Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Thriller

Wulf Dorn: Kalte Stille (Rezension)

Dieses Buch habe ich schon vor einiger Zeit zuende gelesen. Als es noch besser zum Wetter passte. *g* Ich stelle meinen Lesestoff nicht unbedingt chronologisch vor. 


Eigene Inhaltsangabe von "Kalte Stille"

Einige traumatische Erlebnisse verfolgen Jan Forstner bis in die Gegenwart. Als er 12 Jahre alt war, ertrank die psychisch kranke Tochter seines Nachbarn, Alexandra Marenburg, vor seinen Augen im vereisten See des Stadtparks der fiktiven deutschen Stadt Fahlenberg, dessen Eisschicht eingebrochen war, als sie darüber lief. Die Frage, weshalb sie aus der Waldklinik, der ebenfalls fiktiven Psychiatrie von Fahlenberg, ausbrach, und warum sie auf ihrer Flucht solche Angst gehabt haben könnte, beschäftigt ihn bis heute (bzw. bis zu dem Zeitpunkt in der Gegenwart, wo der Roman ansetzt und durch den er sich zieht). Denn mit diesem Ereignis kam eine Kette schicksalhafter Geschehnisse in Gang, die bewirkten, dass sein Leben nie wieder so sein wird wie vorher. ...weiterlesen

Karin 22.02.2011, 15.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Phil Rickman: Der Turm der Seelen

Eigene Inhaltsangabe

Der Roman beginnt mit einem Prolog aus der Perspektive von Merrilys Tochter Jane. Es ist der letzte Tag vor dem Beginn der Sommerferien, die Prüfungen sind vorbei. Während Jane darauf wartet, von ihrer viel beschäftigten Mutter abgeholt zu werden, gerät sie zufällig in eine von der älteren Mitschülerin Layla Riddock durchgeführte Séance, bei der auch Amy Shelbone und Kirsty Ryan zugegen sind. Jane ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was das alles zu bedeuten hat und welche Folgen das – vor Allem auf Amy – haben wird. Und was es mit dieser „Justine“ auf sich hat, jenem Namen, der sich beim Verrücken des Glases zu den Buchstaben am Rand bildet, wird ihr ebenfalls noch eine Weile ein Rätsel bleiben. Dieses Ereignis trübt jedenfalls ein wenig die Vorfreude auf ihre Ferien, die Jane mit ihrem Freund Eirion, einem Waliser, verbringen wird.

Im ersten Teil wird zunächst Lol Robinson in die Geschichte eingeführt, der Songschreiber mit psychotherapeutischer Ausbildung und ein Freund von Merrily, welcher in Knight's Frome lebt, jenem nach dem kleinen Fluss Frome benannten Ort, der im späteren Verlauf noch eine wesentliche Rolle spielen wird. So lernen wir auch Gerard Stock kennen, den recht unsympathischen, für die meisten Leute vor Allem nervigen, ehemaligen Werbeagenten, der offenbar noch immer die Aufmerksamkeit der Medien sehr gut für sich zu nutzen weiß und unter den Besuchern der einzigen Kneipe im Dorf beizeiten auch als Schluckspecht bekannt ist. Er ist derjenige, der mit seiner ominösen jungen Frau, welche das Gebäude von ihrem Verwandten Steward geerbt hat, in der zum Wohnhaus umfunktionierten, anscheinend spukenden Hopfendarre wohnt. Zuerst wird vermutet, dass es der tote Steward ist, der darin spukt. Das erscheint naheliegend, zumal er ja ermordet wurde und somit einen sehr plötzlichen und wahrscheinlich tragischen Tod fand.

Niemand anderes als Merrily Watkins ist es, die mit der Aufgabe betraut wird, diese Hopfendarre zu exorzieren. In dessen Verlauf (außer sie, Stock und seine Frau ist auch noch Lol anwesend) erlebt sie eine merkwürdige Situation: Plötzlich riecht sie Schwefel, und sie glaubt fast, an diesem Geruch zu ersticken. Als das vorbei ist, fällt ihr ein, dass sie vor Beginn des Rituals (es ist mehr eine Ansammlung von Gebeten mit ein bisschen Beiwerk wie Weihrauch und ein Kelch auf dem Tisch, also nichts Spektakuläres) vergessen hat, alle Türen im Haus zu öffnen. Dies wäre notwendig gewesen, um zu verhindern, dass sich der mutmaßliche Geist irgendwo versteckt. Eine Veränderung zum Positiven scheint danach jedenfalls nicht eingetreten zu sein. Es ist immer noch so düster wie zuvor, zumal das Gebäude ja auch noch von den Lagerhallen des Nachbarn, Adam Lake, Nachkomme des legendären Großbesitzers Conrad Lake, überschattet wird, so dass kaum Licht hineinfallen kann. Auch Adams Vater Conrad Lake spielt übrigens – wie sich später herausstellt – eine tragende Rolle in der ganzen Geschichte.

Außer diesem hat Merrily sich noch um einen zweiten Fall zu kümmern: Die besagte Amy Shelbone, Adoptivtochter konservativer und tief christlicher Eltern, hat sonntags in der Kirche vor dem Altar einen schlimmen Kotzanfall bekommen, und auch sonst scheint es ihr alles andere als gut zu gehen. Offenbar macht sie eine sehr schwere Zeit durch, vor Allem deswegen, weil sie erfahren oder sich erinnert hat, wie sie ihre richtigen Eltern (eine extrem junge Frau und ein Drogenabhängiger, der diese schlägt) auf äußerst brutale Weise verloren hat.

Zudem fügt es sich, dass es sich bei Mr. Shelbone, Amys Adoptivvater, um eine wichtige politische Person handelt, welche ein kommerzielles Bauvorhaben zugunsten eines denkmalgeschützten Gebäudes (einer Scheunenkirche im gleichnamigen Ort Barnchurch) zu kippen droht. Dieses Einkaufszentrum wurde ausgerechnet von Laylas reichem Stiefvater geplant. Ob da ein Zusammenhang zu Amys misslicher Verfassung bestehen kann?

Es gibt also drei Handlungsstränge, von denen sich zunächst nur zwei eventuell (!) verbinden lassen – was somit zwei getrennte Handlungsstränge ergibt. Der einzige Zusammenhang zu Layla hingegen ist, dass diese angeblich (laut eigener Aussage) Vorfahren bei den Roma hat. So zumindest erklärt sich ihre Vorliebe für diese Kultur, mit der sie sich rege befasst (sie hat sogar einen eigenen Zigeunerwagen). Doch daraus ergibt sich noch kein Zusammenhang zu dem anderen Fall, hinter dem tatsächlich eine Roma-Geschichte steckt, welche aber erst nach und nach, auch in Gesprächen mit dem Roma Al und seiner Frau Sally, aufgedeckt wird. ...weiterlesen

Karin 14.12.2010, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

Warren Fahy: Biosphere

Bevor es hier allzu still wird und ich vor lauter Nanowrimo und anderem noch den Blog sträflich vernachlässige, gibt es heute mal wieder eine Rezension. Und zwar von:

Biosphere

Inhalt

Eine Insel, deren Fauna sich völlig unabhängig entwickelt hat – das ist Hender's Island, benannt nach einem (natürlich ebenso wie die ganze Geschichte) fiktiven Kapitän, der sie mit seiner Crew Ende des 18. Jahrhunderts erstmalig entdeckte. Und nun stößt das Team aus jungen Wissenschaftlern und den Mitarbeitern der Fernsehsendung „Sea Life“, unwissend, was sie erwartet, erneut auf diese Pazifikinsel. Schon beim ersten Landgang zeigt sich, von welchen seltsamen Wesen dieses Eiland bevölkert ist. Die dortigen Tiere sehen eigentlich wie eine Mischung aus verschiedenen Tierarten aus. Zum Beispiel die Spiger, welche wie eine Kreuzung zwischen Spinne und Tiger erscheinen, aber auch sehr groß sind. Oder die sich superschnell vermehrenden, geschlechtslosen Tellerameisen. Nicht zu vergessen die hyperaggressiven Hendersratten, welche sich sogar gegenseitig angreifen, die Henderswespen und die Felsensegler, denen der Leser später noch begegnen wird. Aber auch solche seltsamen Wesen, bei denen nicht gleich klar ist, ob es sich um Pflanzen oder Tiere handelt. Als die Landgänger der Trident (so heißt das Schiff) bei jenem ersten Landgang vom Strand aus durch eine Felsspalte ins Innere der Insel zu gelangen versuchen, kommen die meisten darin um. Lediglich Nell und Zero, der Kameramann, gelangen lebend zurück zum Schiff. ...weiterlesen

Karin 06.11.2010, 20.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Tag 3: Lieblingsbuch

Auch hierbei fiel mir die Entscheidung nicht leicht. Eigentlich habe ich nämlich nicht nur ein Lieblingsbuch (das würde den zahlreichen guten Büchern, die ich im Laufe der Zeit gelesen habe, nicht gerecht), sondern sehr viele Favoriten, die es sich auf ihre Weise gelohnt hat zu lesen, und die ich ggf. auch mehrfach lesen könnte.

Schließlich habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle Gnosis von Adam Fawer zu nennen, wovon ich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen fasziniert war.

Kurzbeschreibung laut Amazon:

Gnosis, griechisch Erkenntnis: Menschen in ihrem Innersten zu erkennen ist Quell unvorstellbarer Macht. Laszlo Kuehl hat diese Macht. Er ist Empathiker und hat die Fähigkeit des emotionalen Einfühlens bis zur höchsten Stufe der «mind control» perfektioniert. Als Lehrer an einer Schule für Hochbegabte entdeckt Laszlo in zweien seiner Schüler eine ähnliche Begabung – und bringt sie dadurch in höchste Gefahr. Denn ihre außerordentliche Gabe macht die Empathiker auch für Samantha Zister, Agentin einer geheimen Suborganisation des FBI, interessant: In einem geheimen Labor führt sie menschenverachtende Experimente durch – mit dem Ziel, Politik und Gesellschaft durch eine eigens herangezogene Führungselite zu unterwandern. Valentinus, selbst Empathiker und Anführer einer Sekte, die sich der Geheimlehre der Gnosis verschrieben hat, plant am Silvesterabend 2007 seine Vorstellung der Apokalypse grausame Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Katastrophe, die nur ein Ebenbürtiger verhindern kann. Doch Laszlos Ausgangsposition für diesen Wettlauf gegen die Zeit ist denkbar schlecht …

Mein Kommentar:

Sehr spannend geschrieben! Besonders gelungen fand ich daran auch, wie die verschiedenen Themen wissenschaftlich fundiert (soweit man das bei eher science-fiction-mäßigen Büchern sagen kann, aber ich denke, Ihr wisst schon, wie ich das meine) und höchst interessant miteinander verwoben wurden. Auch Erkenntnisse aus der Hirnforschung sowie die Frage nach dem freien Willen (wie die Inhaltsangabe schon verrät) sind darin verknüpft. Da einige wesentliche Figuren des Romans Synästhetiker sind, erfuhr ich damals beim Lesen auch erstmals von dem Phänomen der Synästhesie.

Karin 03.06.2010, 22.53 | (0/0) Kommentare | PL

Tag 1: Aktuelles Buch

Im 1. Beitrag zur Aktion "31 Tage - 31 Bücher" soll das Buch, das ich momentan lese, genannt bzw. kurz vorgestellt werden.

Nun, nichts leichter als das - da brauche ich nicht zu überlegen: Es ist "Die Brandmauer" von Henning Mankell.

Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf einen Mankell-Krimi. Eine Zeitlang war ich ganz begeistert von seinen Büchern, dann las ich ihn sporadischer und heute nur noch ab und zu. Die Wallender-Krimis von ihm haben mir seit jeher gut gefallen, sowohl von den Themen als auch vom stimmigen Erzählstil her.

Inhaltlicher Anriss: 

In "Die Brandmauer" geht es um zwei Fälle. Ein Mann, welcher sich als Computerspezialist herausstellt, wird tot vor einem Kontoauszugsautomaten aufgefunden. Weil als Todesursache ein Herzinfarkt festgestellt wird, wird die Sache zunächst zu den Akten gelegt.
Ein anderer Fall beschäftigt die Polizei von Ystad da schon mehr: Darin wurde ein Taxifahrer von einer 19- und einer 14-Jährigen zusammengeschlagen. Er stirbt an den Folgen.
Es scheint, als hätten diese beiden Fälle nichts miteinander zu tun. Im Verlauf der Ermittlungen kristallisieren sich jedoch nach und nach einige mögliche Bezüge heraus. Das Ganze wird noch verschärft, als die Ältere der Täterinnen, Sonja Högberg, aus ihrer Untersuchungshaft ausbricht und kurz darauf ihre Leiche in einer Transformatorstation gefunden wird, welche einen Kurzschluss in ganz Schonen ausgelöst hat...
Der schwedischen Polizei-Crew um Kurt Wallander stellen sich in diesem Zusammenhang viele Fragen...

Mein Eindruck bis jetzt:

Nach einem gelungenen Aufhänger, in dem die Sache mit dem Computerspezialisten passiert, läuft die Geschichte aus Wallanders Perspektive - für meinen Geschmack und im Vergleich mit anderen Wallanderkrimis, so wie ich sie in Erinnerung habe - recht langsam an. Zwischendurch kommen Anspielungen auf frühere Aspekte aus Wallanders Leben. Es mag zwar ganz nett sein, dass hier die Zusammenhänge wieder hergestellt werden; immerhin entsteht so von Roman zu Roman eine Entwicklung. Doch wenn dies zu ekzessiv geschieht, kann das auch wiederum zu Lasten der eigentlichen Story gehen. Von daher fand ich den Einstieg etwas zu lang. Es ist, als ob der Autor sich erstmal etwas hat "warm schreiben" müssen, um wieder voll drin zu sein.

Doch es gibt auch dann schon spannende Momente, nämlich, wenn man wieder etwas Neues über den einen oder den anderen Fall erfährt, wenn beispielsweise ein neuer Fakt auftaucht. Und als die Geschichte erstmal richtig in die Gänge gekommen war, wurde es noch einmal spannender. Ab und an wiederholt sich zwar etwas, wie das bei Ermittlungen nun einmal so ist, wenn ein Fall gut durchdacht wird und auf diese Weise eventuell auch mal ein neuer Gedankengang auftaucht, der zuvor noch nicht berücksichtigt worden war. Dies gehört hier jedoch dazu und ist wohl genrebedingt. Phasenweise langweilt mich das Wiederkäuen schon etwas, was jedoch dadurch abgemildert wird, dass solche Wiederholungen nur kurz sind und recht bald zu einem neuen Aspekt führt, welcher die Geschichte in Gang hält.

Die Figur des Wallander ist indes wie immer sympathisch dargestellt. Auch hier zeigt er gelegentlich menschliche Schwächen wie etwa vorübergehende Selbstzweifel. Seine Beziehung zu seiner Tochter Linda ist zu diesem Zeitpunkt eher distanziert - sie haben schon lange nicht mehr miteinander telefoniert. Ich begrüße es sehr, dass er in den Kriminalronanen - wie auch hier - als Wesen aus Fleisch und Blut daherkommt und nicht als Pappkamerad oder "Held".

Nun bin ich gespannt, wie sich die Geschichte noch weiterentwickeln und was in deren Verlauf evtl. entlarvt werden wird. Aber pst! Falls Ihr das Buch schon gelesen habt, bitte ich Euch, nichts zu verraten!

Karin 01.06.2010, 21.44 | (0/0) Kommentare | PL

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Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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Oscar Wilde (1854-1900)


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Dante Alighieri (1265-1321)


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