass ich Energiesparlampen verwende, dass ich nur die Geräte eingeschaltet habe, die ich gerade benutze, und beispielsweise den Fernseher, wenn er längere Zeit nicht gebraucht wird, ganz an der Steckerleiste abschalte, anstatt ihn - wie viele es tun - auf Stand By zu schalten. Kurzum: Strom spare ich durch mein eigenes, verantwortungsvolles Verhalten, ggf. auch, indem ich bei Neuanschaffungen darauf achte, dass die entsprechenden Geräte energieeffizient arbeiten, und nicht durch eine künstliche Zeit, die im Extremfall (siehe oben) sogar fatale Folgen mit sich bringen kann.

Und wie empfindet Ihr es?

Karin 01.11.2009, 00.09 | (0/0) Kommentare | PL

Winter - aber richtig

Wann hatten wir es schon das letzte Mal, dass der Schnee hier unten im Tal und in der Stadt so lange liegen blieb? Irgendwie sieht es ja herrlich aus... Aber natürlich hat das Ganze auch seine Kehrseiten. Bei uns ist es zwar nicht ganz so kalt wie in anderen Regionen Deutschlands zurzeit - ich würde es hier eher als ganz normale Wintertemperatur ansehen. Aber wenn schon vorgestern im etwas mehr als 50 km entfernten Flughafen Düsseldorf wegen dem Schnee jede Menge Flüge eingestellt werden mussten (wie in den Nachrichten zu vernehmen war), sind die negativen Folgen dieses Wetters auch hier in NRW nicht zu leugnen. So hat wie immer alles seine zwei Seiten... 

Karin 07.01.2009, 16.48 | (0/0) Kommentare | PL

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Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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Oscar Wilde (1854-1900)


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Dante Alighieri (1265-1321)


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