Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Kulturwelten

Zum Tag der Deutschen Einheit





Damit wünsche ich uns allen einen schönen Feiertag

Dieses virtuelle Projekt dazu finde ich übrigens toll!


Karin 03.10.2010, 19.17 | (0/0) Kommentare | PL

Suche nach Lösungen für Büchervergabe

Anlässlich der drohenden Tauschticket-Gebühr, die es möglicherweise noch schwerer machen wird, von mir nicht mehr benötigte Bücher wegzubekommen, mache ich mir zurzeit Gedanken, wie ich diese kaum weniger werdenden, v. a. in Kisten gelagerten Bücherstapel alternativ loswerden könnte. Wegwerfen kommt für mich als Buchliebhaberin überhaupt nicht in Frage! Für mich ist jedes Buch etwas Besonderes, und dessen Inhalt folglich zu schade, um für immer auf irgendeiner Halde zu verschwinden. Es sollen noch andere lesend und lernend davon kosten - das zumindest ist meine Einstellung dazu, die auch nicht von anderen geteilt werden muss. Ich stehe jedoch zu meiner Philosophie!

Es bleibt also die Frage: Was tun? Einen öffentlichen "Ausverkauf" (natürlich würde ich nichts für die Bücher verlangen, außer dem Versprechen, sie mit Achtung zu behandeln ) meiner bisher eingestellten Bücher starten?

Spontan kam mir auch die Idee, sie bei Gelegenheit gesammelt in einem Sozialkaufhaus abzuliefern, bis ich feststellte, dass es so etwas in meiner Stadt leider nicht gibt. Das nächste ist in Köln. Und im Kreis Aachen hat sogar schon eines wieder dicht gemacht. Schade. In dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wie man solche Entwicklungen stoppen sowie helfen könnte, dass das Filialnetz dieser Einrichtungen weiter ausgebaut statt eingedämmt würde. Zumal ihre Notwendigkeit sicher in den nächsten Jahren in der Gesellschaft nicht weniger werden wird... (Das hört sich zwar stark schwarz gemalt an, aber so sehe ich es. Gegendarstellungen sind gerne willkommen.)

Aber zurück zum Thema: Kennt Ihr weitere Möglichkeiten, seine Bücher kostenlos an die Bevölkerung zu bringen - sofern man sich nicht bei klirrender Kälte tagelang auf einen Flohmarkt stellen will? Ich freue mich auf Eure Anregungen.

EDIT:

Ein paar Möglichkeiten zur gemeinnützigen Abgabe habe ich noch durch Hinweise verschiedener Menschen gefunden:

- Die Tafel (entgegen meiner vorhergehenden Annahme auch für Sachgüter - und nicht nur Lebensmittel); hier noch die allgemeine Website

- Book2book, ergänzend zum bereits erwähnten meinbuch-deinbuch.de

- Abgabe in der Bibliothek (dies habe ich auch bei uns schon gesehen) oder Hinterlegen in einem offenen Bücherschrank (z. B. einem der OBCZ's, was ich persönlich in der Vergangenheit auch schon gemacht habe, v. a. bei der zufällig in der hiesigen Stadtbücherei eingerichteten).

Im Falle von Letzterem könnte allerdings der Registrierungsaufwand bei größeren Büchermengen - wie etwa über 50 - ein kleiner Nachteil sein.

Karin 28.09.2010, 15.45 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Artgerecht

Gibt es unter Euch noch andere Cicero-Fans außer mich? Nein, ich meine jetzt nicht den hier, und auch nicht die Zeitschrift (obwohl diese auch lesenswert ist), sondern den deutschem Musikkünstler Roger Cicero!

In seinem neuesten Werk "Artgerecht" beispielsweise spielt er bewusst mit männlichen und weiblichen Rollenkllischees, in dem er sie absichtlich überspitzt darstellt. Der Schmunzel- und Gute-Laune-Faktor sind dabei ebenfalls garantiert! Auch an Situationskomik fehlt es in den besungenen Szenen nicht.

Verpackt wird das Ganze in einen lockeren, teils rhythmischeren, stets poppig-melodischen, oftmals jazzigen, teils auch swingigeren bis hin zu vereinzelt bluesigen / ruhigeren Musikstil, welcher bestens unterhält.

Wirklich einmalig ist auch die ausdruckskräftige, klar artikulierte Stimme von Roger Cicero! (Es ist wohl eher ein Tenor, jedoch ohne "zu hoch" rüberzukommen. In bestimmten Passagen wird sie aber auch zur Untermalung einer Aussage höher.) Die Kombination zwischen ironischem Unterton, einem gut gewürzten Schuss Pepp, Emotionalität - entsprechend der Textstelle dosiert - und gelegentlicher "Brüchigkeit" (ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll - hört ihn Euch einfach an!) in der Stimme ist für ihn charakteristisch und gelingt ihm sehr gut. Ebenfalls sind die Texte, die stets perfekt und zur vollsten Zufriedenheit der Zuhörers (bzw. hier der ZuhörerIN) auf die Gesamtkomposition abgestimmt sind, sehr gekonnt formuliert und vorgetragen.

Eine bestimmte Zielgruppe gibt es für diese Musik nicht. Männer, Frauen, beide Geschlechter unabhängig von der Gesinnung (auch wenn die Songs im Allgemeinen aus heterosexueller Sicht dargestellt sind - ansatzweise Ausnahme: "Für nen Kerl", was sich jedoch letztlich anders herausstellt, als es zunächst den Anschein hat A.B.Twink.gif - lässt sich einiges sicher übertragen) werden denke ich dabei schmunzeln. Selbst ich, die ich der seltenen Gattung introvertierter Singles angehöre, amüsiere mich beim Hören königlich!

Wem weder der Name noch die Musik von "Roger Cicero" bis jetzt noch nichts sagte, habe ich mit diesem Blogeintrag vielleicht neugierig gemacht. Es lohnt sich, nicht nur reinzuhören, sondern auch, die Musik tatsächlich anzuhören! Sie ist für fast jeden Geschmack geeignet, wird nie langweilig, und wenn man sie nicht kennt, hat man mit Sicherheit etwas verpasst.

Sie passt eigentlich auch geradezu wie angegossen in den aktuellen Trend, wo wieder verstärkt Rollenklischees einerseits (kritisch), und andererseits die individuellen Eigenheiten, die entweder "eher Frauen" oder "eher Männern" zugeschrieben werden, diskutiert werden.
Eine Zeit, wo Bücher wie "Vom ersten Tag an anders" (vom Autismusforscher Simon Baron-Cohen) und "Artenschutz für Männer" (geschrieben von einer Frau!) auf den Markt geworfen werden. Ersteres ist übrigens durchaus interessant, das Zweite liegt noch auf meinem Tischlein-deck-Dich-mäßigen SUB. A.B.Twink.gif

Es ist natürlich klar, dass die auf dem Album "Artgerecht" thematisierten Klischees satirisch übertrieben sind und es viele gibt, auf die die jeweiligen Klischees nicht zutreffen.
Ich persönlich bin beispielsweise vollkommen frauenUNtypisch, was das in dem Song "Boutique" durch den Kakao gezogene Klischee "Frauen und Shoppen" anbelangt. Ich HASSE den Klamottenkauf! Oft schiebe ich einen Einkauf (wenn ich feststelle, dass mein Kleiderschrank mal nicht das hergibt, was ich gerne anziehen würde oder zu dem jeweiligen Anlass angemessen wäre) lange vor mich her. Mich nervt es, wenn bei solchen gelegentlich notwendigen Aktionen irgendein Teil nicht passt und ich dann noch einmal quer durch den Laden rennen muss, um eine andere Größe herauszusuchen sowie die ganze Anprobier-Prozedur zu wiederholen!
Selbst beim Drogeriemarkt dm, eine der größten "Frauenfallen", bin ich innerhalb von 10 Minuten wieder draußen! Der einzige Laden, in dem ich, wenn sich die Gelegenheit böte, sogar freiwiliig übernachten würde, ist der Bücherladen! A.B.Twink.gif Bei diesem - und nur dabei - hätte ich auch nichts dagegen, eingeschlossen zu werden. Langweilen würde ich mich dort sicher nicht. Alle anderen Läden (vielleicht - ab und zu - von der Musikabteilung des Saturn abgesehen), vor Allem die verhassten Klamottenläden, suche ich nur dann auf, wenn es unbedingt sein muss bzw. ich etwas benötige. Und: Ich kaufe am liebsten allein ein! Das finde ich nervenschonender.

Auch die "Männerklischees", wie sie auf der CD thematisiert werden, treffen noch lange nicht auf alle Männer zu. (Wäre ja auch schlimm, wenn dem so wäre... *hüstel*.) Längst nicht alle Männer lassen, wie in "Hinterm Steuer" karikiert, ihre Aggressionen beim Autofahren raus. Ich kenne jedenfalls viele, die auch dabei nach wie vor "eine ruhige Kugel schieben". Und die umgekehrt nicht (v. A. in Konfliktsituationen) das Vorurteil "Frauen und Autofahren", welches sich längst als falsch erwiesen hat (ob jemand Auto fahren kann oder nicht, hat ja nichts mit dem Geschlecht zu tun), kultivieren.

Worin seid Ihr frauen- oder männer- typisch oder UNtypisch?
Ich erinnere mich, dass es dazu schon einmal (vor langer Zeit) eine Diskussion in den Blogs gab, an der ich mich meines Wissens auch beteiligt hatte...
Genau: Bei ihm war damals die Diskussion eröffnet worden. Und DAS war einst mein Beitrag dazu gewesen. (Boah, habe ich ein gutes Langzeitgedächtnis! - Ist das jetzt typisch männlich oder typisch weiblich? )
Aber das Thema ist ja an sich immer wieder spannend.

Ach so: Selbstverständlich bin ich für "Artgerechtigkeit" bei BEIDEN Geschlechtern. Keines von beiden darf benachteiligt oder bevorzugt werden, und beides hat seine Vor- und Nachteile.
Ebenso muss Gleichberechtigung auch bei allen anderen Individuen gelten, unabhängig von der politischen, sexuellen, sozialen, kulturellen oder sonstigen Gesinnung, unabhängig von einer eventuellen Behinderung oder Krankheit, und egal, ob sie einer Mehrheit oder einer Minderheit angehören.
Für mich bedarf so etwas keiner Diskussion. Und es wäre wünschenswert, wenn das tatsächlich im Alltag und in der Gesellschaft in allen Bereichen und von allen Menschen so gelebt würde.
Wie erlebt Ihr das? Erlebt Ihr die heutige Gesellschaft als tolerant, menschenfreundlich und chancengleich? In welchem Bereichen könnte sich das eventuell noch verbessern?

Die beiden fett gedruckten Fragenkomplexe können gern im Kommentar besprochen werden. Wer das lieber mag, darf sie aber auch gerne als Stöckchen oder allgemeine Diskussion in seinen eigenen Blog mitnehmen.
Im letzteren Fall freue ich mich auf einen entsprechenden Hinweis oder ggf. auch Trackback, weil mich Eure Meinungen dazu auch interessieren.

Meine Favoriten auf der vorliegendem CD (gelungen sind aber aus meiner Sicht alle - und jedes Lied weiß auf seine eigene Weise zu überzeugen):
- Nicht artgerecht
- Boutique
- Hinterm Steuer
- Spontis zeugen Banker
- Seine Ruhe
- Ohne Worte (das eine Video ist zwar nicht so ganz nach meinem Geschmack, aber immerhin ist die Klangqualität gut)
- Das ist nicht das, wonach es aussieht
- Internet Single Börse

Textauszug aus "Nicht artgerecht":

"Auch schmutzig werden darf er nicht,
ganz antiseptisch,
ob das seiner Natur entspricht, da bin ich skeptisch.
Schau da, die Leute von Greenpeace fahren vor,
skandieren im Chor:

[Refrain:]
Das ist nicht artgerecht! Das überlebt er nicht!
Er zeigt schon reichlich Stressverhalten.
Das ist nicht artgerecht! Das überlebt er nicht!
So kannst du einen Mann... nicht halten!"

Genial, einfallsreich verfasst, und irgendwie sympathisch, oder?!

Karin 13.11.2009, 17.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Dark Passion Play - Nightwish

Als die neue CD von Nightwish herauskam, war ich zunächst zwiegespalten.

Beim mehrmaligen Probehören wurde ich nicht gleich damit warm, war es doch eben etwas anders, als beispielsweise ältere Werke dieser Band. Zu Beginn vermisste ich etwas die eingestreuten klassisch-melodischen Stilelemente, die gerade in den älteren Werken den Songs eine besondere Klangfülle verliehen hatten, welche die Stimmung jeweils eindrucksvoll unterstrichen. Einige Passagen kamen mir in jenen ersten Begegnungsmomenten mit der neuen CD zu "hart" vor - mehr "heavy" als "metal". Und auch an die Stimme der neuen Sängerin musste ich mich erst gewöhnen.

Irgendwann vor einiger Zeit habe ich mir die CD dann doch gekauft. Langfristig MUSSTE ich sie einfach haben.
Dass sich eine Band entwickelt, insbesondere, wenn sich die Konstellation im Laufe der Zeit verändert, ist eigentlich klar. Auch das nächste Album wird sicherlich wieder eine Entwicklung erkennen lassen. Gerade das ist jedoch auch das Spannende an der Musik (generell, aber auch speziell auf diese Band bezogen).

Im Rückblick denke ich, mein erster Eindruck von "Dark Passion Play" im Vergleich zu vorigen Werken (vielleicht war es auch verkehrt, es mit älteren Werken vergleichen zu wollen) lag vor Allem daran, dass es nicht der richtige Zeitpunkt dafür war.
Dieses Werk braucht einfach seine Zeit, um sich intensiver darauf - und auf die Stimmung - einzulassen. Man kann es nicht einfach so nebenbei an einem schönen oder zumindest alltäglichen Tag hören. Es muss eben passen!
Auch ist nicht unbedingt jede Jahreszeit dafür geeignet. Meiner Ansicht nach passt diese CD am besten in den Herbst / Winter.

Wenn der Zeitpunkt passt und ich mich wirklich darauf einlasse, stelle ich fest, dass ich hier trotz einiger Wandlungen im Stil der gewohnten Nightwish-Qualität lausche.
Ruhigere Passagen, welche mit viel Tiefe die Stimmung noch unterstreichen, wechseln mit rockigeren und - je nach Song mal mehr, mal weniger - teils eher metal-lastigen, ausdruckskräftigen und energischen Passagen ab.
Die Lyrics sind - ebenfalls typisch Nightwish - wie immer sehr stimmungs- und ausdrucksvoll. Sie wissen die Seele zu berühren und teils auch zum Nachdenken anzuregen.
Es ist also der gewohnte Nightwish-Anspruch, eben in diesem "neuen" Kleid.

Persönliche Anspieltipps:

Amaranth 
Eva

7 days to the wolves

Textauszug:

"Is there life before a death?
Do we long too much and never let in?"

Cadence of her last breath 

Textauszug:

"Why do I miss someone
I never met, with bated breath I lay
Seawinds brought her to me
A butterfly, mere one-day miracle of life
And all the poetry in the world
Finally makes sense to me

(...)

Sometimes a dream turns into a dream"

For the heart I once had
Bye Bye beautiful

Noch etwas Ruhigeres:

The Islander

Textauszug:

"Sea without a shore for the banished one unheard
He lightens the beacon, light at the end of the world
Showing the way lightning hope in their hearts
The ones on their travels homeward from afar

Refrain:
This is for long-forgotten
Light at the end of the world
Horizon crying
The tears he left behind long ago

The albatross is flying
Making him daydream
The time before he became
One of the world's unseen
Princess in the tower
Children in the fields
Life gave him it all:
An island of the universe."

Einen würdevollen Abschluss findet die CD mit "Meadows of Heaven".

Textauszug:

"The flowers of wonder
And the hidden treasures
In the meadow of life
My acre of heaven
A 5-year old winterheart
In a place called home
Sailing the waves of the past

(...)

Flowers wither, treasures stay hidden
Until I see the first star of fall"

Karin 12.11.2009, 23.25 | (0/0) Kommentare | PL

Zeichen des Friedens

Das Beste kam bei Beckmann gestern zum Schluss. Es hat sich gelohnt, die Sendung bis zum Ende verfolgt zu haben.

Erst vor kurzem hatte Ocean ja das Thema Organspenden aufgeworfen, dazu eine Umfrage gestartet und ausgewertet.

Aber was dieser Mann getan hat, finde ich einfach erstaunlich! Der Palästinenser hat die Organe seines Sohnes, welcher von Israelis getötet wurde, israelischen Kindern gespendet, damit diese weiterleben können! Eine größere Geste des Friedens und der bedingungslosen Nächstenliebe und Hilfe kann es gar nicht geben!!! Es ist zu wünschen, dass das die Menschen auch zu schätzen wissen! Auch, wenn es zumindest bei einer Person in einem der in der Sendung gezeigten Filmausschnitte (der Mann hat alle Kinder, die ein Organ von seinem Sohn bekommen haben, besucht) leider nicht so aussah. Ich bin jedenfalls noch immer gerührt davon!

Er hat übrigens auch ein Kinoprojekt ins Leben gerufen, das man mit einer Spende unterstützen kann. (Wenn man online spendet, muss man auf einen der Kinosessel klicken und gelangt dann zum Formular. Dort kann man zwischen verschiedenen Optionen wählen, wie man spenden will.) Und auf den Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin", welcher am 07.05. in die deutschen Kinos kommt und diese oben erwähnte Geschichte des Mannes namens Ismael Khatib erzählt, bin ich schon wirklich gespannt! Hoffentlich wird er auch in einem Kino in meiner Nähe ausgestrahlt!

Hier noch der Trailer als kleiner Vorgeschmack und Einführung.

Karin 21.04.2009, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Was wären wir heute ohne es?

Heute vor 75 Jahren wurde Philipp Reis, der Erfinder des Telefons, geboren.

Nun gut, sicherlich gibt es Momente, wo man sich fragt, ob es nicht besser wäre, es wäre nicht erfunden worden.

Aber letztendlich überwiegen doch die Vorteile. Immerhin ist das Telefon immer noch die schnellste ferne Kommunikationsform.

Oder sieht das irgendjemand anders?

Karin 07.01.2009, 16.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Freiheit

Für uns ist Freiheit etwas Selbstverständliches. Auch wenn wir uns manchmal unfrei fühlen - abhängig von irgendwelchen Verhältnissen, Verpflichtungen oder gar von etwas, das in uns selbst liegt - ja, auch dann sind wir im Grunde frei.
Wir können jederzeit unser Haus verlassen und hingehen, wohin wir wollen.
Wir sind es, die entscheiden, was wir gerade, jetzt im Moment, tun möchten, und was wir für die Zukunft planen.
Wir müssen nicht bis zum Umkippen arbeiten, denn wir können irgendwann Feierabend machen.
Wir werden nicht gezwungen, ohne Entgelt zu arbeiten.
Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen.
Ich könnte die Liste noch lange fortführen - auch das ist Freiheit.

Doch all diese Punkte, die ich eben aufgezählt habe, sind in Wahrheit keinesfalls selbstverständlich. Es sind Errungenschaften, die vergangene Generationen für uns hart erkämpfen mussten.
Vergangen? Leider nein, noch lange nicht. Dass in bestimmten Staaten all die verschiedenen Freiheiten, die wir hier als so "selbstverständlich" angenommen haben, noch immer mehr oder weniger stark eingeschränkt sind, dürfte wohl kaum jemanden hier erstaunen.
Aber ist Euch auch bewusst, in welchem Ausmaß es auch in diesem Jahrtausend noch Sklaverei gibt? Zum Beispiel im Sudan, aber auch in Pakistan und Indien. Und es hört noch lange nicht unbedingt an den Grenzen dieser Länder auf. Wer glaubt, es beträfe nur Gegenden, die ganz weit weg sind, nur nicht bei uns in den "westlichen" Ländern, der täuscht sich leider.
Siehe Mende Nazer. Sie war bestimmt nicht die einzige. Für sie ist es übrigens gut ausgegangen: Sie erhielt nach ihrer Flucht letztlich Asyl. Bis dahin war es ein harter Kampf, wie auch am Ende in ihrem Buch nachgelesen werden kann.
Dieses Buch war auch der Auslöser für meine Gedanken über die Freiheit.
Obwohl es in einem eher einfachen Stil und nicht besonders anspruchsvoll geschrieben ist, haben mich die Schilderungen darin beim Lesen tief aufgewühlt. Was sie erleben musste, ist einfach unfassbar - man kann sich die Grausamkeiten kaum vorstellen, die sie im Laufe ihrer Geschichte durchleiden musste.
Wer immer noch glaubt, diese Geschichte wäre ein Einzelfall, den muss ich wiederum enttäuschen.

Und jetzt kommt noch etwas: Damit zumindest eine der vielen Fällen von Sklavereiopfern und somit die Problematik noch bekannter wird, verschenke ich das Buch "Sklavin" von Mende Nazer. Es handelt sich dabei um die im Schneekluth Verlag erschienene gebundene Ausgabe, die übrigens sehr gut erhalten ist. Interessenten bitte per Kontaktformular oder auch im Kommentar melden. Sollten mehrere es haben wollen, entscheidet das Los. "Einsendeschluss" für die Interessemeldungen ist der kommende Sonntag, 02. März 2008, 0:00 Uhr. offen (so lange, bis es vergeben ist).
PS: Und wenn ich sage, ich verschenke es, dann meine ich auch, dass ich es verschenke. Das heißt, auch die Portokosten übernehme ich selbst. Nur falls jemand fragt oder stutzig ist. ;-)


UPDATE 06.03.2008: Nun ist es vergeben. Kerstin hatte im Kommentar Interesse daran angemeldet und darf sich nun darauf freuen. :-)

Karin 29.02.2008, 23.55 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL

Menschlichkeit

Ich weiß nicht, wie ich diesen Blogeintrag sonst betiteln soll. Aber er war der erste, der mir in den Sinn kam, und finde, er ist übergreifend.

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder in einem Musical, das in meiner Stadt aufgeführt wurde. Genauer gesagt dieses. Es war sehr bewegend. Die Musik, die rhythmischen Tänze und die teilweise halsbrecherischen Darbietungen, für die eine Art kleine Geschichte mit vielen Nebenhandlungen den Rahmen bot. Es strahlte einerseits pure Lebensfreude aus, allen Widrigkeiten des Lebens (bzw. des afrikanischen Lebens) zum Trotz. Auch einige politische Hintergründe werden thematisiert, fügen sich dabei jedoch in das Ganze ein. Die Hauptaussage ist klar: Freiheit!
Sollte das Musical  irgendwann in Eurer Umgebung aufgeführt werden, kann ich Euch nur empfehlen, hinzugehen. Aber bestellt die Karten möglichst schon früh - bei uns war es jedenfalls vollständig ausverkauft. Kein einziger Platz blieb frei.



Ein anderes (nicht nur afrikanisches, sondern weltweit zu interessierendes Thema) wird in diesem Buch angesprochen. Es ist eines jener Bücher, mit denen man sich über das Lesen hinaus noch weiter befasst / befassen sollte. Obwohl ich längst nicht mehr jedes Buch, das ich lese, im Blog vorstelle - dieses gehört zu denen, die mir so wichtig erscheinen, dass ich das noch tun werde. Versprochen.



Im Übrigen finde ich, dass dieser Film zum Pflichtfilm in allen deutschen Klassenräumen werden und ihn sich überhaupt alle ansehen sollten. Ich persönlich kannte ihn schon und habe ihn mir trotzdem noch einmal zu Gemüte geführt.

Karin 20.02.2008, 23.30 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wer kennt sie noch?

Zum Schluss noch etwas locker-vergnügliches anlässlich dessen. Möge sie weiter in Frieden ruhen - ihre Figuren sind mir noch immer in meiner Phantasie lebendig.

" Sie haben 10 Fragen korrekt beantwortet.
Alle Achtung! Ihnen kann man nur ein paar falsche Vokabeln unterjubeln. Ihr Spracherkennungszentrum ist treffsicher. Waren Sie schon auf Sprachreisen? Wenn nicht, plutimizieren Sie ihre Quote mit der Anzahl der möglichen Länder - und ab ins Reisebüro."

(Paradoxerweise habe ich bei den schwierigeren Sprachen oftmals richtig geantwortet und bei einigen "einfachen" danebengelegen - und das, obwohl ich es zumindest in einem Beispiel besser gewusst hätte, jedoch gedanklich irgendetwas anderes damit verbunden hatte.)

Und wie hättet Ihr bei diesem Test abgeschnitten?

Was bedeutet Euch Astrid Lindgren im Allgemeinen und Pippi Langstrumpf im Besonderen?

Karin 14.11.2007, 00.15 | (0/0) Kommentare | PL

Das Geheimnis von por und para

Auf dem ersten Blick scheint der Unterschied evident:
En la tienda, ella compra un regalo por su amigo. -> für
Todavia, mucha gente camina para Santiago de Compostela. -> nach

Aber im spanischen Sprachgebrauch treten mehr oder weniger häufig auch Fälle auf, wo es nicht so klar ist. Wenn man sich mit einem Spanier unterhält, wird man schnell feststellen, dass diese beiden unscheinbaren Präpositionen noch in anderen Zusammenhängen gebraucht werden. Da kann es den Ungeübten auch manchmal verwirren, wenn sein Gegenüber para sagt statt por. Oder wenn er nicht weiß, ob bei dem, was er ausdrücken will, por oder para korrekt ist (manchmal geht auch beides, nur wird dann ein anderer Sachverhalt betont).

Damit Ihr etwa beim nächsten Spanienurlaub besser Bescheid wisst, möchte ich hier über die Verwendung von por und para in diesen sonst verwirrenden Fällen kurz aufklären.

por heißt es, wenn man z.B. etwas aus einem jetzt existierenden Grund tut, was also einen unmittelbaren Nutzen hat. Häufig in Kombination mit Substantiven.
Beispiel: Wenn jemand sich gerade in Spanien aufhält und zugleich dort Spanisch lernt, sagt er: "Estudio Espa~nol por mi viaje a Espa~na."
para hingegen wird zielgerichtet verwendet, wenn man etwa auf ein zukünftiges Ziel hinarbeitet.
Beispiel: Bleiben wir bei dem obigen. Sagt er: "Estudio Espa~nol para mi viaje a Espa~na." Dann ist er zu dem Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in Spanien, sondern lernt nun Spanisch, um sich auf den späteren Aufenthalt dort vorzubereiten.

para wird außerdem noch in Verbindung mit Verben im infinitivo gebraucht. In dem Fall steht immer para.
Beispiel: Estudio Espa~nol para comunicarme con la gente espa~nol.

Dank meinem Spanischkurs ist für mich das Geheimnis des kleinen Unterschiedes zwischen por und para gelüftet, und werden mir Fehler damit in Zukunft sicher nicht mehr so leicht unterlaufen.

Ich weiß jetzt nicht, ob Euch das interessiert. Wenn ja, dann könnte ich Euch in regelmäßigen Abständen neue oder auch alte, ggf. auch verblüffende, Erkenntnisse über die Feinheiten der spanischen Sprache berichten, die ich selbst gelernt oder erfahren habe.
Oder langweilt Euch das? Wie gesagt, ich muss ja nicht.

Karin 13.10.2007, 22.56 | (0/0) Kommentare | PL

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den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
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Oscar Wilde (1854-1900)


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Dante Alighieri (1265-1321)


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