Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: aktuell

Brand in Düren - Augenzeugenbericht

Samstag morgens um halb Zehn in Düren: Die Welt ist noch in Ordnung. Im Hause Karin S. beginnt der Tag mit den Vorbereitungen für das Frühstück.

Zwischen ca. 10:05 oder :10 Uhr gerät diese Ordnung ins Wanken. Vom Küchenfenster aus bemerke ich, wie sich der Himmel verdunkelt. Im nächsten Augenblick wird eine rasch größer werdende grauschwarze Wolke von rechts über den Dächern sichtbar. Die Rauchwolke verdeckt anfangs zeitweise die morgendliche Sonne vollständig.

Ich laufe nach draußen und schaue, ob von der Straße aus vom Ursprung dieser Besorgnis erregenden Rauchentwicklung mehr zu sehen ist. Der nächste Schock folgt auf dem Fuße: Ein Firmengebäude in der sehr nahen Umgebung (zum Glück zumindest auf dieser Seite etwas abgesetzt von den Wohnhäusern) steht lichterloh in von dichtem schwarzen Rauch umgebenen Flammen. Natürlich habe ich sofort zu Hause alle Fenster geschlossen.

Inzwischen hat bereits ein Passant mit dem Handy die Feuerwehr gerufen, die auch innerhalb weniger Minuten mit einem Großaufgebot eintrifft. Die Straße muss stundenlang für den Verkehr gesperrt werden, und die Feuerwehrwagen verteilen sich von der Brandstelle bis zum Parkplatz eines anderen Unternehmens ein Stück weiter, schräg auf der anderen Straßenseite gelegen. Es entsteht der Eindruck, als hätte die Feuerwehr sämtliche Einsatzkräfte Dürens für die Löschung des Großbrands eingesetzt. Wie nun in der lokalen Online-Presse zu lesen ist, sollen es insgesamt 200 Feuerwehrleute gewesen sein. ...weiterlesen

Karin 17.08.2013, 16.54 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Das verflixte 7. Jahr

Sieben Jahre führe ich diesen Blog nun schon. Und ein Ende ist - trotz einiger Blogpausen und Zeiten unregelmäßigeren Bloggens nicht abzusehen. Denn auch, wenn es zwischenzeitlich hier auch mal stiller erscheinen mag, blogge ich nach wie vor gern. Und schließlich: Wenn ich aufhören würde, wäre all die Zeit, die ich bereits in diesen Blog gesteckt habe, umsonst investiert gewesen.

Sicher hat sich die Art meines Bloggens im Laufe der Zeit gewandelt, und sicher sind nicht alle meine Blogeinträge "perfekt" oder unbedingt notwendig. Aber darauf kommt es letztendlich auch gar nicht an. Es kommt darauf an, dass ich mit Spaß bei der Sache bin.

Meine Bloggerei richtet sich (wie vieles) in aller Regel nicht nach dem Kalender. Wenn ich mir vornehme, für irgendeinen Tag ein bestimmtes Thema zu bloggen, dann kann es passieren, dass mir dann nichts Gescheites einfällt. Am liebsten blogge ich spontan. Deshalb nutze ich die Funktion des Vorbloggens auch höchst selten - außer, wenn etwas für einen bestimmten Tag geplant ist und an einem anderen kaum Sinn machen würde. Wie in diesem Fall. Oder damit ein Blogeintrag zu einer günstigeren Zeit erscheint. Im Normalfall habe ich beim Bloggen aber den Drang, dass das Geschriebene sofort gepostet wird. Denn schon kurze Zeit später könnte es ja nicht mehr aktuell sein, oder ich überlege es mir noch einmal anders. Bloggen lebt für mich aber auch irgendwo von - wenn auch überlegter - Spontanität. Eine gewisse kreative Komponente brauche ich dabei schon. Kein Schema F.

Wenn mir danach ist und ich bei einem Thema denke: "DAS könnte etwas für den Blog sein" oder "Das möchte ich gerne mitteilen", dann schreibe ich es, wann immer ich gerne möchte. Und wenn ich einmal nichts sagen möchte, dann ist es auch gut. Ich muss nicht den Ansprüchen anderer Leute genügen, die jeden Tag etwas zu Lesen oder sonstwie zur Unterhaltung brauchen.

Ich bin keine Alleinunterhalterin. Aber auch keine Selbstdarstellerin, wie ich immer wieder feststelle. Langweilige Beschreibungen meines Alltags sind nicht so meins. Das war nach kurzer Zeit, nachdem ich mit dem Bloggen angefangen hatte, schnell klar. Es behagt mir nun einmal nicht, mich selbst nach außen zu kehren, wie es so viele andere offenbar wie selbstverständlich tun. Zudem widerspräche es meiner Natur.

Für mich sind beim Bloggen vor allem zwei Dinge von Bedeutung: 1. Etwas mitzuteilen, was mir in dem Moment wichtig erscheint, Informationen oder meine Meinung zu einem Thema. 2. Möglicherweise einen Austausch anzuregen. Ich will nicht über Dinge schreiben, die schon zig Mal hin- und hergewälzt worden sind. Obwohl sich Wiederholungen nicht immer vermeiden lassen. Doch ich habe für mich den Anspruch, dabei auch einen Mehrwert bieten zu wollen. Das hat für mich mehr Sinn, als nur um des Bloggens willen einen Blogeintrag nach dem anderen rauszuhauen.

Ich will Inhalte vermitteln, Gedanken dahinter, vielleicht sogar inspirieren. Solchen Ansprüchen gerecht zu werden, kostet Zeit, verlangt ab und zu auch nach einer Pause, in der mir vielleicht eine gute Idee kommen wird. Blogeinträge vom Fließband wird es bei mir jedenfalls auch weiterhin nicht geben.

Ich mache ab und zu gern bei ausgewählten Blogaktionen mit, die mir zusagen. Das hilft, eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewährleisten, ohne dass der Spaß am Bloggen verlorengeht (im Gegenteil). Darüber hinaus blogge ich nach Lust und Laune.

In diesem Sinne: Auf die nächsten sieben Jahre - in Zukunft hoffentlich wieder häufiger, aber weiterhin ohne Zwang!

Karin 21.12.2012, 12.00 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

SIE müssen draußen bleiben!

Stopp Braun.jpgÜber Frau Waldspechts Blog erfuhr ich, dass zurzeit irgendwelche Rechtsradikale unter falschen Namen Kommentare entsprechenden Inhalts posten. Auch die Freidenkerin hat bereits in einem Blogeintrag auf diese Gebahren aufmerksam gemacht.

Solche Nachrichten machen mich traurig und wütend zugleich. Traurig über den Umstand, das so etwas überhaupt vorkommt. Ich frage mich dann, was im Netz überhaupt noch sicher ist. Vor Allem aber macht es mich wütend auf die Täter, welche keinerlei Skrupel haben, die Namen anderer Menschen für ihre Hetzparolen und den ganzen schädlichen Müll, den sie von sich geben, zu missbrauchen!

Um meiner Ablehnung gegenüber "braunen" Ansichten jeglicher Art zum Ausdruck zu bringen, habe ich den Button rechts gebastelt. Sollte ich jemals solche Kommentare bekommen, werden sie gnadenlos gelöscht. Meine Kommentarfunktion habe ich ohnehin schon lange auf redaktionell stehen, und mein Blog wird auch weiterhin "clean" von diesem Schmutz bleiben.

Mit diesem Blogbeitrag hoffe ich eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme getroffen zu haben. Die Idee darf gerne aufgegriffen werden, denn es ist ja im Sinne aller. Bleibt mir nur noch zu hoffen, dass der oder die Verantwortlichen geahndet werden!

Karin 01.02.2011, 19.29 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Ist Büchertauschen für Arme bald passé?

Gestern erreichte mich eine Infomail, deren Aussage ich erstmal verdauen musste: Ab dem 04. Oktober diesen Jahres soll nämlich pro Tauschanforderung bei Tauschticket eine Gebühr von 0,49 € erhoben werden. Damit gehört das kostenlose Tauschen von Medien und teils anderen Sachen dort bald der Vergangenheit an.

Im ersten Moment war ich - wie sicherlich viele - schon etwas desillusioniert, um nicht zu sagen leicht empört. Als ich mich einst bei Tauschticket angemeldet habe, tat ich dies auch deswegen, weil ich das Konzept sehr begrüßte. Schließlich bekamen auf diese Weise auch diejenigen Menschen, die im Alltag jeden Cent umdrehen müssen, die Möglichkeit, ohne finanziellen Verlust Bücher und andere Medien zu erwerben - und später eventuell wieder anzubieten. Die einzigen dabei entstehenden Unkosten waren die für den Versand notwendigen Portokosten (also 1,40 € für Büchersendungen); diese wurde aber meines Erachtens durch den Erhalt der Tickets wieder kompensiert. Es war vor Allem das Sozialverträgliche, das mich an diesem Konzept so begeisterte und mit dem sich Tauschticket bis dato von der gebührenpflichtigen Konkurrenz abhob.

Auch für mich war es jedes Mal ein kleines Glückserlebnis, wenn ich bei Tauschticket ein von mir begehrtes Medium entdeckte, für welches ich anderswo einige Euro hätte bezahlen müssen. Ich hätte es mir zwar meist durchaus leisten können, aber es ist nun umgekehrt auch nicht gerade so, dass ich nicht gucken müsste, wo ich etwas sparen kann. Heutzutage ist das auch hierzulande nichts Ungewöhnliches.

Irgendwie trauere ich schon den "alten Zeiten" hinterher. (Ich weiß, man sollte nicht so reden, als ob es JETZT bereits Wirklichkeit wäre - andererseits schadet es wohl auch nicht, wenn ich mich auf diese Weise schon einmal geistig auf die vergleichsweise "teurere" Zukunft einstelle.) Mittlerweile habe ich mich aber auch mit dem Gedanken angefreundet, dass es offenbar notwendig wurde, und bin persönlich durchaus zu diesem Kompromiss bereit, wenn dies tatsächlich zur Instandhaltung und eventuell sogar Verbesserung der Plattform beiträgt. Meinem eigenen Budget tut dieser relativ bescheidene Betrag nicht allzu sehr weh; allerdings denke ich auch ein wenig mit sprichwörtlichen Magenschmerzen an die ärmeren unter den Usern. Kann es sich etwa ein Hartz-4-Empfänger dann noch leisten, regelmäßig ihre zur Befriedigung des Bildungsbedürfnisses erforderlichen Medienbestände darüber aufzustocken? Anders sähe es aus, wenn es für nachweislich arme Menschen nach Vorlage / Einsenden eines entsprechenden Nachweises dort eine Vergünstigung gäbe... (Dies wäre nur so eine Idee - ich habe keine Ahnung, inwiefern das technisch und aufwandsmäßig von der Seite her realisierbar wäre.)

Nun, ich bin gespannt, wie sich die Plattform nach dieser Neuerung entwickeln bzw. inwiefern es die Aktivität der unterschiedlichen Nutzer beeinträchtigen wird. Sicher werden einige sich aufgrund dessen von Tauschticket zurückziehen... Ich stelle mir vor, dass zumindest in der Anfangszeit dort weniger getauscht werden wird. Auf lange Sicht könnte sich auch die Userschaft ändern, zumal die ganz Armen wahrscheinlich die Ersten sein werden, die sich abmelden (und höchstens im Falle einer positiven Veränderung der finanziellen Situation wieder aktiv(er) würden). Sprich: Es werden die übrig bleiben, die es sich sowieso leisten können und die auch bereit sind, die Plattform zu unterstützen. Wie gesagt: Mir ist sie es wert, und ich bin in der Lage, den Preis dafür in Kauf zu nehmen. Gegenüber den Alternativen, von denen mir bis jetzt noch keine untergekommen ist, welche mir mehr zusagen würde, finde ich diese Option noch immer ziemlich günstig - auch wenn's (wie die Betreiber selbst schreiben) nicht ursprünglich so vorgesehen war.

Für die Zukunft dieser Tauschbörse wünsche ich mir, dass der gewohnte Standard durch den Beitrag (welcher hoffentlich konstant bleiben kann und nicht noch steigen wird -> DAS wäre auf lange Sicht nun wirklich ein Grund für mich, aufzuhören) beibehalten und die versprochenen Verbesserungen zur Zufriedenheit aller umgesetzt werden können.

Nachtrag am 23.09.:
Ha! Ich habe noch eine kostenlose Alternative gefunden, für den Fall, dass alle Stricke reißen: meinbuch-deinbuch.com. Leider ist es nur auf Bücher beschränkt, aber das ist eh das, was ich am meisten tausche.

Karin 21.09.2010, 19.54 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

31 Tage - 31 Bücher pausiert

Da ich in nächster Zeit nicht groß dazu kommen werde, Beiträge für die Bücheraktion zu schreiben, pausiere ich mit dieser bis auf Weiteres (ein Datum für die Fortsetzung möchte ich jetzt noch nicht festlegen - aber es wird fortgesetzt!). Wenn ich dann weitermache, werde ich das ganz normal vom aktuellen Stand aus tun. Vielleicht blogge ich auch zwischendurch mal einen Beitrag dazu in loser Folge - jedoch frühestens übernächstes Wochenende.

Natürlich hätte ich zumindest einige Themen jetzt vorbloggen können. Dazu bin ich jedoch leider nicht gekommen; außerdem sehe ich wenig Sinn darin, ein paar der Themen mit Lücken dazwischen vorzubloggen und den Rest - womöglich noch kunterbunt durcheinandergewürfelt - eventuell nachzureichen. Lieber mache ich das, sobald ich wieder die Zeit dazu habe, und dann schön der Reihe nach.

Wenn ich mal einen Tag frei lasse, weil mir nichts dazu einfällt, ist das etwas anderes. Dies kündige ich dann auch an. Ich habe mich so entschieden, dass ein Pausieren und dann weitermachen, wenn es zeitlich wieder geht, in dem Fall die beste Lösung ist.

Damit wünsche ich Euch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche! Und vergesst nicht, gleich Deutschland die Daumen zu drücken (unabhängig davon, ob Ihr das Spiel auch seht oder Euch später über das Ergebnis informiert)!

Karin 13.06.2010, 20.23 | (0/0) Kommentare | PL

Zum Tag der Erde

...habe ich jetzt keinen umfassenden Beitrag vorbereitet.

Darauf hinweisen



...möchte ich aus Gründen der Bedeutung trotzdem.

Hier ist die offizielle deutsche Seite dazu.

Über Umweltthemen habe ich ja hier schon einiges geschrieben. Wer will, kann also gerne in meinem älteren (jedoch nicht veralteteten) Beiträgen stöbern und sich ggf. inspirieren lassen. Die Zahl der Blogeinträge zum Tag "Umwelt" zeigt außerdem, dass ich mir nicht nur einmal im Jahr Gedanken darüber mache. Dennoch finde ich es gut, dass es diesen Tag gibt.

Mal vom thematischen und praktischen abgesehen, könnte man es auch so betrachten, dass der Erdentag so etwas wie Muttertag sein könnte - ein "Muttertag" für unsere Mutter Erde. Dieser Tag ist schließlich IHR gewidmet. Mögen wir noch lange unsere Freude an ihr haben - und sie mitsamt ihren vielen anderen Lebewesen auch an uns! Ich wünsche unserer Erde vor Allem Gesundheit und uns gute Besserung!

In meinem englischsprachigen Nebenblog habe ich übrigens auch einen kleinen Beitrag zum Earth Day verfasst.

Karin 22.04.2010, 23.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Ab morgen ist es wieder soweit: Nervige Sommerzeit!

Was ich davon halte (nämlich NICHTS) und warum, hatte ich im Rahmen der letzen Umstellung der Uhrzeiger schon einmal dargelegt.

Die Sinnlosigkeit der Uhrenumstellung wird übrigens meiner Meinung nach gut in diesem satirischen Video zum Ausdruck gebracht (Schmunzeln erlaubt):



Leider sind wir in der Gesellschaft dennoch gezwungen, uns ihr zu beugen und unsere inneren Uhren verbiegen zu lassen, so lange sie besteht. Auch die langfristigen, mitunter sicherlich auch akuten gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Folgen (Sekundenschlaf im Auto wegen Übermüdung usw.) werden wir und die anderen Lebewesen in unserem Umfeld wohl oder übel in Kauf nehmen müssen.

Die einzigen, die davon verschont bleiben, sind die, die völlig abgeschottet oder aber in der freien Natur leben, fernab der Zivilisation. Ich will nicht sagen, dass ich aus meiner Perspektive mit ihnen tauschen würde. Ich würde nicht das Internet, Telefon und andere Formen der modernen Fernkommunikation gegen urzeitliche und umständlicher herzustellende Rauchzeichen wechseln wollen geschweige denn auf bestimmte Annehmlich- und Bequemlichkeiten des zivilisierten Lebens verzichten, die den Alltag, den Haushalt, die Erfüllung der existenziellen Bedürfnisse einfacher machen, den Komfort steigern... und Zeit sparen.

Genau aus diesem Grund - weil Zeit so kostbar ist - werde ich niemals aufhören, dagegen zu protestieren, dass mir Jahr für Jahr mit dem Beginn der Sommerzeit MEINE natürliche Zeit gestohlen wird. Dass man mir damit eine künstliche Zeit aufdrückt.
Deshalb werde ich nicht müde, auf die vielen Nachteile der Sommerzeit für den Menschen und sein Umfeld hinzuweisen.
Wer weiß? Wenn die Diskussion gebetsmühlenartig immer und immer wieder auflebt, werden diese "Gebete" für die Abschaffung von den Herren Politikern dort oben vielleicht irgendwann erhört. *Sarkastischer Modus on*
Allerdings müsste diese Diskussion dann auch am besten international geführt werden und übergreifen.

Um meiner Meinung besonderen Ausdruck zu verleihen, aber auch diesbezüglich Gleichgesinnte zu finden, Argumente zu sammeln und eventuell über das Thema zu diskutieren, habe ich jetzt auf Facebook eine Gruppe zu diesem Thema gegründet.

Dies ist mein dortiges Statement in der Beschreibung (zugegeben vielleicht etwas polemisch, aber es soll ja auch zur Diskussion anregen):

"Ich bin dafür, dass die Sommerzeit abgeschafft gehört.

Sie ist eine unnatürliche Zeit, welche den inneren Rhythmus vieler Menschen durcheinander bringt. Sie kann zu mehr Stress, zu Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus und anderen Gesundheitsschäden führen. Dies wiederum verringert nicht zuletzt die Leistungsfähigkeit und Produktivität, aber auch die Aufmerksamkeit, was beispielsweise auch im Straßenverkehr gefährlich sein kann.

Aber nicht nur die Menschen - auch die Tiere, die in der Nähe oder bei Menschen leben, werden durch die Sommerzeit beeinträchtigt. Anders als die Menschen verstehen die Tiere - und andere Lebewesen, Pflanzen - diesen Umstand nicht und haben somit keine Gelegenheit, sich richtig darauf einzustellen. (Der Hund merkt z. B. nur, dass Herrchen eine Stunde früher mit ihm rausgeht, während er womöglich noch im Halbschlaf ist und keine Lust hat, weil seine Zeit eigentlich noch nicht ist.)

Das Argument, man hätte durch die Sommerzeit die Möglichkeit, den Tag bzw. den Abend durch die "längere" Tageshelligkeit besser zu nutzen, wird dadurch kompensiert, dass die Menschen durch das frühere Aufstehen spätestens am Nachmittag zu müde sind, um mehr aus dem Tag zu machen, als sie es ohnehin tun würden.

Und dass angeblich Energie damit gespart werden soll, ist auch längst widerlegt."

Dass meine Thesen nicht ganz aus der Luft gegriffen sind bzw. meine Ansicht von wissenschaftlicher Seite gestützt wird, zeigt dieses Interview des P. M. Magazins mit einem Psychologie-Professor:



Wie denkt Ihr darüber?

Karin 27.03.2010, 13.57 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Das Leben

... hat mich voll gepackt!

Heute muss ich noch in die Stadt, ein paar Dinge erledigen, dann mache ich vielleicht noch etwas Haushalt...

Und morgen bin ich in Oberhausen. Ich freue mich schon auf die Sternstunden!
Davon scheint es ja in meinem Leben in letzter Zeit einige zu geben - und ein Ende ist noch nicht in Sicht...

Aber nun vorfreue ich mich erstmal auf ein wundervolles Treffen mit überwiegend bekannten und zwei bisher noch nicht bekannten Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende!

Karin 20.11.2009, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL

Huch!

Irgendwie habe ich, obwohl ich das Datum einige Male registriert habe und sogar ein Mal in den Kalender geschaut habe, gar nicht bemerkt, dass heute Freitag der 13. war!

Na ja, mir kann's egal sein. Denn: Es ist mir nichts passiert!

Ich hoffe, Ihr habt ihn genauso gut überstanden - unabhängig davon, ob Ihr meint, an dem ganzen "Freitag der 13."-Ding wäre etwas Wahres dran, oder ob es für Euch Humbug ist.

Für mich persönlich sind eventuelle "Freitag der 13."-Erlebnisse nach wie vor darauf zurückzuführen, dass man sich an diesem Tag womöglich ganz bewusst auf Ereignisse konzentriert, welche schiefgehen könnten. [Murphys Gesetz: Was schief gehen kann, geht auch schief, zumal wenn man sich darauf fixiert! Oder auch: Eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.] Was an dem Tag praktisch reibungslos klappt, wird hingegen paradoxerweise von denjenigen, die daran glauben, eher verdrängt.

Im normalen Alltag hingegen ist es ja eher genau umgekehrt: Negatives wird verdrängt, und Positives idealerweise verstärkt. Nur am Freitag dem 13. scheint sich alles ins Gegenteil zu verkehren...

Ich erinnere mich noch an ein "typisches" Freitag dem 13. Erlebnis (irgendwo müsste ich das auch schon mal gebloggt haben, aber ich finde den Eintrag nicht mehr) aus meiner viele, viele Jahre zurückliegenden Jugend:

Meine Füße waren damals total geschwollen, so dass ich kaum laufen konnte und das Auftreten schmerzte. Es schien eine allergische Reaktion auf einen Kunststoff meiner Schuhe zu sein, in denen ich zuvor (es war in der warmen Jahreszeit) barfuß gelaufen war.
So kurvte ich nach dem Schulunterricht (ja, ich bin auch mal zur Schule gegangen, in unseren europäischen Breitengraden zum Glück nichts Ungewöhnliches *g*) mit meinem Vater von Arztpraxis zu Arztpraxis - ohne Erfolg. Alles war - generell freitagnachmittagstypisch - geschlossen.
Nur beim damaligen Hautarzt war noch eine Arzthelferin, wohl um noch einigen Verwaltungskram zu erledigen. Diese Arzthelferin schien nicht gerade ihren besten Tag zu haben, aber das ist eine andere Sache. Der behandelnde Arzt war aber auch hier natürlich nicht da.
Letztendlich wurden wir - nach einer langen Odyssee - doch außer der Reihe dort vom Arzt empfangen und ich behandelt. Das war natürlich großes Glück im Unglück, und ich war zu dem Zeitpunkt auch dankbar dafür und wir wussten es zu schätzen (so etwas macht ja nicht jeder). Leider nahm es der Arzt offenbar nicht so gut auf, obwohl er ja freiwillig in die Praxis gekommen war, um mich zu behandeln. Wir waren selbst darüber überrascht gewesen.

Somit hat jeder Freitag der 13. - wie jeder andere Tag - seine zwei Seiten. Man kann genauso Glück im Unglück wie Unglück im Glück haben. Doch so ist das Leben - nicht nur am Freitag dem 13., sondern grundsätzlich.
Das war mein "Wort zum Freitag".

Für diejenigen, die der Ansicht sind, so etwas könnte helfen, hatte ich ich Jahr 2006 einen poetischen "Kleinen Schutzzauber" aus eigener Feder gepostet.
Da ich für den heutigen Tag keine nette oder gar lustige AKTUELLE "Freitag der 13."-Anekdote "parat" habe, verweise ich an dieser Stelle noch einmal auf meine (uralte, fast schon eingerostete A.CA.Smilewink.gif) Blog-Konserve und Stilblüte:
"Der Veggie-Computer" *gg*

Damit wünsche ich Euch ein pannenfreies, entspannendes, interessantes und erlebenswertes Wochenende!

Karin 13.11.2009, 21.44 | (0/0) Kommentare | PL

Artgerecht

Gibt es unter Euch noch andere Cicero-Fans außer mich? Nein, ich meine jetzt nicht den hier, und auch nicht die Zeitschrift (obwohl diese auch lesenswert ist), sondern den deutschem Musikkünstler Roger Cicero!

In seinem neuesten Werk "Artgerecht" beispielsweise spielt er bewusst mit männlichen und weiblichen Rollenkllischees, in dem er sie absichtlich überspitzt darstellt. Der Schmunzel- und Gute-Laune-Faktor sind dabei ebenfalls garantiert! Auch an Situationskomik fehlt es in den besungenen Szenen nicht.

Verpackt wird das Ganze in einen lockeren, teils rhythmischeren, stets poppig-melodischen, oftmals jazzigen, teils auch swingigeren bis hin zu vereinzelt bluesigen / ruhigeren Musikstil, welcher bestens unterhält.

Wirklich einmalig ist auch die ausdruckskräftige, klar artikulierte Stimme von Roger Cicero! (Es ist wohl eher ein Tenor, jedoch ohne "zu hoch" rüberzukommen. In bestimmten Passagen wird sie aber auch zur Untermalung einer Aussage höher.) Die Kombination zwischen ironischem Unterton, einem gut gewürzten Schuss Pepp, Emotionalität - entsprechend der Textstelle dosiert - und gelegentlicher "Brüchigkeit" (ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll - hört ihn Euch einfach an!) in der Stimme ist für ihn charakteristisch und gelingt ihm sehr gut. Ebenfalls sind die Texte, die stets perfekt und zur vollsten Zufriedenheit der Zuhörers (bzw. hier der ZuhörerIN) auf die Gesamtkomposition abgestimmt sind, sehr gekonnt formuliert und vorgetragen.

Eine bestimmte Zielgruppe gibt es für diese Musik nicht. Männer, Frauen, beide Geschlechter unabhängig von der Gesinnung (auch wenn die Songs im Allgemeinen aus heterosexueller Sicht dargestellt sind - ansatzweise Ausnahme: "Für nen Kerl", was sich jedoch letztlich anders herausstellt, als es zunächst den Anschein hat A.B.Twink.gif - lässt sich einiges sicher übertragen) werden denke ich dabei schmunzeln. Selbst ich, die ich der seltenen Gattung introvertierter Singles angehöre, amüsiere mich beim Hören königlich!

Wem weder der Name noch die Musik von "Roger Cicero" bis jetzt noch nichts sagte, habe ich mit diesem Blogeintrag vielleicht neugierig gemacht. Es lohnt sich, nicht nur reinzuhören, sondern auch, die Musik tatsächlich anzuhören! Sie ist für fast jeden Geschmack geeignet, wird nie langweilig, und wenn man sie nicht kennt, hat man mit Sicherheit etwas verpasst.

Sie passt eigentlich auch geradezu wie angegossen in den aktuellen Trend, wo wieder verstärkt Rollenklischees einerseits (kritisch), und andererseits die individuellen Eigenheiten, die entweder "eher Frauen" oder "eher Männern" zugeschrieben werden, diskutiert werden.
Eine Zeit, wo Bücher wie "Vom ersten Tag an anders" (vom Autismusforscher Simon Baron-Cohen) und "Artenschutz für Männer" (geschrieben von einer Frau!) auf den Markt geworfen werden. Ersteres ist übrigens durchaus interessant, das Zweite liegt noch auf meinem Tischlein-deck-Dich-mäßigen SUB. A.B.Twink.gif

Es ist natürlich klar, dass die auf dem Album "Artgerecht" thematisierten Klischees satirisch übertrieben sind und es viele gibt, auf die die jeweiligen Klischees nicht zutreffen.
Ich persönlich bin beispielsweise vollkommen frauenUNtypisch, was das in dem Song "Boutique" durch den Kakao gezogene Klischee "Frauen und Shoppen" anbelangt. Ich HASSE den Klamottenkauf! Oft schiebe ich einen Einkauf (wenn ich feststelle, dass mein Kleiderschrank mal nicht das hergibt, was ich gerne anziehen würde oder zu dem jeweiligen Anlass angemessen wäre) lange vor mich her. Mich nervt es, wenn bei solchen gelegentlich notwendigen Aktionen irgendein Teil nicht passt und ich dann noch einmal quer durch den Laden rennen muss, um eine andere Größe herauszusuchen sowie die ganze Anprobier-Prozedur zu wiederholen!
Selbst beim Drogeriemarkt dm, eine der größten "Frauenfallen", bin ich innerhalb von 10 Minuten wieder draußen! Der einzige Laden, in dem ich, wenn sich die Gelegenheit böte, sogar freiwiliig übernachten würde, ist der Bücherladen! A.B.Twink.gif Bei diesem - und nur dabei - hätte ich auch nichts dagegen, eingeschlossen zu werden. Langweilen würde ich mich dort sicher nicht. Alle anderen Läden (vielleicht - ab und zu - von der Musikabteilung des Saturn abgesehen), vor Allem die verhassten Klamottenläden, suche ich nur dann auf, wenn es unbedingt sein muss bzw. ich etwas benötige. Und: Ich kaufe am liebsten allein ein! Das finde ich nervenschonender.

Auch die "Männerklischees", wie sie auf der CD thematisiert werden, treffen noch lange nicht auf alle Männer zu. (Wäre ja auch schlimm, wenn dem so wäre... *hüstel*.) Längst nicht alle Männer lassen, wie in "Hinterm Steuer" karikiert, ihre Aggressionen beim Autofahren raus. Ich kenne jedenfalls viele, die auch dabei nach wie vor "eine ruhige Kugel schieben". Und die umgekehrt nicht (v. A. in Konfliktsituationen) das Vorurteil "Frauen und Autofahren", welches sich längst als falsch erwiesen hat (ob jemand Auto fahren kann oder nicht, hat ja nichts mit dem Geschlecht zu tun), kultivieren.

Worin seid Ihr frauen- oder männer- typisch oder UNtypisch?
Ich erinnere mich, dass es dazu schon einmal (vor langer Zeit) eine Diskussion in den Blogs gab, an der ich mich meines Wissens auch beteiligt hatte...
Genau: Bei ihm war damals die Diskussion eröffnet worden. Und DAS war einst mein Beitrag dazu gewesen. (Boah, habe ich ein gutes Langzeitgedächtnis! - Ist das jetzt typisch männlich oder typisch weiblich? )
Aber das Thema ist ja an sich immer wieder spannend.

Ach so: Selbstverständlich bin ich für "Artgerechtigkeit" bei BEIDEN Geschlechtern. Keines von beiden darf benachteiligt oder bevorzugt werden, und beides hat seine Vor- und Nachteile.
Ebenso muss Gleichberechtigung auch bei allen anderen Individuen gelten, unabhängig von der politischen, sexuellen, sozialen, kulturellen oder sonstigen Gesinnung, unabhängig von einer eventuellen Behinderung oder Krankheit, und egal, ob sie einer Mehrheit oder einer Minderheit angehören.
Für mich bedarf so etwas keiner Diskussion. Und es wäre wünschenswert, wenn das tatsächlich im Alltag und in der Gesellschaft in allen Bereichen und von allen Menschen so gelebt würde.
Wie erlebt Ihr das? Erlebt Ihr die heutige Gesellschaft als tolerant, menschenfreundlich und chancengleich? In welchem Bereichen könnte sich das eventuell noch verbessern?

Die beiden fett gedruckten Fragenkomplexe können gern im Kommentar besprochen werden. Wer das lieber mag, darf sie aber auch gerne als Stöckchen oder allgemeine Diskussion in seinen eigenen Blog mitnehmen.
Im letzteren Fall freue ich mich auf einen entsprechenden Hinweis oder ggf. auch Trackback, weil mich Eure Meinungen dazu auch interessieren.

Meine Favoriten auf der vorliegendem CD (gelungen sind aber aus meiner Sicht alle - und jedes Lied weiß auf seine eigene Weise zu überzeugen):
- Nicht artgerecht
- Boutique
- Hinterm Steuer
- Spontis zeugen Banker
- Seine Ruhe
- Ohne Worte (das eine Video ist zwar nicht so ganz nach meinem Geschmack, aber immerhin ist die Klangqualität gut)
- Das ist nicht das, wonach es aussieht
- Internet Single Börse

Textauszug aus "Nicht artgerecht":

"Auch schmutzig werden darf er nicht,
ganz antiseptisch,
ob das seiner Natur entspricht, da bin ich skeptisch.
Schau da, die Leute von Greenpeace fahren vor,
skandieren im Chor:

[Refrain:]
Das ist nicht artgerecht! Das überlebt er nicht!
Er zeigt schon reichlich Stressverhalten.
Das ist nicht artgerecht! Das überlebt er nicht!
So kannst du einen Mann... nicht halten!"

Genial, einfallsreich verfasst, und irgendwie sympathisch, oder?!

Karin 13.11.2009, 17.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

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Glück ist ein Duft,
den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







Ein Träumer ist jemand,
der seinen Weg im Mondlicht findet,
und die Morgendämmerung
vor dem Rest der Welt sieht.

Oscar Wilde (1854-1900)


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an dem Du die 100%ige Verantwortung
für Dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri (1265-1321)


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