Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Mediaworld

Ist Büchertauschen für Arme bald passé?

Gestern erreichte mich eine Infomail, deren Aussage ich erstmal verdauen musste: Ab dem 04. Oktober diesen Jahres soll nämlich pro Tauschanforderung bei Tauschticket eine Gebühr von 0,49 € erhoben werden. Damit gehört das kostenlose Tauschen von Medien und teils anderen Sachen dort bald der Vergangenheit an.

Im ersten Moment war ich - wie sicherlich viele - schon etwas desillusioniert, um nicht zu sagen leicht empört. Als ich mich einst bei Tauschticket angemeldet habe, tat ich dies auch deswegen, weil ich das Konzept sehr begrüßte. Schließlich bekamen auf diese Weise auch diejenigen Menschen, die im Alltag jeden Cent umdrehen müssen, die Möglichkeit, ohne finanziellen Verlust Bücher und andere Medien zu erwerben - und später eventuell wieder anzubieten. Die einzigen dabei entstehenden Unkosten waren die für den Versand notwendigen Portokosten (also 1,40 € für Büchersendungen); diese wurde aber meines Erachtens durch den Erhalt der Tickets wieder kompensiert. Es war vor Allem das Sozialverträgliche, das mich an diesem Konzept so begeisterte und mit dem sich Tauschticket bis dato von der gebührenpflichtigen Konkurrenz abhob.

Auch für mich war es jedes Mal ein kleines Glückserlebnis, wenn ich bei Tauschticket ein von mir begehrtes Medium entdeckte, für welches ich anderswo einige Euro hätte bezahlen müssen. Ich hätte es mir zwar meist durchaus leisten können, aber es ist nun umgekehrt auch nicht gerade so, dass ich nicht gucken müsste, wo ich etwas sparen kann. Heutzutage ist das auch hierzulande nichts Ungewöhnliches.

Irgendwie trauere ich schon den "alten Zeiten" hinterher. (Ich weiß, man sollte nicht so reden, als ob es JETZT bereits Wirklichkeit wäre - andererseits schadet es wohl auch nicht, wenn ich mich auf diese Weise schon einmal geistig auf die vergleichsweise "teurere" Zukunft einstelle.) Mittlerweile habe ich mich aber auch mit dem Gedanken angefreundet, dass es offenbar notwendig wurde, und bin persönlich durchaus zu diesem Kompromiss bereit, wenn dies tatsächlich zur Instandhaltung und eventuell sogar Verbesserung der Plattform beiträgt. Meinem eigenen Budget tut dieser relativ bescheidene Betrag nicht allzu sehr weh; allerdings denke ich auch ein wenig mit sprichwörtlichen Magenschmerzen an die ärmeren unter den Usern. Kann es sich etwa ein Hartz-4-Empfänger dann noch leisten, regelmäßig ihre zur Befriedigung des Bildungsbedürfnisses erforderlichen Medienbestände darüber aufzustocken? Anders sähe es aus, wenn es für nachweislich arme Menschen nach Vorlage / Einsenden eines entsprechenden Nachweises dort eine Vergünstigung gäbe... (Dies wäre nur so eine Idee - ich habe keine Ahnung, inwiefern das technisch und aufwandsmäßig von der Seite her realisierbar wäre.)

Nun, ich bin gespannt, wie sich die Plattform nach dieser Neuerung entwickeln bzw. inwiefern es die Aktivität der unterschiedlichen Nutzer beeinträchtigen wird. Sicher werden einige sich aufgrund dessen von Tauschticket zurückziehen... Ich stelle mir vor, dass zumindest in der Anfangszeit dort weniger getauscht werden wird. Auf lange Sicht könnte sich auch die Userschaft ändern, zumal die ganz Armen wahrscheinlich die Ersten sein werden, die sich abmelden (und höchstens im Falle einer positiven Veränderung der finanziellen Situation wieder aktiv(er) würden). Sprich: Es werden die übrig bleiben, die es sich sowieso leisten können und die auch bereit sind, die Plattform zu unterstützen. Wie gesagt: Mir ist sie es wert, und ich bin in der Lage, den Preis dafür in Kauf zu nehmen. Gegenüber den Alternativen, von denen mir bis jetzt noch keine untergekommen ist, welche mir mehr zusagen würde, finde ich diese Option noch immer ziemlich günstig - auch wenn's (wie die Betreiber selbst schreiben) nicht ursprünglich so vorgesehen war.

Für die Zukunft dieser Tauschbörse wünsche ich mir, dass der gewohnte Standard durch den Beitrag (welcher hoffentlich konstant bleiben kann und nicht noch steigen wird -> DAS wäre auf lange Sicht nun wirklich ein Grund für mich, aufzuhören) beibehalten und die versprochenen Verbesserungen zur Zufriedenheit aller umgesetzt werden können.

Nachtrag am 23.09.:
Ha! Ich habe noch eine kostenlose Alternative gefunden, für den Fall, dass alle Stricke reißen: meinbuch-deinbuch.com. Leider ist es nur auf Bücher beschränkt, aber das ist eh das, was ich am meisten tausche.

Karin 21.09.2010, 19.54 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

MyFreeFarm: Ein kostenloses Onlinespiel

[Trigami-Review]

MyFreefarm ist ein Browsergame, in dem es darum geht, einen eigenen Bauernhof aufzubauen und zu bewirtschaften.



Die Anmeldung geht schnell und unkompliziert vonstatten und ist natürlich ohne jegliches Risiko, da dieses Browserspiel kostenlos gespielt werden kann. Zu Beginn durchläuft man ein kurzes Tutorial für den leichteren Einstieg. Danach geht's los: Man kann Obst und Gemüse auf seinem Feld anbauen, sie zur Wachstumsbeschleunigung gießen und diese Erzeugnisse nach der Ernte an die Farmis verkaufen, die tagtäglich vor dem Hofladen Schlange stehen (anfangs maximal 6 pro Tag). Bezahlt werden diese in »Kartoffeltalern«, kurz KT; das ist die Währung auf MyFreeFarm. Für dieses Geld kann man sich wiederum Sachen im Dorf kaufen. Um ins Dorf zu gelangen, klickt man oben auf das Bus-Symbol. Innerhalb weniger Sekunden ist man schon da. ...weiterlesen

Karin 16.09.2010, 21.59 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Was im Adminbereich von Designblogs noch fehlt

... ist eine Suchfunktion für Kommentare (ähnlich der bei der Suche von Archivbeiträgen).

Aktuell ist es ja so, dass die Kommentare jeweils hintereinander aufgelistet werden, so, wie sie eintreffen. Das heißt, der neueste Kommentar erscheint oben, darunter der zweitneueste, und so fort.

Problematisch wird es jedoch, wenn man einmal einen älteren Kommentar sucht (zum Beispiel, wenn man eine Antwort editieren möchte). Dann ist man gezwungen, die ganze Liste systematisch zu durchsuchen, was enorm viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Auch eine Anzeige von Datum und Uhrzeit des Kommentars in der Liste (d. h. in der Voransicht zu sehen, ohne dass man den jeweiligen Kommentar erst anklicken UND ihn noch mal in der Blogansicht ausfindig machen muss) wären da schon hilfreich.

Aber vielleicht ist das ja nur meine Einzelmeinung und andere denken: "Brauch ich nicht. Will ich nicht. Forget it"? Wie denkt Ihr darüber?

Karin 23.08.2010, 11.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Auch ich habe ein Herz für Blogs!

Durch die Gedankendeponie wurde ich zufällig auf das Revival der "Ein Herz für Blogs"-Aktion aufmerksam. Von der ursprünglichen Aktion hatte ich wohl irgendwann einmal um fünf Ecken herum gehört, jedoch mich nie selbst daran beteiligt. Ich denke, dies sollte sich ändern!

Ich finde, es ist einfach ein schöner Anlass, auf einige ausgewählte Blogs hinzuweisen, die man mag und von denen man denkt, dass sie noch mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Stichtag ist heute.

Und seid bitte nicht böse, wenn ich hier nicht meine gesamte Blogroll aufzähle. Ihr wisst sicher, dass ich Euch nicht umsonst darin habe (wenn nicht, sei dies jetzt gesagt). Insofern verweise ich gern in diesem Zusammenhang auch noch auf meine Blogroll. Die sind alle lesenswert!



Also, hier meine Empfehlungen (ohne Rangfolge):

Erowyinns Buchblog SaraSalamander: Sie schreibt ausführlich und mit Herzblut Rezensionen zu Büchern und Hörbüchern aus den Bereichen Thriller und Fantasy, aber auch gelegentlich zu Filmen.

Der Korsikablog von Cekado. (Okay, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das schon zwei Empfehlungen sind... ich denke aber, der Reiseblog ist noch nicht so bekannt.) Nicht nur Korsikafans werden hier ins Schwärmen kommen! Macht richtig Lust auf Urlaub!

Wer auch mal kritische, zum Nachdenken anregende Beiträge mag, dem sei die Absurd-AG ans Herz gelegt.

Nicht zu vergessen der Psycho-Blog. Neben interessanten psychologischen Beiträgen gibt es hier tolle Fotos sowie lustigere Beiträge zu lesen.

So, das waren meine 4. Warum 4? Weil ich denke, dass weniger der Zahl interessanter Blogs nicht gerecht würde. Und würde ich mehr erwähnen, hätte ich ja gleich meine gesamte Blogroll auflisten können... Das wäre wohl nicht so ganz der Sinn der Sache. Also musste ich selektieren.

Karin 25.05.2010, 22.35 | (0/0) Kommentare | PL

Adresse online ändern bei Wohnsitzwechsel

[Trigami-Review]

Wer umzieht, muss an sehr viele Dinge denken und zu dem eigentlichen Umzugsstress durch das damit verbundene Kisten packen und auspacken etc. noch einiges organisieren. Und schließlich muss man ja auch die neue Adresse beispielsweise an Krankenkasse, Bank, ADAC oder Payback mitteilen. In der Regel ist das mit viel Lauferei und Zeitaufwand verbunden.



Doch mittlerweile gibt es da eine Seite, die zumindest diesen Aspekt eines Umzugs erleichtert: Auf der von Immobilienscout24 betriebenen Homepage „Einfach Ummelden“ kann man sich – wie der Name schon sagt – einfach und bequem online ummelden, das heißt die neue Adresse kostenlos zahlreichen Einrichtungen seiner Wahl mitteilen. Auch ein Nachsendeauftrag bei der Post kann dort schnell und kostenlos eingeleitet werden.

Unter der Voraussetzung, dass die betreffenden Stellen bei einfach-ummelden.de registriert sind (bei aktuell 6.000 Unternehmen innerhalb Deutschlands – Tendenz steigend – ist sicherlich auch einiges dabei, was in dem jeweiligen Fall von Bedeutung ist), schlägt man mit dieser Website im Idealfall sinnbildlich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Ich finde, dass das eine sehr praktische Sache ist.
Ich selbst bin in meinem Leben schon ein paar Mal umgezogen. Ich weiß also, wie stressig so etwas sein kann. Und sicherlich werde ich in meinem Leben wieder irgendwann mal umziehen. Deshalb bin ich froh, dass ich auf diese Seite aufmerksam wurde und sie vorab getestet habe. Vielleicht sind meine Informationen für den einen oder anderen unter Euch ebenfalls nützlich. ...weiterlesen

Karin 06.05.2010, 15.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Mobiles Internet ohne Grundgebühr - mit dem Prepaid Surf-Stick von FONIC

[Trigami-Anzeige]

Wer mobil surfen möchte, der muss bei vielen Internetanbietern dabei häufig auf die Uhr und die bereits ausgegebenen Kosten schauen. Zum Glück gibt es da eine bequeme Alternative, welche das Telekommunikationsunternehmen Fonic anbietet und die ich im Folgenden näher vorstellen möchte.

FONIC_Das ist die Wahrheit(2).png

Doch zunächst will ich kurz auf Fonic allgemein eingehen. Dieser in München befindliche Telekommunikations-Dienstleister, der übrigens das Gütesiegel von Trusted Shops trägt, gehört der Telefonica-Gruppe und besteht aus versierten Fachkräften, die sich in den verschiedenen Bereichen dieser Branche durch langjährige Erfahrungen bestens auskennen. Sie wissen also, wie es optimal läuft und wie man die Preise für den Kunden möglichst günstig gestalten kann.

Und das sieht man auch sofort bei ihrem Internetangebot:   ...weiterlesen

Karin 22.04.2010, 21.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Spielregelerklärungen auf Video

[Trigami-Review]

Kennt Ihr das auch? Voller Erwartung sitzt Ihr in einer Spielrunde vor einem neuen Brettspiel. Doch kaum erblickt Ihr die seitenlange Spielanleitung, kommt das große Aufstöhnen. Irgendjemand muss das Ganze jetzt erklären! Und zwar so, dass es auf Anhieb verstanden wird.



Genau von diesem Ansatz geht der Gesellschaftspiele-Shop Spiele-Offensive.de aus. Dieser bietet nämlich Spielregelerklärungen auf Video an, welche beim Kauf des jeweiligen Spiels kostenlos dazu angesehen werden können.

Ich selbst durfte dies im Zusammenhang mit dem Brettspiel Montego Bay ausprobieren, einem Spiel, bei dem es darum geht, Fässer auf Schiffe zu verladen, so dass diese voll werden und somit ablegen können. Dabei ziehen die Hafenarbeiter in einer bestimmten Reihenfolge rechts herum entlang den mit ganzen, aber auch kaputten Fässern gefüllten Lagerräumen.



Um nun die Spielanleitung auf Video anschauen zu können, musste ich zunächst einmal die Spieleseite auf Spiele-Offensive.de aufrufen, was über die Produktsuche kinderleicht war. Unterhalb der Videobeschreibung fand ich dann neben dem Spielenamen Montego Bay den Link zur Spielanleitung auf Video. Danach gab ich den mitgelieferten Gutscheincode für das Video ein.
Praktisch finde ich, dass man das Video nicht nur einmal, sondern auch jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt von seinem Kundenkonto aus ansehen kann. So kann man diese Möglichkeit nicht nur beim erstmaligen Spiele spielen, sondern auch in künftigen Spielerunden nutzen.

Die Video-Spielanleitung von Montego Bay ist sehr übersichtlich und logisch aufgebaut. Nach einer kurzen Einleitung wird zuerst der Spieleaufbau bzw. die Spielvorbereitung erklärt. Anschließend wird im Unterkapitel „Spielregeln“ ein Überblick darüber gegeben, worum es in diesem Gesellschaftsspiel geht. Die 6 verschiedenen Spielphasen, die man pro Runde bei Montego Bay durchläuft, inklusive der Regeln dabei (zum Beispiel wie man die Figur "Lazy Jack" einsetzt) werden im Folgenden detailliert dargelegt. Zum Schluss wird klargestellt, wann das Spiel endet, und wie gewertet wird. Als Bonus werden dann noch zwei Spiele empfohlen.



(Spielsituation nach mehreren Runden - Einsatz des Lazy Jack)

Ich finde diese Spielregelerklärung auf Video sehr gut umgesetzt. Alle Abläufe und Regeln des Spiels Montego Bay werden hier leicht verständlich von dem freundlichen Herrn erklärt sowie anhand von demonstrierten Beispielen auf dem Spielbrett veranschaulicht. Dabei wird das Spielbrett auch mal von oben oder der anderen Seite gezeigt. Beides – verbale Erklärungen und gezeigte Spielbeispiele – ist optimal aufeinander abgestimmt. So wird alles Wichtige einleuchtend herübergebracht, ohne langatmig zu wirken. In der Tat ist das komplette Video nur 15 Minuten lang. Genau richtig für mein Empfinden.

Besonders gut gefällt mir, dass man die Unterpunkte, welche rechts neben dem Video in einer Art Inhaltsangabe aufgeführt werden, auch einzeln anklicken kann. Das ist nützlich, wenn man noch einmal einen bestimmten Aspekt nachsehen will, ohne das gesamte Video abzuspielen. Pausieren kann man, indem man ganz einfach auf das Video draufklickt. Mit einem erneuten Klick setzt man die Wiedergabe fort.
Das Video mit der Spielanleitung von Montego Bay läuft übrigens einwandfrei, und die Bildqualität ist so gut, dass man alles Wesentliche problemlos darauf erkennen kann.

Alles in allem finde ich das Konzept der Spielregelerklärungen auf Video, welches Spiele-Offensive.de auszeichnet, super und sehr gelungen.

Karin 24.03.2010, 08.00 | (0/0) Kommentare | PL

Für Klasse statt Masse

Auf Twitter gab es heute in meinem erlesenen Followerkreis eine kleine Diskussion zum Thema Werbung und welche Art von Werbung überhaupt effektiv sei. (Ja, auch durch eine so spontane schriftliche Kommunikationsform können mitunter fruchtbare gedankliche Ergüsse entstehen, die sich weiterentwickeln lassen.)

Das finde ich interessant genug, um meine Gedanken dazu auch mal kurz im Blog darzulegen. Hier gehen sie wenigstens nicht so schnell unter.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ein breit angelegtes, ziellos und übertrieben gestreutes virales Marketing für sich genommen kaum nachhaltig sein kann. Damit kann man vielleicht kurzfristig den Kunden zu einigen Sekunden - oder Minuten, je nach Werbeart - Aufmerksamkeit zwingen.
Langfristig wird man ihn aber so nicht an sich binden geschweige denn tiefergehend von seinen Produkten überzeugen können. Das geht zum einen Auge herein und zum anderen Ohr wieder hinaus.
Schlimmstenfalls sind einige potentielle Kunden von der unerwünschten, nicht gezielt ausgewählten Werbung so genervt, dass sie sich auf Dauer abwenden. Für den Ruf eines Unternehmens ist das sicherlich nicht besonders vorteilhaft, erst recht nicht für dessen Budget.


Um Kunden langfristig anzulocken, würde ich persönlich eher darauf setzen, deren Interesse durch sparsames und ausgeglichenes, dafür aber gezieltes Aufmerksam-Machen zu wecken. Dabei messe ich auch der Aktualität eine wichtige Bedeutung bei. Des Weiteren sollte es jeweils passen, zum Beispiel zu einem bestimmten Thema und auf jeden Fall zu den Bedürfnissen des Kunden.

Eine gründliche Analyse der Nachfrage ist also unverzichtbar, wenn man ein Produkt gleich welcher Art erfolgreich an den Mann oder die Frau bringen will.
Hinzu kommt, dass der Kunde sich angesprochen fühlen sollte. Damit meine ich nicht, dass die Werbung direkt an ihn adressiert werden soll. Auf diese Weise käme er sich eher überrollt vor und wäre in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt = kontraproduktiv. Nein.
Was ich damit meine: Die Werbung sollte so gestaltet sein, dass der Kunde den Eindruck hat, es wäre individuell auf seine Bedürfnisse maßgeschneidert. Ein Produkt nach Maß, nicht Masse.

Die individuellste Form der Werbung, die ich mir vorstellen kann, ist die Empfehlung. Zugleich ist sie meiner Ansicht nach auch die glaubwürdigste, weil eine Empfehlung voraussetzt, dass der Übermittler sich zuvor intensiv selbst mit dem Produkt auseinander gesetzt hat, es auf Vorteile und auch eventuelle Tücken getestet hat und sich somit im Rahmen seiner Erfahrung damit auskennt. Ist er damit zufrieden, wird er außerdem auch dahinterstehen, was das Fundament der Glaubwürdigkeit zusätzlich festigt.
Wenn es ihn stark interessiert, hat der "Botschafter" sich sogar zahlreiche Hintergrundinfos zum Produkt zu Gemüte geführt. Dies erhöht noch einmal die Seriosität.

Mit der Empfehlung verwandt ist die Mund-zu-Mund-Propaganda. Da diese überwiegend mündlich abläuft (im Gegensatz zu einer Empfehlung, welche auch schriftlich erfolgen kann), schätze ich diese als nicht ganz so wirkungsvoll ein, zumal wenn sie als einzige Werbeform verwendet wird. Mündliche Worte bleiben eben nicht so lange im Gedächtnis wie schriftliche, die man ja immer wieder an entsprechender Stelle nachlesen kann.
Wenn die Mund-zu-Mund-Propaganda jedoch von einer oder mehreren schriftlichen Empfehlungen ergänzt wird, erhält sie nicht nur mehr Gewicht, sondern kann nachhaltiger wirken.

Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda, die im Grunde beide "von Mensch zu Mensch" funktionieren - wobei Empfehlungen ggf. noch etwas breit angelegter sind, während Mund-zu-Mund-Propaganda auch unter vier Augen stattfinden kann - haben noch einen weiteren Vorteil gegenüber Massenwerbung: Sie geben mehr Aufschluss über die tatsächliche bzw. erfahrene Qualität des Produktes.
Je nachdem, welche Kriterien dem "Sender" wichtig sind, können Aspekte davon zwar subjektiv sein - doch darüber kann sich der mündige "Empfänger", der seine eigenen Ansprüche hat, selbst ein Urteil bilden. Es ist ihm so möglich, sich einen umfassenderen Eindruck von Produkt zu machen, so dass er seine Entscheidung treffen kann.
Und letztlich ist es die Qualität, die überzeugt und dazu beiträgt, dass ein Produkt weiterempfohlen wird. Ein schlechtes Produkt wird nicht weiterempfohlen. Folglich hat der Hersteller ein Interesse daran, auch negatives Feedback anzunehmen, um es zu verbessern und schließlich an mehr Kunden zu bringen.

Bei "Frontalwerbung", etwa aus dem Fernsehen oder auf einem leblosen Plakat, besteht diese Möglichkeit des Feedbacks nicht. Zudem stumpft der potentielle Kunde dabei schnell ab, wenn er wiederholt die Erfahrung gemacht hat, dass die dort suggerierte Qualität in seinem Fall gar nicht zutraf. Bei wiederholten Enttäuschungen wendet er sich also frustriert von dieser Marke ab, fühlt sich verarscht, um sein investiertes Geld betrogen und glaubt am Ende gar nichts mehr.

Ich halte diese beiden individualisierten Werbeformen, die sich außerdem keineswegs unangenehm aufdrängen (weil der Kunde die Wahl hat, ob er sich damit befassen will), für langfristiger und nachhaltiger als kollektiv angelegte, unpersönliche Spots, Banner, Plakate, Flyer oder andere Mittel, die letztendlich entweder im (virtuellen oder realen) Papierkorb oder außerhalb des Gehirns landen, sprich: vergessen werden.

So. Und nun habe ich auch einen sehr guten Aufhänger für eine ganz spezielle Buchempfehlung, die es demnächst von mir geben wird. :-)

Karin 10.02.2010, 20.28 | (0/0) Kommentare | PL

Einfluss von Blogs in Deutschland

Während in den USA Blogs schon lange einen mehr oder minder großen Einfluss in der Öffentlichkeit haben und dort z. B. über die konventionellen Medien sogar politisch ernst genommen werden, scheinen in Deutschland vor Allem private Blogs eher ein Nischendasein zu führen und oftmals auf "spaßige Online-Tagebücher" reduziert zu werden. Aber auch etablierte Fachblogs mit qualitativ hochwertigen Inhalten werden von Einzelpersonen aus den konventionellen Medien hierzulande immer noch belächelt.

Dabei bergen Blogs einiges Potential in sich: Immerhin drückt man in seinem Blog seine Meinung aus, teilt Informationen, die man interessant findet, frei mit anderen, und tauscht sich über diverse Dinge aus (was bei konventionellen Medien wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt, zeitverzögert und selektiv möglich ist). Darüber hinaus bieten Blogs eine nicht zu verachtende Ergänzung zu anderen Medien, zumal in Blogs nach Einschätzung vieler oft auch Themen angesprochen werden, die sonst unter den Tisch fallen würden. Durch Verlinkungen breiten sich die Inhalte aus. Und in der Masse könnten Blogs auch Veränderungen bewirken. Doch was in den USA längst Bloggeralltag ist, ist in Deutschland wohl noch ein weiter Weg.

Nun fragt sich der eine oder andere vielleicht, warum ich - als "kleine" Bloggerin, die auch nicht sonderlich professionell bloggt und nicht einmal EIN spezielles Blogthema hat - mich damit befasse. Ganz einfach: Weil ich mir vorstelle, dass man auch als "kleiner", privater Blogger dadurch, dass man seine Meinung vertritt, Diskussionen anstößt oder auch über Dinge informiert, die einem wichtig sind, bis zu einem gewissen Punkt Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen usw. nehmen kann. Als Blogger (ausgenommen die, die wirklich zu 100% ein Onlinetagebuch führen und keinen Wert auf den Austausch über aktuelle Themen legen) trägt man zu einem meinungsbildenden, aber auch informativen Prozess bei. Das Problem: Man muss auch gelesen werden, und zwar von denen, die es interessiert.

Verlinkungen, sich selbst im Kommentar oder durch einen eigenen Blogeintrag an Diskussionen und an Aktionen beteiligen kann zwar zu einer größeren Bekanntheit von Blogs beitragen. Und wenn die Beiträge dann noch gut recherchiert sowie kompetent präsentiert werden (dazu gehört auch so Profanes wie Rechtschreibung), kann das noch einmal das positive Renommee eines Blogs verstärken.
Aber selbst dann bleibt es aufs Ganze besehen meist immer noch bei einem kleinen Kreis. "Nach oben", zu politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungsträgern, dringen auf diese Weise die Ansichten aus dem Volke meist nicht, oder nur durch Zufall. Erreichen lässt sich so im Einzelnen schon gar nichts. Deshalb bräuchten solche Blogs eine breitere Aufmerksamkeit, beispielsweise, indem auch in den anderen Medien darüber berichtet wird, wie unter anderem dort vorgeschlagen wird.

Oder ein Blog müsste etwas ganz Besonderes bieten, zum Beispiel eine Aktion durchführen, die es so noch nicht gegeben hat und die automatisch in einer Art Domino-Effekt den Blick der Öffentlichkeit auf sich zieht.

Dies sind nur einige allgemeine Überlegungen, die ich in den Raum stelle. Vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, seine Meinung dazu zu äußern, Ideen, wie die deutsch(sprachig)e Blogosphäre noch mehr an Bedeutung hinsichtlich wichtiger Entwicklungen und des gesellschaftlichen Austauschs gewinnen könnte, oder dergleichen.

Karin 03.02.2010, 22.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wie wird man CDs los,

... die man nicht mehr hören kann, und die man wahrscheinlich aus irgendwelchen Gründen sonst nicht mehr loswerden würde?

Vor nicht allzu langer Zeit fragte Pat nach subjektiv gesehen "peinlichen" CDs, die man zu Hause hat, und stellte eine Liste derer auf, die sie aus ihrem eigenen Besitz peinlich findet. Wobei sich herausgestellt hat, dass die jeweiligen Werke nicht notwendigerweise auch alle anderen peinlich finden.

Wie ich dort auch schon im Kommentar andeutete, würde es bei mir nicht für eine Liste reichen, zumal ich ab und zu mein CD-Repertoire begutachte und dabei auch mal etwas aussortiere.

Gelegentlich stoße ich aber doch mal auf eine, wo ich mich frage, wie ich mir das früher einmal nur anschaffen konnte. Das Album ist mir dermaßen peinlich, und einige Songs davon finde ich heute SO nervig, dass ich mich fast nicht traue, es hier preiszugeben. Okay, ich nehme all meinen Mut zusammen und tue es doch:
Von diesem hier ist die Rede (die Tracklist ist bei mir teils anders, aber das macht es nicht besser). Wobei ich nur noch die zweite CD habe. Die erste ist mir damals im Internat, in dem ich zu Schulzeiten war, irgendwie abhanden gekommen. Ich vermisse sie keineswegs! *rotfl*

Ein paar Hörproben gefällig? Wirklich?? Wer sich unbedingt damit konfrontieren will, hier einige der in meinen Ohren wohl schrecklichsten dort vertretenen Lieder: Heaven is a place on earth mit Belinda Carlisles unerträglich schriller Stimme, You're history -> da fallen mir bald die Ohren ab *schüttel*, so'n Lied von der in meinen Augen schrecklichen Frau Cindy Lauper... Doch eines der allerschlimmsten *hüstel und schäm* Lieder auf der CD (ja, es gibt noch eine Steigerung dessen!) ist dieses hier. Einfach schauderhaft!

Nun ja, ich war ja damals auch um einiges jünger und vor Geschmacksverirrungen und Fehlkäufen nicht so gefeit...



Auf jeden Fall brachte mich das auf die Idee, ob es nicht so etwas wie Bookcrossing auch für CDs geben könnte. Ja, das gibt es tatsächlich: Disc Crossing. Es scheint nur bis jetzt noch nicht so bekannt zu sein...
Wie es genau funktioniert, kann man dort nachlesen. Und so sollten die Nummern aufgebaut sein. Vorlagen für die Etiketten kann man hier downloaden - oder erstellt sich so etwas selbst. Wichtig ist natürlich, dass man unbedingt die FDID draufschreibt, bevor man die CD freilässt, und diese Seite, wo der Finder dann kurz eine Meldung über ihren Verbleib machen kann.
Das Prinzip ist also im Grunde genauso wie bei Bookcrossing.

Karin 02.02.2010, 22.56 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

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den niemand verströmen kann,
ohne selbst eine Brise abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1883)







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Oscar Wilde (1854-1900)


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Dante Alighieri (1265-1321)


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